Coronavirus live: Kassenärzte-Chef – Maskenpflicht „reine Symbolpolitik“

Das ist passiertCoronavirus live: Kassenärzte-Chef – Maskenpflicht „reine Symbolpolitik“

31.03.2020

Kassenärzte-Vorsitzender: Maskenpflicht ist „reine Symbolpolitik“

31.03.2020

Athen: Erste Coronavirus-Infektion in griechischem Flüchtlingslager

31.03.2020

470.000 Betriebe haben Kurzarbeit angezeigt

31.03.2020

Trump: Einreisestopp für Europäer soll verlängert werden

02.09.2020

Forscher finden Mutation, die milden Verlauf begünstigt

Forscher haben eine Variante von SARS-CoV-2 identifiziert, der 382 RNA-Basen im Erbgut fehlen. Dadurch scheint diese Virenvariante mildere Verläufe von Covid-19 zu verursachen, wie Vergleichsanalyen bei Patienten in Singapur nahelegen. Sie benötigten keinen Sauerstoff und auch ihre Immunreaktion fiel gemäßigter aus. Bisher gibt es allerdings keine Anzeichen dafür, dass diese Virenmutante sich weiter ausgebreitet hat.

Wie alle Viren verändert sich auch das neuartige Coronavirus im Laufe der Zeit – es mutiert. In der zentralen Datenbank aller isolierten Virenvarianten sind mittlerweile mehr als zehntausend solcher Mutationen registriert. Schon im Mai 2020 gab es Anzeichen, dass der Verlust bestimmter RNA-Sequenzen SARS-CoV-2 weniger pathogen machen könnte. Jetzt könnte sich dies bestätigen – zumindest für eine in Asien nachgewiesene Virenmutante, schreibt das Magazin “Scinexx”. Bei diesem Stamm sind gleich 382 RNA-Basen in einem als „Open Reading Frame 8“ (ORF8) bezeichneten Genomabschnitt verloren gegangen. Das fanden Barnaby Young vom Nationallabor für öffentliche Gesundheit in Singapur und seine Kollegen heraus. Die Studie ist in “The Lancet” veröffentlicht. Interessant ist dies, weil der Erreger der Sars-Epedemie im Jahr 2003 im ORF8-Bereich ähnliche Genverluste zeigte.

133 Patienten wurden untersucht. Als die Forscher den Krankheitsverlauf bei diesen Patienten verglichen, zeigten sich deutlichen Unterschiede: „Zwar war der in Röntgenaufnahmen ersichtliche Befall der Lunge bei allen drei Gruppen ähnlich, trotzdem war der klinische Verlauf bei den mit der 382-Variante Infizierten erheblich besser“, so Young und sein Team. Keiner der Patienten mit der mutierten Virenform entwickelte Atemnot oder benötigte zusätzlichen Sauerstoff – trotz vergleichbaren Alters und keinen signifikant anderen Vorerkrankungen.

31.03.2020

Zehntausende Hundehalter protestieren gegen strenge Ausgangssperre in Serbien

In Serbien protestieren zehntausende Hundebesitzer gegen die besonders strenge Ausgangssperre wegen der Coronavirus-Pandemie in dem Balkanland. Wie serbische Medien berichteten, fordern sie von der Regierung in Belgrad, jeden Abend zumindest eine halbe Stunde lang mit ihren Hunden Gassi gehen zu dürfen. Eine Petition an Regierungschefin Ana Brnabic haben laut dem Fernsehsender N1 schon mehr als 37.000 Menschen unterzeichnet.

Serbiens Regierung hat wegen der Pandemie den Notstand ausgerufen und besonders strenge Ausgangsbeschränkungen verhängt. Werktags gilt zwischen 17 und 5 Uhr eine komplette Ausgangssperre, an den Wochenenden sogar schon ab 15 Uhr. Eine Ausnahme für Hundebesitzer, die in dieser Zeit anfangs noch eine Stunde nach draußen durften, wurde inzwischen abgeschafft.

31.03.2020

Moskauer Top-Arzt mit Corona infiziert – schüttelte Putin die Hand

Der Chefarzt des wichtigsten Moskauer Krankenhauses für Covid-19-Patienten hat sich mit dem Coronavirus angesteckt. Dies habe ein Test an ihm ergeben, teilte Denis Prozenko mit. Vergangene Woche war er mit Wladimir Putin zusammengetroffen, als der russische Präsident Prozenkos Krankenhaus Kommunarka besuchte. Dabei schüttelten sie sich die Hand.

Prozenko sagte, er fühle sich okay und habe sich in seinem Büro isoliert. Der Kreml teilte zunächst nicht mit, ob Putin sich nach Prozenkos Bekanntmachung auf Sars-CoV-2 testen ließ. Russland vermeldete am Dienstag einen Anstieg der Coronavirus-Fälle um 500 auf 2337.

31.03.2020

Vier Corona-Tote in Schweinfurter Seniorenheim

Auch in einem Schweinfurter Seniorenheim ist es zu einer Häufung von Todesfällen nach Infektionen mit dem Coronavirus gekommen. Am Dienstagabend teilte das Gesundheitsamt mit, dass in der Pflegeeinrichtung drei an Covid-19 erkrankte Menschen gestorben seien. Alle seien über 80 Jahre alt gewesen und hätten Vorerkrankungen gehabt.

Von insgesamt sechs in Schweinfurt nach einer Erkrankung mit dem Erreger verstorbenen Menschen lebten damit den Angaben zufolge vier in demselben Pflegeheim.

31.03.2020

Niederlande verlängern Corona-Maßnahmen bis zum 28. April

Die Niederlande haben die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Epidemie bis zum 28. April verlängert. „Wir wissen, dass das viel verlangt ist, aber es ist echt nötig“, sagte Ministerpräsident Mark Rutte am Dienstagabend in Den Haag in einer live-Pressekonferenz im Fernsehen. Ursprünglich sollten die vor etwa zwei Wochen verhängten Maßnahmen bis zum 6. April gelten. Erste Ergebnisse im Kampf gegen die Pandemie seien zu sehen. „Aber wir haben es noch nicht geschafft“, warnte Rutte.

Schulen, Restaurants, Cafés, Museen und Friseure bleiben geschlossen, öffentliche Veranstaltungen verboten. Bürger dürfen sich höchstens mit drei Menschen zugleich in der Öffentlichkeit aufhalten. Sie sollen möglichst zu Hause bleiben.

31.03.2020

Zahl der Toten in der Türkei mehr als vervierfacht

Die Zahl der Toten durch das Coronavirus in der Türkei ist nach Daten des Gesundheitsministeriums von 46 auf 214 gestiegen. Die Zahl der bestätigten Fälle legte demnach um 2704 auf 13.531 zu.

31.03.2020

New Yorks Gouverneur Cuomo: „Wir haben das Virus unterschätzt“

Der Gouverneur des stark von der Corona-Pandemie betroffenen US-Bundesstaates New York hat im Kampf gegen das Virus Versäumnisse eingestanden. „Wir haben das Virus unterschätzt. Es ist stärker und gefährlicher als wir erwartet haben“, sagte Cuomo am Dienstag bei seiner täglichen live im Fernsehen und online übertragenen Pressekonferenz. „Ich bin müde davon, dem Virus hinterherzurennen. Wir waren vom ersten Tag an hinten dran und mussten aufholen – und so gewinnt man nicht.“

31.03.2020

UN-Chef Guterres: Internationaler Kampf gegen das Virus zu langsam

UN-Generalsekretär António Guterres ist unzufrieden mit der seiner Ansicht nach schleppenden globalen Antwort im Kampf gegen das Coronavirus. „Wir bewegen uns langsam in die richtige Richtung, aber wir müssen schneller sein und viel mehr tun, wenn wir das Virus besiegen wollen“, sagte Guterres am Dienstag in New York. Unter anderem gebe es noch immer keine koordinierten Handlungen aller Länder unter Führung der Weltgesundheitsorganisation WHO. Deren Richtlinien würden in vielen Teilen der Welt noch immer nicht beachtet.

Guterres stellte am Dienstag einen UN-Plan vor, um der Corona-Krise und ihren sozialen sowie wirtschaftlichen Folgen zu begegnen: „Das Ausmaß der Antwort muss so groß sein wie das der Krise“, sagte er. Im Zentrum stehe dabei die Zusammenarbeit und geteilte Verantwortung der Länder der Welt. Nach UN-Angaben brauche es gerade für die Unterstützung der ärmeren Staaten bei der Bekämpfung der Pandemie ein Hilfspaket im Bereich von mehreren Billionen Dollar. Im Fokus stehe die Zusammenarbeit auch im wissenschaftlichen Bereich – entwickelte Impfungen und Behandlungsmethoden müssen allen Menschen in gleicher Weise zur Verfügung gestellt werden.

„Wir müssen die zur Verfügung stehenden Ressourcen für die Entwicklungsländer erhöhen, indem wir die Kapazität des Internationalen Währungsfonds erhöhen“, sagte Gutteres. Neben der Eindämmung des Virus sei es dabei wichtig, die sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen vor allem auf die am schwersten Betroffenen abzufedern. Dazu gehörten unter anderem Frauen, ältere Menschen, Jugendliche und Arbeiter mit geringem Einkommen sowie kleine Unternehmen.

31.03.2020

Bayreuther Festspiele für 2020 abgesagt

Festivalabsage: Auch Bayreuth wird zum Corona-Opfer - WELT

Die Bayreuther Festspiele 2020 sind abgesagt. Und der neue „Ring“ ist auf 2022 verschoben. Das hat viele systemimmanente wie pandemiebedingte Gründe. Werden sich Salzburg und Luzern halten lassen? Und ist das überhaupt sinnvoll?

31.03.2020

Zahl der Toten in Italien nimmt zu

Die Zahl der Toten in Italien ist erneut gestiegen. Das Katastrophenschutzministerium meldet 837 Tote und damit 12.428 insgesamt – die höchste Zahl weltweit – nach einer Zunahme von 812 am Montag. Dagegen blieb der Anstieg bei den neu nachgewiesenen Fällen mit 4053 etwa gleich, hier beträgt die Gesamtzahl 105.792. In der Lombardei, der bislang am schwersten betroffenen Region, ging die Zahl der Toten und neuen Infektionen zurück.

31.03.2020

UN-Experte will Aufhebung von internationaler Sanktionen

Der UN-Experte für Nahrungsmittelversorgung, Hilal Elver, fordert die Aufhebung internationaler Sanktionen gegen Nordkorea, Iran, Kuba oder Venezuela. Damit solle sichergestellt werden, dass die Bevölkerung trotz Corona-Krise mit Nahrungsmitteln versorgt werden könne.

31.03.2020

Zahl der Virus-Toten in den USA übersteigt die in China

In den USA ist die Zahl der Todesopfer durch das Coronavirus auf mehr als 3500 gestiegen und hat damit Chinas offizielle Zahl überschritten. New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo meldete am Dienstag einen Anstieg von mehr als 300 Toten im Vergleich zum Vortag, womit die USA Chinas Totenzahl von etwa 3300 überholten.

31.03.2020

Bruder von New Yorks Gouverneur Cuomo positiv getestet

Der Bruder des New Yorker Gouverneurs Andrew Cuomo, der bekannte CNN-Moderator Chris Cuomo, ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. „Ich haben mich in den vergangenen Tagen in der Nähe von Leuten aufgehalten, die schließlich positiv getestet wurden“, teilte Chris Cuomo am Dienstag auf Twitter mit. Er habe typische Symptome und befinde sich in seinem Keller in Isolation. Von dort wolle er auch seine Show auf dem TV-Sender CNN weiterführen.

Schon am Montag hatte Cuomo aus seinem Keller aufgenommen und von dort aus ein Interview mit seinem Bruder, Gouverneur Cuomo, geführt. Wie üblich kabbelten sie sich publikumswirksam: „Bleib Du da wo Du bist, im Keller. Ich finde das sehr schön, ich liebe Dich, bleibe sicher und ruf mich manchmal an“, sagte der Gouverneur. Es war nicht klar, ob der Politiker zu diesem Zeitpunkt vom Corona-Verdacht seines Bruders wusste. Andrew Cuomo hatte sich in den vergangenen Wochen als Krisenmanager in dem besonders heftig von der Pandemie getroffenen Bundesstaat New York landesweit profiliert und viele Sympathien gewonnen.

31.03.2020

Junge in Kenia wegen Ausgangssperre von Polizei erschossen

Bei der Durchsetzung einer nächtlichen Ausgangssperre zur Eindämmung des Coronavirus in Kenia ist ein 13-jähriger Junge von der Polizei erschossen worden. Wie die kenianische Tageszeitung „Daily Nation“ am Dienstag berichtete, hatten Polizisten am Montagabend in einem Slum der Hauptstadt Nairobi mit scharfer Munition geschossen, um Passanten zu zerstreuen. Dabei wurde der Junge von einer Kugel in den Unterleib getroffen. Die Zeitung beruft sich auf Augenzeugen.

Die Ausgangssperre gilt seit vergangenem Freitag im Zusammenhang mit dem Kampf gegen das Coronavirus. Die Eltern des Jungen berichteten der Zeitung, der Schüler habe auf dem Balkon gespielt, als ihn die Kugel traf. Er starb später im Krankenhaus. Der Chef der kenianischen Polizei, Hillary Mutyambai, ordnete eine Untersuchung an.

31.03.2020

Schweiz rechnet spätestens im Sommer mit Ende von Corona-Epidemie

Das Schweizer Gesundheitsamt rechnet mit einem Abebben der Coronavirus-Infektionen in den kommenden Monaten. Die epidemische Welle dürfte sich nicht über Jahre hinziehen, sagt Bereichsleiter Daniel Koch. „Wir gehen davon aus, dass diese Welle irgendwann im Frühjahr, Sommer vorbei sein wird.“

31.03.2020

Großbritannien zählt weitere 381 Corona-Todesfälle binnen 24 Stunden

In Großbritannien sind binnen 24 Stunden weitere 381 Menschen an dem neuartigen Coronavirus gestorben. Damit erhöhte sich die Zahl der Todesopfer auf insgesamt 1789, wie das britische Gesundheitsministerium am Dienstag im Onlinedienst Twitter mitteilte. Die bislang mit Abstand höchste Opferzahl für einen Tag weist auf eine beschleunigte Ausbreitung des Erregers hin.

Von Sonntag auf Montag waren in Großbritannien binnen 24 Stunden 180 Tote gezählt worden. Die Zahl der Infizierten stieg um mehr als 3000 auf 25.150 Menschen an.

31.03.2020

Trump und Erdogan fordern Waffenruhe in Syrien und Libyen wegen Corona-Krise

US-Präsident Donald Trump und der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan halten Waffenruhen in Syrien und Libyen vor dem Hintergrund der Coronavirus-Krise für zwingend. Wie das Weiße Haus in Washington am Dienstag mitteilte, berieten Trump und Erdogan in einem Telefongespräch über Maßnahmen, „um das Virus zu besiegen und die Weltwirtschaft zu stützen“.

Sie stimmten den Angaben zufolge darin überein, dass es für Konfliktländer wie Syrien und Libyen nun wichtiger sei denn je, „sich an Waffenruhen zu halten und auf eine Lösung hinzuarbeiten“.

31.03.2020

Turkmenistan will Wort „Coronavirus“ nicht mehr erwähnen

Das autoritär geführte Turkmenistan in Zentralasien will Medienberichten zufolge das Coronavirus aus dem täglichen Sprachgebrauch verdrängen – notfalls auch mit Staatsgewalt. Das Wort sei bereits aus Informationsbroschüren der Behörden über die Krankheit gestrichen worden, berichteten unabhängige lokale Medien in der Hauptstadt Aschchabad. Selbst wer die Pandemie in Privatgesprächen erwähne, könne festgenommen werden. Auch die Organisation Reporter ohne Grenzen kritisierte, die staatlich kontrollierten Medien dürften das Coronavirus nicht mehr erwähnen.

„Die Weigerung, Informationen herauszugeben, gefährdet die Menschen in Turkmenistan“, teilte die Organisation am Dienstag mit. „Die Behörden machen ihrem Ruf alle Ehre.“ Das passe ins Bild des autoritären Stils von Präsident Gurbanguly Berdymuchammedow. Er hatte erst vor mehr als zehn Jahren Unterrichtsverbot für Mathematik und Fremdsprachen an Schulen aufgehoben.

31.03.2020

Ausgangsbeschränkungen in Berlin werden verlängert

Die zunächst bis Sonntag befristeten Ausgangsbeschränkungen in Berlin wegen der Corona-Krise werden verlängert. Das kündigte Vize-Bürgermeister Klaus Lederer am Dienstag nach der Senatssitzung an, ohne einen neuen Endtermin zu nennen. Im rot-rot-grünen Senat bestehe Einigkeit darüber, dass es für eine Lockerung noch zu früh sei, sagte der Linke-Politiker. Beschlossen hat der Senat die Verlängerung noch nicht. Das sei an diesem Donnerstag geplant, so Lederer. Dann werde auch ein Bußgeldkatalog für Verstöße gegen die Regelung verabschiedet.

Seit 23. März müssen sich alle Berliner laut einer Verordnung „ständig in ihrer Wohnung oder gewöhnlichen Unterkunft“ aufhalten, um eine Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen. Es gibt aber zahlreiche Ausnahmen, die Arztbesuche, den Einkauf, das Gassi-Gehen mit dem Hund oder Sport und Spaziergänge an der frischen Luft ermöglichen sollen – solange ein Mindestabstand von 1,5 Metern sichergestellt ist und sich keine Ansammlungen von mehr als zwei Personen im Freien bilden. Bei Familien darf die Gruppe größer sein.

31.03.2020

Zahl der Toten in Wolfsburger Pflegeheim auf 18 gestiegen

Im Wolfsburger Hanns-Lilje-Pflegeheim ist ein weiterer Mensch infolge der Atemwegserkrankung Covid-19 gestorben. Die Zahl der Corona-Toten stieg damit auf 18, wie die Diakonie Wolfsburg als Betreiber am Dienstag mitteilte. In der Einrichtung für demenzkranke Menschen haben sich insgesamt 74 Bewohnerinnen und Bewohner mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Insgesamt leben dort zurzeit 145 meist hochbetagte Frauen und Männer.

Das Wolfsburger Hanns-Lilje-Heim ist neben dem Seniorenheim St. Nikolaus in Würzburg die bundesweit am stärksten durch die Corona-Krise betroffene Einrichtung für alte Menschen. In Würzburg starben bis zum Montagabend 16 Menschen nach einer Covid-19-Erkrankung.

31.03.2020

Zahl der Virustoten in Italien womöglich unterschätzt

Die Zahl der Virustoten in Italien ist aus Sicht des Leiters des nationalen Gesundheitsinstituts ISS, Silvio Brusaferro, womöglich höher als offiziell angegeben. „Es ist plausibel, dass die Todesfälle unterschätzt werden“, sagt er zu Journalisten. So würden in den offiziellen Coronavirus-Daten keine Personen berücksichtigt, die zu Hause oder in Pflegeheimen sterben. Die überwiegende Zahl an Tests fand demnach nur in Krankenhäusern statt.

31.03.2020

Kassenärzte-Vorsitzender: Maskenpflicht ist „reine Symbolpolitik“

Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, hält nichts von einer Maskenpflicht im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus. „Die Verpflichtung zum Tragen eines Mundschutzes ist reine Symbolpolitik“, sagte Gassen dem „Handelsblatt“. „Sie vermittelt eine trügerische Sicherheit, hilft aber so gut wie gar nicht.“ Höherwertige Masken wiederum, die tatsächlichen Infektionsschutz bieten, würden aufgrund ihrer Knappheit derzeit dringend für medizinisches Personal gebraucht. Gassen verwies außerdem darauf, dass neben der Tröpfchen- auch die Schmierinfektion über Oberflächen möglich sei. „Was hilft, ist Abstand und Hygiene.“

31.03.2020

Spahn und Laschet gegen Schutzmasken-Pflicht

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet sprechen sich gegen eine Pflicht zum Tragen von Schutzmasken in der Öffentlichkeit aus. „In der jetzigen Lage sehe ich keine Notwendigkeit zu einer Verpflichtung“, sagt Spahn. Er sehe aber eine zunehmende Bereitschaft zum freiwilligen Tragen des Mund-Nasen-Schutzes. Laschet schließt sich dem an und bezeichnet Spahns Worte als treffend.

31.03.2020

Spanien verbietet Wasser- und Stromlieferanten Kündigungen

Die spanische Regierung untersagt den Lieferanten von Strom und Wasser, säumigen Kunden die Verträge zu kündigen. Das kündigt Vize-Regierungschef Pablo Iglesias in Madrid an.

31.03.2020

Wolfsburger Klinik nimmt wieder Patienten auf - Dutzende Infizierte

Das Klinikum Wolfsburg nimmt wieder Patienten auf, nachdem es am Sonntagabend wegen Coronavirus-Infektionen in der Belegschaft einen vorübergehenden Aufnahmestopp verhängt hatte. „Ich darf sagen, dass wir das Klinikum seit 12 Uhr heute Mittag wieder in Betrieb genommen habe“, sagte Wolfsburgs Oberbürgermeister Klaus Mohrs (SPD) am Dienstag. 90 Prozent der Testergebnisse lägen bereits vor. Demnach sind 32 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Davon sind rund ein Drittel im ärztlichen Dienst, etwa zwei Drittel Pflegekräfte und ein paar wenige in der Verwaltung, wie Bernadett Erdmann, die Leiterin der Zentralen Notaufnahme des Klinikums Wolfsburg, mitteilte.

Die infizierten Beschäftigten seien nun in häuslicher Quarantäne, zeigten aber keine Symptome. Insgesamt habe das Krankenhaus rund 2000 Beschäftigte, von denen rund 200 getestet wurden, da sie als Kontaktpersonen von zwei mit Sars-CoV-2-Infizierten galten. Auch bei zwei Patienten, die eigentlich mit anderen Krankheiten in die Klinik kamen, sei eine Infektion mit dem Coronavirus festgestellt worden. Damit steige die Zahl der Infizierten in der Klinik von sechs auf acht.

31.03.2020

Russlands oberster Corona-Arzt hat sich angesteckt

Moskaus prominentester Coronavirus-Chefarzt hat sich mit der hochansteckenden Lungenkrankheit infiziert. Dennis Prozenko hatte erst in der vergangenen Woche den russischen Präsidenten Wladimir Putin durch das auf Infektionskrankheiten spezialisierte Krankenhaus Kommunarka in der Hauptstadt geführt. Der Gesundheitszustand des Mediziners sei normal, teilten die Ärzte der Agentur Interfax zufolge am Dienstag mit. Prozenko werde in der Moskauer Klinik behandelt. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte, Putin werde regelmäßig auf das Coronavirus getestet. „Es ist alles in Ordnung.“ In Russland gibt es mit Stand vom Dienstag 2337 Corona-Fälle.

31.03.2020

Athen: Erste Coronavirus-Infektion in griechischem Flüchtlingslager

Erstmals ist in Griechenland in einem Flüchtlingslager eine Infektion mit dem Coronavirus diagnostiziert worden. Betroffen ist eine Frau, bei der das Virus nach der Geburt ihres Kindes in einem Krankenhaus in Athen festgestellt wurde, wie das griechische Migrationsministerium am Dienstag mitteilte. Die Menschen, die mit der aus Afrika stammenden Frau in Kontakt gekommen sind, seien isoliert worden. Ähnliche Maßnahmen seien im Camp von Ritsona im Norden Athens getroffen worden. Es werde nun nachgeforscht, wo genau die Frau infiziert wurde. Im Lager von Ritsona – wo nach Schätzungen der Athener Medien rund 3000 Menschen leben – ist die Lage bei weitem nicht so schlimm wie in den Camps auf den Inseln im Osten der Ägäis. Weitere Informationen sollte es am frühen Abend in Athen beim täglichen Briefing des Coronavirus-Krisenstabes geben.

31.03.2020

Scholz will Italien & Co mit europäischen Geldern helfen

31.03.2020

Berlin will rasch Bußgeldkatalog wegen Coronakrise erstellen

Das Land Berlin will am Donnerstag einen Bußgeldkatalog für Verstöße gegen Auflagen wegen der Coronavirus-Krise beschließen. Man sei sich im Prinzip einig, sagt Kultursenator Klaus Lederer (Linke). Es seien aber noch Details zu klären. Berlin werde auch am Donnerstag darüber entscheiden, ob die Auflagen für die Ausgangssperre über den 5. April hinaus verlängert werden, sagt Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne). Lederer signalisiert, dass die Kontaktbeschränkungen aufrecht erhalten würden. „Der gesamte Senat steht dazu. Das werden wir am Donnerstag machen.“

31.03.2020

Wegen Corona-Pandemie keine Hochzeiten und Scheidungen in Russland

Wegen der Corona-Krise sollen die Russen über Monate auf Hochzeiten verzichten. Auch Scheidungen sollten verschoben werden. Das empfahl das Justizministerium den Regionen im größten Land der Erde. Ab Juni könne wieder geheiratet werden. Begründet wurde dieser Schritt mit der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2. Am Dienstag wurden landesweit offiziell 2337 Corona-Fälle registriert. Hochzeiten sollen demnach in den nächsten Wochen nur noch in Ausnahmefällen erlaubt werden, wenn sich der Termin nicht mehr verschieben lässt. Dann können sich Ehepaare allerdings nur allein ohne die Familie und Freunde das Jawort geben.

31.03.2020

Thailand droht bei Aprilscherzen über Corona

Thailand versteht bei Aprilscherzen über das Coronavirus keinen Spaß. Es sei gegen das Gesetz, am 1. April vorzutäuschen, dass man Covid-19 habe, warnte die Regierung am Dienstag auf Twitter. Menschen auf der ganzen Welt litten unter dem Ausbruch der Krankheit. Das sei Grund genug, solche Scherze zu unterlassen. Thailand hat ein Gesetz, nach dem das Verbreiten von Fake News mit Gefängnis- und Geldstrafen geahndet werden kann.

In dem südostasiatischen Land sind bislang rund 1700 Infektionsfälle mit dem Coronavirus gemeldet worden sowie zehn Todesfälle infolge der Lungenkrankheit Covid-19, die von dem Virus ausgelöst wird.

31.03.2020

Ausnahme: Demonstration zu Corona mit zwei Teilnehmern erlaubt

Bei der bislang einzigen genehmigten Demonstration während der Corona-Kontaktsperre in Berlin hat ein Künstler die Einhaltung der Abstandsregeln gefordert. Zugleich verlangte er am Dienstag, dass alle Einschränkungen der Grundrechte direkt nach der Corona-Pandemie wieder aufgehoben werden müssten. Dazu stellte Rainer Opolka große Bronzefiguren von springenden Wölfen und nackten Frauen auf dem Alexanderplatz in Berlin auf. Opolka ist für seine Wolfsskulpturen bekannt, mit denen er bereits in mehreren Städten gegen Rechtsextremismus Stellung bezogen hat.

Demonstrationen sind derzeit nicht erlaubt, aber es gibt Ausnahmen. Innensenator Andreas Geisel (SPD) hatte am Montag gesagt, in diesem Fall habe man eine Erlaubnis erteilt. Es würden nämlich nur zwei Menschen in entsprechendem Abstand zueinander demonstrieren. „Insofern lassen wir das zu.“

Am Samstag hatten rund 200 Menschen am Kottbusser Tor in Berlin gegen Kapitalismus, steigende Mieten und für offene Grenzen demonstriert. Sie hielten dabei alle große Abstände zu anderen ein. Weil die Demonstration wegen der aktuellen Lage nicht genehmigt war, löste die Polizei sie auf.

31.03.2020

Berlin öffnet erstes Hostel für Obdachlose

In Berlin wird am Mittwochabend das erste Hostel für Obdachlose geöffnet. Die 200 Plätze in der Jugendherberge in der Kluckstraße in Berlin-Tiergarten stünden allen auf der Straße lebenden Menschen zur Verfügung – unabhängig von der Nationalität, sagte der Sprecher der Berliner Sozialverwaltung, Stefan Strauß, am Dienstag dem Evangelischen Pressedienst (epd). Jedes Zimmer werde mit maximal zwei Menschen belegt. Eine Etage mit 20 Plätzen sei nur für Frauen reserviert.

Akteure der Obdachlosenarbeit wie die Berliner Stadtmission und die Sozialgenossenschaft Karuna hatten wiederholt gefordert, Obdachlose während der Coronavirus-Pandemie in Hotels und Hostels unterzubringen, weil sie durch das Virus besonders gefährdet seien. Berlins Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Linke) hatte vergangene Woche einen „Rettungsschirm“ für Obdachlose angekündigt.

31.03.2020

Fußball-Bundesliga pausiert bis zum 30. April

Der Spielbetrieb in der Fußball-Bundesliga und der 2. Liga bleibt wegen der Corona-Pandemie bis mindestens zum 30. April ausgesetzt. Die Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga stimmte am Dienstag einem entsprechenden Antrag des DFL-Präsidiums zu.

31.03.2020

Gesundheitsministerin empfiehlt Schutzmasken gegen Coronavirus

Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) hat Atemschutzmasken gegen das Coronavirus ausdrücklich empfohlen. Sie halte es „für außerordentlich wichtig, dass man in der Öffentlichkeit eine Maske trägt“, sagte sie am Dienstag in Dresden. Von einer Maskenpflicht ist in Sachsen allerdings noch keine Rede. Köpping ließ zwischen den Zeilen auch die Gründe dafür durchblicken. „Pflicht heißt, dass auch jeder eine Maske kaufen kann. So weit sind wir noch nicht. Deswegen bin ich da ein bisschen vorsichtig in der Formulierung.“ Die Ministerin war aber fest davon überzeugt, dass sich das öffentliche Leben in Zukunft verändern wird. Deshalb sei es gut, schon jetzt mit dem Tragen einer Maske zu beginnen.

31.03.2020

470.000 Betriebe haben Kurzarbeit angezeigt

Bundesweit haben nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) rund 470.000 Betriebe Kurzarbeit wegen des Coronavirus angekündigt. Mit der Anzeige von Kurzarbeit starten die Betriebe das formale Verfahren, damit Beschäftigte Kurzarbeitergeld erhalten. Die Anzeigen kämen aus nahezu allen Branchen, teilte die Behörde am Dienstag mit. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) sagte in Berlin, sehr viele kämen aus dem Bereich Gastgewerbe und Handel. „Dadurch behalten Millionen von Beschäftigten ihren Job“, sagte Heil.

Wie viele Arbeitnehmer in den Betrieben davon betroffen sein werden, erfasst die BA in ihrer Statistik erst, wenn tatsächlich kurzgearbeitet wurde. Die Bundesregierung rechnet mit über zwei Millionen Beschäftigten, die in diesem Jahr auf Kurzarbeitergeld angewiesen sein werden. CDU-Arbeitsmarktexperte Peter Weiß rechnet mit über vier Millionen Kurzarbeitern. Der Rekordwert von 1,4 Millionen Kurzarbeitern im Frühjahr 2009 werde möglicherweise verdreifacht, sagte Weiß der Nachrichtenagentur Reuters.

31.03.2020

Schleswig-Holstein: Corona-Infizierter verließ Quarantäne – Kontakt zu drei Menschen

Ein Corona-Infizierter in Schleswig-Holstein hat nach Angaben der Behörden die häusliche Quarantäne verlassen und zu mindestens drei Menschen Kontakt gehabt. Das sagte eine Sprecherin des Kreises Rendsburg-Eckernförde am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Der Mann habe möglicherweise noch mehr Personen getroffen, dies werde derzeit überprüft. Zuvor hatten andere Medien über den Fall berichtet.

Der Mann war Mitte März aus einem Risikogebiet zurückgekehrt, er kam in häusliche Quarantäne und wurde positiv auf das neuartige Coronavirus getestet. Der Infizierte sei weiter in häuslicher Quarantäne, hieß es.

Der Quarantäne-Bruch fiel auf, als das Testergebnis des Mannes positiv ausfiel. In diesem Zusammenhang wurde er zu seinen Kontakten in den vergangenen 14 Tagen befragt. „Dabei stellte sich heraus, dass es Kontakte – während der bereits angeordneten häuslichen Quarantäne – nach außen gegeben hatte“, sagte die Kreissprecherin.

Dem Mann droht mindestens ein Bußgeld, möglicherweise auch eine Strafanzeige, sollten weitere Verstöße bekannt werden, sagte die Sprecherin des Kreises.

31.03.2020

Frankreich will künftig 15 Mio Schutzmasken pro Woche herstellen

Bis Ende April wird Frankreich nach den Worten von Präsident Emmanuel Macron in der Lage sein, 15 Millionen Schutzmasken pro Woche zu produzieren. Die Unternehmen Air Liquide, Valeo, Schneider Electric und PSA würden zusammenarbeiten, um mehr Beatmungsgeräte für das Land zu fertigen, kündigt Macron an. Die Regierung in Paris werde vier Milliarden Euro für die Beschaffung von Masken und Beatmungsgeräten bereitstellen. Künftig müsse mehr von dem, was im Kampf gegen die Pandemie benötigt werde, im eigenen Land produziert werden. Die Eigenständigkeit Frankreichs und Europas müsse in dieser Hinsicht wiederhergestellt werden.

31.03.2020

Unionsfraktionvize will Steueranreiz für Nutzung Corona-App

Der Einsatz der geplanten Corona-Tracking-App sollte den Bürgern dem Unionsfraktionsvize Thorsten Frei zufolge auch mit steuerlichen Anreizen schmackhaft gemacht werden. „Eine Steuergutschrift könnte die Bereitschaft zum Einsatz erhöhen“, sagt der stellvertretende CDU/CSU-Fraktionschef der Nachrichtenagentur Reuters. Er rechnet mit einer hohen Akzeptanz der Nutzung einer solchen App, die Bürger vor der Gefahr einer Corona-Infektion warnen soll. Es sei fraglich, ob ein verpflichtender Einsatz einer solchen App wirklich durchgesetzt werden könnte, fügt der CDU-Politiker hinzu.

31.03.2020

Spahn erwartet steigende Zahl von Intensivpatienten

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn rechnet mit einer Zunahme schwerer Corona-Fälle in Deutschland. „Wir haben steigende Infektionszahlen jeden Tag. Wir haben eine Dynamik über die letzten Wochen. Wir haben leider auch eine zunehmende Zahl von Todesfällen zu beklagen“, betont er nach einem Besuch der Uni-Klinik Düsseldorf. Die Kliniken würden sich darauf vorbereiten. So seien 45 Prozent der Intensivbetten in Deutschland frei gemacht worden. „Eins ist auch klar: Es wird in den nächsten Tagen auch eine steigende Zahl von Intensivpatienten und Beatmungspatienten geben.“

31.03.2020

Russland beschließt strenge Strafen bei Quarantäne-Verstößen

In Russland werden Quarantäne-Verstöße künftig mit bis zu sieben Jahren Haft bestraft. Das Unterhaus des russischen Parlaments verabschiedete am Dienstag im Eilverfahren ein entsprechendes Gesetz. Zudem wurden die Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie ausgeweitet. In mehr als 40 der 85 Regionen Russlands ist das öffentliche Leben damit weitgehend lahmgelegt.

Wer die Quarantäne missachtet und damit absichtlich viele Menschen infiziert oder den Tod eines anderen verursacht, dem drohen bis zu fünf Jahre Haft. Sterben zwei oder mehr Menschen, können bis zu sieben Jahre Haft verhängt werden. Die Abgeordneten der Duma verabschiedeten zudem ein Gesetz, das es der Regierung ermöglicht, den landesweiten Notstand auszurufen. Die Duma beriet am Dienstag zudem über einen Gesetzentwurf, der bis zu fünf Jahre Haft für das Verbreiten von Falschinformationen über das Coronavirus vorsieht.

31.03.2020

Sachsen verlängert Ausgangsbeschränkungen bis 20. April

Sachsen verlängert die Ausgangsbeschränkungen im Zusammenhang mit der Corona-Krise bis 20. April. Das hat das Kabinett am Dienstag in Dresden beschlossen, wie die Regierung nach der Sitzung mitteilte.

31.03.2020

Rostock will Infizierte nicht melden

Die Hansestadt Rostock wird der Aufforderung des Landesgesundheitsministeriums an die Kommunalbehörden nicht folgen, täglich eine aktualisierte Liste von Covid-19-infizierten Personen an die beiden Polizeipräsidien zu übermitteln. Der Empfängerkreis der Listen sei nicht hinreichend bestimmt und der Auskunftsanspruch können nur individuell, aber nicht für Gruppen gelten, sagte Rostocks Sozialsenator Steffen Bockhahn (Linke) der Deutschen Presse-Agentur. „Das quasi öffentliche Benennen Infizierter hat schon mehrfach schlimme Konsequenzen gehabt.“ Bockhahn erinnerte dabei an die Behandlung von HIV-Erkrankten in den 1980-Jahren. „Wir sollten aus der Geschichte lernen. Rostock wird diese Listen in der geforderten Form nicht anfertigen und nicht übergeben.“

Der Übertragungsweg des Sars-CoV-2-Virus sei die Tröpfcheninfektion. „In gleicher Weise werden auch andere Krankheiten mit vergleichbarer oder höherer Todesrate übertragen“, sagte Bockhahn und verwies dabei auf Influenza-, Tuberkulose- oder Masern-Erkrankungen. „Konsequenterweise müssten auch zu diesen Infektionen Listen erstellt werden und diese Idee zeigt, wie absurd und unangemessen die Weisung ist.“ Zu einem geeigneten und konstruktiven Miteinander, auch zum Schutz der Polizei, sei das Gesundheitsamt jederzeit bereit.

Das Gesundheitsministerium hatte ein Schreiben an Landkreise und kreisfreie Städte geschickt. Darin werden diese aufgefordert, täglich aktuelle Listen mit den Covid-19-Infizierten an die Polizei zu geben.

31.03.2020

AfD-Klage abgewiesen: Landtag darf Sitzung absagen

Der Verfassungsgerichtshof von Baden-Württemberg hat eine Klage gegen das Aussetzen von zwei Sitzungstagen des Landtags wegen der Corona-Krise abgewiesen. Das Gericht in Stuttgart wies am Dienstag die Verfassungsbeschwerde des fraktionslosen Abgeordneten und ehemaligen AfD-Politiker Heinrich Fiechtner ab, der gegen die Absage der Plenarsitzungen am 1. und 2. April geklagt hatte.

Das Landtagspräsidium, in dem alle Fraktionen vertreten sind, hatte die beiden Termine wegen der Gefahr der Verbreitung des Virus abgesagt. Gegen diese Entscheidung legte Fiechtner Verfassungsbeschwerde ein. Er warf Landtagspräsidentin Muhterem Aras „Willkür“ vor und führte ins Feld, dass der Landtag gerade in der Krise handlungsfähig bleiben müsse.

Der Verfassungsgerichtshof entschied nun, dass Fiechtner als einzelner Abgeordneter nicht klageberechtigt sei, weil er in der Ausübung seines Mandats durch die Entscheidung des Präsidiums nicht beeinträchtigt werde. Weiterhin gelte die Landesverfassung, in der geregelt sei, dass das Parlament zusammentreten müsse, wenn ein Viertel seiner Mitglieder eine Sitzung beantrage.

31.03.2020

Frankreich: Corona-Mittel möglicherweise tödlich

Die französische Arzneimittelbehörde (ANSM) warnt vor gefährlichen Nebenwirkungen bis hin zu Todesfällen bei experimentellen Methoden zur Behandlung der Lungenkrankheit Covid-19. Krankenhäuser hätten bei ihren Corona-Patienten rund 30 schwere Nebenwirkungen von Medikamenten festgestellt, die derzeit von europäischen Forschern getestet werden, sagte ANSM-Generaldirektor Dominique Martin der Nachrichtenagentur AFP. Auch drei Todesfälle könnten mit der Behandlung in Zusammenhang stehen.

Den Corona-Patienten wurde in französischen Kliniken unter anderem das Arzneimittel Plaquenil verabreicht. Es enthält den Wirkstoff Hydroxychloroquin, der in der Malaria-Prophylaxe Anwendung findet. Zudem wurde Kaletra eingesetzt, mit einer Kombination aus den Wirkstoffen Lopinavir und Ritonavir, die üblicherweise zur Behandlung von HIV-Patienten genutzt werden.

Der Präsident der Arzneimittelbehörde ermahnte alle Bürger, solche Medikamente „in keinem Fall“ eigenmächtig einzunehmen. Sie dürfen in Frankreich nur unter strikter ärztlicher Aufsicht im Krankenhaus eingesetzt werden.

Martin sagte, angesichts der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus sei es „ganz normal“, dass auch experimentelle Behandlungsmethoden zur Anwendung kämen. Diese müssten aber von Experten überwacht werden. Dies gelte insbesondere für die Kombination aus Hydroxychloroquin und dem Antibiotikum Azithromycin.

Die gleichzeitige Gabe dieser Mittel „potenziert das Risiko“ für Herzrhythmusstörungen, die zu einem Herzinfarkt führen könnten, warnte der Behördenchef. Dies gelte umso mehr für Patienten, die an Covid-19 erkrankt seien.

31.03.2020

RKI: Pandemie geht noch Monate weiter

Der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, weist darauf hin, dass die Strategie gegen das Coronavirus weiter Bestand habe: Eindämmung, Schutz der besonders gefährdeten Personen, Aufstockung der Kapazitäten. Die Pandemie gehe weiter und werde noch einige Wochen und Monate weitergehen, sagt Wieler in Berlin.Der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, weist darauf hin, dass die Strategie gegen das Coronavirus weiter Bestand habe: Eindämmung, Schutz der besonders gefährdeten Personen, Aufstockung der Kapazitäten. Die Pandemie gehe weiter und werde noch einige Wochen und Monate weitergehen, sagt Wieler in Berlin.

31.03.2020

Bayerns Innenminister: Polizei bei Missachtung der Regeln informieren

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann fordert die Bürger dazu auf, Verstöße gegen die Kontaktbeschränkungen direkt anzusprechen oder sie notfalls auch der Polizei zu melden. „Steht man beispielsweise in der Schlange im Supermarkt und stellt fest, dass jemand die Sicherheitsabstände nicht einhält, kann man darauf hinweisen, die Regeln einzuhalten“, sagt der CSU-Politiker RTL/ntv. Bei schwereren Verstößen sei es richtig, die Polizei zu informieren. Diese müsse „darauf hingewiesen werden, wenn es jemand nicht einsehen mag“

31.03.2020

Experten warnen vor Folgen psychischer Belastung

Die psychische Belastung der Bundesbürger durch die Coronavirus-Pandemie ist nach Ansicht von Experten in Krisenplänen noch nicht ausreichend berücksichtigt. „Die Fachleute müssen sich darauf einstellen, dass sowohl eine Welle von Gesunden kommen wird, die plötzlich Ängste hat, die behandelt werden müssen – als auch auf die Verschlechterung der Symptomatik von bereits psychisch Erkrankten“, sagte die Berliner Psychiaterin Iris Hauth, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde. In China hätten sich Krisentelefone als hilfreich erwiesen. Bereits psychisch erkrankte Menschen benötigten weitergehende Hilfen wie zum Beispiel Video-Sprechstunden.

31.03.2020

Erste deutsche Großstadt mit Schutzmaskenpflicht

Die Stadt Jena folgt dem Beispiel Österreichs und führt eine Schutzmaskenpflicht ein. Diese soll ab kommender Woche in “Jenaer Verkaufsstellen, dem öffentlichen Nahverkehr und Gebäuden mit Publikumsverkehr” gelten, heißt es auf der Webseite der Stadt. “Dadurch wird die Sicherheit von Personal im öffentlichen Leben erhöht. Neben Masken werden auch Tücher oder Schals als Schutz anerkannt. Diese müssen aber auch die Nase und den Mund abdecken”, so die Ankündigung. Derzeit gibt es in Jena 119 gemeldete Corona-Fälle.

Die Stadt hat nach eigenen Angaben eine Grundausstattung an Masken. Damit wolle man Pflegekräfte, Ärzte, Fahrer im öffentlichen Nahverkehr und andere Menschen in systemrelevanter Infrastruktur versorgen. An die Bevölkerung erging die Bitte: „Nähen Sie sich selbst und anderen Menschen den wichtigen Mund-Nasen-Schutz, um die Verbreitung des Virus einzudämmen.“

31.03.2020

Experten: Mafia wird nach Corona-Krise wieder zuschlagen

Mafia-Experten in Italien gehen davon aus, dass sich die Kriminellen während der Corona-Pandemie zurückhalten. Denn auch sie litten unter den Ausgangsbeschränkungen. Nach der Krise würden sie ihre Aktivitäten dann gezielt wiederaufnehmen, erklärte der Chef der italienischen Anti-Mafia-Behörde DIA, Giuseppe Governale. „Sie warten auf bessere Zeiten.“

Der italienische Staatsanwalt und führende Anti-’Ndrangheta-Ermittler Nicola Gratteri fürchtet vor allem, dass Kriminelle versuchen werden, von einer anstehenden Rezession zu profitieren. Er warnt vor potenziellen Mafia-Kredithaien, die die Notlage angeschlagener Unternehmen nutzen könnten. Gerade deshalb müsse die Regierung nun schnell Finanzhilfen auf den Weg bringen. „Wenn die Regierung den Unternehmen jetzt (...) keine richtige Unterstützung anbietet, dann gehen die Leute bankrott“, sagte er.

31.03.2020

Corona-Krise verunsichert getrennte lebende Eltern

Die Corona-Pandemie verschärft bei getrennt lebenden Eltern zum Teil den Streit um den Umgang mit den gemeinsamen Kindern. Mehr als 100 Anfragen verunsicherter Mütter und Väter seien allein in der vergangenen Woche eingegangen, sagte ein Sprecher des Interessenverbands Unterhalt und Familienrecht in Nürnberg. In manchen Familien sei die Corona-Krise aber auch eine Chance. Wegen der geschlossenen Kitas und Schulen teilten sich getrennt lebende Eltern die Betreuung ihrer Söhne und Töchter oft viel selbstverständlicher.

31.03.2020

Südkorea mit Anstieg von Neuinfektionen

Die Zahl der täglich erfassten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Südkorea ist wieder auf mehr als 100 gestiegen. Am Montag seien 125 Fälle hinzugekommen, teilten die Gesundheitsbehörden am Dienstag mit. Damit wurden bisher 9786 Menschen positiv auf den Sars-CoV-2-Erreger getestet. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Virus kletterte um vier auf 162.

Seit Tagen verzeichnet Südkorea bei neuen Infektionsfällen einen stetigen Wechsel von an- und absteigenden Zahlen. Sorgen bereiten den Behörden nach wie vor lokale Häufungen von Infektionen sowie eine zunehmende Zahl „importierter“ Fälle.

31.03.2020

Investoren rechnen mit Flaute am Immobilienmarkt

Angesichts der Corona-Krise rechnen Investoren mit sinkenden Verkäufen und teils fallenden Preisen am Immobilienmarkt. Vom Optimismus zum Jahresende 2019 sei wenig geblieben, heißt es in einer Umfrage der Beratungsgesellschaft EY. Nur 16 Prozent der Investoren rechnen demnach mit steigenden Preisen für Häuser und Wohnungen in Deutschland in diesem Jahr. Vor drei Monaten hatten noch 55 Prozent Preisaufschläge erwartet. Während vor Ausbruch der Pandemie in Deutschland vier Prozent sinkende Preise bei Wohnimmobilien sahen, sind es nun schon 34 Prozent. Die Hälfte der Befragten rechnet aber mit gleichbleibenden Preisen trotz der Krise.

31.03.2020

Japaner sollen ein Drittel der Welt meiden

Japans Außenminister Toshimitsu Motegi ruft dazu auf, Reisen in 73 Länder zu unterlassen. Dies entspricht einem Drittel aller Länder der Welt. Das Ministerium veröffentlicht sogenannte „Level 3“-Reisewarnungen unter anderem gegen die Vereinigten Staaten, Kanada, China, Südkorea, Großbritannien. Die Regierung werde wahrscheinlich die Einreise von nicht-japanischen Staatsangehörigen aus den neu hinzugekommenen Ländern verbieten, wie es bei den bisherigen Ländern auf der Liste der Reiserestriktionen bereits der Falle sei, sagte Motegi.

31.03.2020

Mehrheit der Deutschen für Absage von Sportveranstaltungen

Drei Viertel der Deutschen sind angesichts der unsicheren Zeiten wegen der Corona-Pandemie für die komplette Absage beziehungsweise Verschiebung großer Sportveranstaltungen. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov hervor. Besonders ältere Menschen ab 55 Jahren (82 Prozent) plädieren dafür, teilte YouGov mit. Dagegen sei nur jeder zweite der Befragten (52 Prozent) der Generation Z im Alter zwischen 18 und 24 Jahren für diese gravierenden Maßnahmen.

Lediglich sieben Prozent sind dafür, dass der größte Teil der Sportveranstaltungen stattfinden sollte – wenn auch als „Geisterspiele“ ohne Zuschauer. Am häufigsten sprachen sich die jüngeren Menschen bis 34 Jahre (13 und 14 Prozent) für diese Option aus, am seltensten die Gruppe der über 55-Jährigen – nur zwei Prozent. Ein Drittel plädierte für Verschiebung von Sportevents unabhängig vom Zeitpunkt.

31.03.2020

Fernfahrer mit scharfer Kritik an hygienischen Zuständen an Routen

Schlechte hygienische Zustände für Fernfahrer entlang ihrer Routen sorgen für scharfe Kritik in der Branche. „Manche Firmen behandeln die Fahrer wie Aussätzige“, sagte der Chef des Bundesverbands Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL), Dirk Engelhardt. „Ich verstehe jeden Fahrer, der im Moment sauer ist.“ Die Unternehmen müssten auf ihren Firmenhöfen entweder Waschräume nur für die Fernfahrer öffnen oder vernünftige Sanitärcontainer mit Duschen aufstellen, forderte Engelhardt. „Einfache Mobiltoiletten sind keine Alternative.“

31.03.2020

UN-Sicherheitsrat beschließt erstmals Resolutionen per E-Mail

Auch der UN-Sicherheitsrat tagt wegen der Coronavirus-Pandemie virtuell und hat am Montag (Ortszeit) erstmals mit einer Stimmabgabe per E-Mail vier Resolutionen beschlossen. Die 15 Mitglieder votierten einstimmig dafür, die Friedensmission UNAMID in der sudanesischen Krisenregion Darfur noch bis Ende Mai weiterlaufen zu lassen und die UN-Mission in Somalia bis Ende Juni aufrechtzuerhalten. Auch das Mandat für ein Expertengremium, das die Sanktionen gegen Nordkorea überwacht, wurde bis zum 30. April 2021 verlängert. In der vierten Resolution bekräftigte das einflussreichste UN-Gremium, wie wichtig es sei, die Blauhelmmissionen rund um den Erdball weiter zu unterstützen.

Die letzte reguläre Sitzung des Sicherheitsrates im UN-Hauptquartier in New York war am 12. März, als auch das Mandat der Friedensmission im Südsudan verlängert worden war. Seitdem gab es Videokonferenzen zwischen den Mitgliedern.

31.03.2020

Laborärzte: Flächendeckende Coronavirus-Tests „illusorisch“

Für großflächige Coronavirus-Tests in der Bevölkerung sieht der Berufsverband Deutscher Laborärzte (BDL) momentan keine Möglichkeiten. „Die wünschenswerte flächendeckende Testung ist derzeit illusorisch“, sagte der BDL-Vorsitzende Andreas Bobrowski. Die Testmaterialien wie Entnahmesets und Reagenzien für die Labore würden von Tag zu Tag knapper. Auch die Lieferzeiten der ebenfalls erforderlichen PCR-Geräte seien derzeit extrem lang. Bei PCR-Tests werden Abstriche aus Nase oder Rachen genommen und im Labor mithilfe dieser Geräte auf Viren-Erbgut untersucht.

31.03.2020

Weltbank: Corona-Krise könnte Millionen in Asien verarmen lassen

Die Weltbank hat vor dramatischen wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise in China und anderen Teilen Asiens gewarnt. Die Region werde je nach Entwicklung in den kommenden Monaten entweder ein deutlich geringeres Wirtschaftswachstum verzeichnen oder sogar einen Rückgang, teilte die Weltbank in einem Bericht vom Montag mit. Millionen Menschen könnten dadurch verarmen.

Die aktualisierte Prognose für 2020 sieht ein Wirtschaftswachstum von 2,1 Prozent für die Region Ostasien/Pazifik in diesem Jahr voraus, deutlich weniger als die 5,8 Prozent im Jahr 2019. Das sei aber nur möglich, wenn es ab dem Sommer wieder zu einer wirtschaftlichen Erholung komme. Sollten die Folgen der Corona-Pandemie sich aber bis ins nächste Jahr ziehen, würde die Wirtschaft der Region um 0,5 Prozent schrumpfen. Das wäre der schlechteste Wert seit der Währungskrise von 1997 bis 1998, durch die 40 Prozent der Welt in eine Rezession rutschten.

31.03.2020

Virus zeigt Abhängigkeit der USA von billigen medizinischen Importen

Der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer will infolge der Lieferengpässe aus China die Produktion von medizinischer Ausrüstung in den USA fördern. „Leider lernen wir wie andere in dieser Krise, dass die Abhängigkeit von anderen Ländern als Bezugsquelle billiger medizinischer Produkte eine strategische Anfälligkeit für unsere Wirtschaft geschaffen hat“, sagte Lighthizer am Dienstag den Handelsministern der Gruppe der 20 wichtigsten Volkswirtschaften (G20). Washington sei sich einig, dass es notwendig sei, Störungen in der Lieferkette zu beseitigen. „Für die Vereinigten Staaten wollen wir die Diversifizierung der Lieferketten versuchen und mehr Produktion im eigenen Land fördern.“

31.03.2020

Anlage der US Open wird wegen Corona umfunktioniert

Auf dem Gelände der US Open gibt es demnächst 350 temporäre Krankenhausbetten für die von der Coronavirus-Pandemie hart getroffenen Bewohner der Stadt New York. Zudem soll eine der Küchen im Billie Jean King National Tennis Center in Flushing Meadows zur Zubereitung von 25.000 Essenspaketen täglich genutzt werden. Verteilt werden die unter anderem an Patienten, Helfer und Schulkinder. Die Umrüstung der Anlage soll am Dienstag beginnen, berichteten US-Medien am Montag (Ortszeit). New York ist mit mehr als 38.000 Fällen die Stadt mit den meisten Coronavirus-Infizierten in den USA.

31.03.2020

Pastor in Florida will Kirche nicht schließen - Festnahme

Ein evangelikaler Pastor in Florida, der trotz der Schutzmaßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus Großveranstaltungen in seiner Kirche abgehalten hat, ist nach einem Bericht des Senders CNN festgenommen worden. Der US-Sender schrieb am Montag auf seiner Homepage: „Pastor Rodney Howard-Browne sagte, er werde die Türen seiner Megakirche in Tampa, Florida, nicht schließen, bevor nicht die Endzeit beginnt. Die Polizei war nicht bereit, so lange zu warten.“

31.03.2020

USA Rugby meldet Insolvenz an

Der amerikanische Rugbyverband hat inmitten der Corona-Krise Insolvenz angemeldet. Wie USA Rugby am Montag (Ortszeit) auf seiner Homepage mitteilte, sei der Einnahmeverlust durch die Pandemie in der ohnehin schwierigen finanziellen Lage des Verbands zu viel gewesen. Mit finanzieller Hilfe des Weltverbands könnte aber ein Neustart gelingen.

31.03.2020

Große Pyramide in Gizeh mit Slogans zur Corona-Krise erleuchtet

Auf die Große Pyramide in Gizeh sind Botschaften zur Coronavirus-Pandemie projiziert worden. „Bleibt sicher“, „Bleibt zu Hause“ und „Dank an jene, die uns sicher halten“ war am Montagabend in blauen und grünen Lichtzeichen auf dem mächtigen Grabmal des Pharaos Cheops nahe der ägyptischen Hauptstadt Kairo zu lesen. Die Pyramiden von Gizeh sind ebenso wie zahlreiche andere Touristenattraktionen des Landes wegen der Pandemie derzeit geschlossen.

31.03.2020

American Airlines will bis zu zwölf Milliarden aus US-Hilfspaket anfordern

Die amerikanische Fluglinie American Airlines will eine Finanzspritze in zweistelliger Milliardenhöhe beantragen. Bis zu zwölf Milliarden Dollar an staatlichen Hilfen seien nötig, um in den nächsten sechs Monaten keine unplanmäßigen Entlassungen oder Gehaltskürzungen vornehmen zu müssen, sagten Geschäftsführer Doug Parker und Präsident Robert Isom am Montag in einer Mitteilung an die Mitarbeiter. American hat Anspruch auf etwa sechs Milliarden Dollar an Lohnzuschüssen und sechs Milliarden Dollar an Krediten im Rahmen eines Konjunkturpakets, das Fluggesellschaften und anderen Unternehmen helfen soll, einen Abschwung durch das Coronavirus zu überstehen. Mit den staatlichen Mitteln und seiner eigenen Liquidität würde der Konzern in der Lage sein, „auch die schlimmsten potenziellen Zukunftsszenarien zu durchfliegen“, sagten die Führungskräfte in dem Memo. Gemäß den Lohnzuschüssen können Fluggesellschaften vor dem 30. September keine Mitarbeiter entlassen. „Wir hoffen und erwarten, dass bis dahin das Virus eingedämmt wird, die Amerikaner wieder fliegen und wir wieder einen vollen Flugplan haben“, sagten Parker und Isom.

31.03.2020

Ex-CBF-Präsident Marin kommt wegen Corona aus US-Haft frei

Der in den USA inhaftierte ehemalige brasilianische Fußballfunktionär José Maria Marin kann unter anderem wegen der Ausbreitung des Coronavirus entlassen werden. Das ordnete ein Gericht in New York am Montag an. Nach Berichten brasilianischer Medien nutzte die Verteidigung die Covid-19-Pandemie, das fortgeschrittene Alter (87) und die gesundheitlichen Probleme als Argumente für eine vorzeitige Freilassung des früheren Präsidenten des brasilianischen Fußballverbandes CBF.

31.03.2020

Kanada hilft Ureinwohnern beim Umzug in die Wildnis

In der Corona-Krise hilft Kanadas Regierung den Ureinwohnern des Landes dabei, sich in der arktischen Wildnis zu verteilen. Dafür sollen rund 2,6 Millionen (rund 1,6 Millionen Euro) kanadische Dollar zu Verfügung gestellt werden, teilte die Regierung in Ottawa am Montag (Ortszeit) mit.

Viele Ureinwohner in dem Gebiet Nordwest-Territorien im Norden Kanadas lebten eng zusammen in großen Familienverbünden, weil es zu wenig Häuser und Wohnungen gebe, sagte Kami Kandola, Gesundheitsbeauftragter der Region. Viele von ihnen wollen nun in Jagd- oder Fischerhütten in der Wildnis des Gebiets ziehen, wo sie besser voneinander Abstand halten können, um sich und andere so vor einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus zu schützen.

„Unsere Ältesten und Weisesten haben uns immer gesagt: „Es wird ein Tag kommen, an dem wir auf das Land gehen müssen.“ Und jetzt ist dieser Tag“, sagte Norman Yakeleya, Chef der Dene-Ureinwohner.

31.03.2020

Spanien verbietet wegen Coronavirus alle Beerdigungszeremonien

Spanien hat wegen der Coronavirus-Pandemie alle Beisetzungszeremonien verboten. Die Teilnehmerzahl bei Bestattungen ist bis auf Weiteres auf maximal drei dem Verstorbenen nahe stehende Menschen beschränkt, wie es in einem am Montag veröffentlichten Regierungsdekret heißt. Die Einschränkungen bei Beerdigungen gelten bis zum Ende des derzeitigen offiziellen landesweiten Notstandes, der vorerst bis zum 11. April befristet ist.

31.03.2020

Verbraucherzentralen warnen vor Betrügern in Corona-Zeit

Die Verbraucherzentralen warnen vor Betrügern im Internet in Zeiten der Coronavirus-Pandemie. „Extremsituationen verstärken gute und schlechte Verhaltensweisen. Einerseits beobachten wir in der Coronakrise beeindruckende Wellen der Solidarität. Andererseits ruft die Krise auch Betrüger und windige Geschäftemacher auf den Plan, welche die Ängste und Sorgen der Menschen ausnutzen wollen, um sich zu bereichern“, sagte der Vorstand des Verbraucherzentralen-Bundesverbands, Klaus Müller, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Wir erhalten inzwischen täglich Hinweise von Verbrauchern im Zusammenhang mit der Coronakrise.“

31.03.2020

Trump: Einreisestopp für Europäer soll verlängert werden

Der zunächst auf einen Monat begrenzte Einreisestopp der US-Regierung für Besucher aus Europa soll verlängert werden. Diese und ähnliche Beschränkungen würden in Kraft bleiben und möglicherweise sogar verschärft werden, sagte US-Präsident Donald Trump am Montag im Garten des Weißen Hauses. Dies werde dabei helfen, die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu begrenzen, sagte Trump. „Es ist sehr wichtig, Grenzen zu haben.“

Es blieb zunächst unklar, bis wann der Einreisestopp, der eigentlich Mitte April auslaufen sollte, verlängert werden sollte. Trump hatte am Sonntag bekannt gegeben, dass die restriktiven Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Epidemie in den USA bis Ende April verlängert werden sollen.

Etwa seit Mitte März können Menschen aus dem Schengenraum, Großbritannien und Irland nicht mehr in die USA reisen. Ausgenommen davon sind nur US-Amerikaner, bestimmte Diplomaten und Europäer, die eine langfristige Arbeitsgenehmigung in den USA haben, eine sogenannte „Green Card“. Auch deren Angehörige sind ausgenommen. Die Regelung sollte zunächst für 30 Tage gelten.

31.03.2020

Ford und GE versprechen 50 000 Beatmungsgeräte in 100 Tagen

Der zweitgrößte US-Autobauer Ford will im Kampf gegen die Corona-Krise zusammen mit dem Industriekonzern General Electric (GE) 50.000 Beatmungsgeräte in 100 Tagen herstellen. Die Produktion soll am 20. April beginnen und mit rund 500 Beschäftigten in drei Schichten fast rund um die Uhr laufen, wie Ford am Montag mitteilte. Die Unternehmen gehen davon aus, ab Anfang Juli eine Fertigungskapazität von 30.000 Geräten pro Monat zu erreichen.

Ford und GE hatten vor rund einer Woche angekündigt, die Kräfte zu bündeln, um die Produktion dringend zur Bewältigung der Corona-Pandemie benötigter Beatmungsgeräte zu beschleunigen. Zuvor hatten einige Konzerne, darunter auch Fords großer Rivale General Motors (GM), der US-Regierung Hilfe angeboten. Präsident Donald Trump ging es jedoch nicht schnell genug – er wandte am Freitag ein für Kriegszeiten gedachtes Gesetz an, um den Druck auf GM zu erhöhen.

31.03.2020

USA schicken Schutzausrüstung nach Italien

Die USA werden nach Angaben von Präsident Donald Trump Schutzausrüstung in Wert von etwa 100 Millionen Dollar nach Italien schicken. Er habe dies dem Ministerpräsidenten des Landes in einem Gespräch mitgeteilt, sagt Trump. Zuvor rief Trump die US-Bürger auf, im Kampf gegen das Virus weiter auf Distanz zueinander zu bleiben. Jeder könne dabei helfen, „diesen Krieg zu gewinnen“, sagte er. „Das ist unsere gemeinsame patriotische Pflicht.“ Die kommenden 30 Tage würden eine Herausforderung werden.

31.03.2020

UN warnen vor verheerender Corona-Entwicklung in Syrien

Ein Todesfall und zehn bestätigte Fälle der Lungenerkrankung Covid-19 in Syrien sind nach Ansicht der Vereinten Nationen lediglich „die Spitze des Eisbergs“. Die Coronavirus-Krise werde auf zerbrechliche Gemeinschaften wie jene in dem Bürgerkriegsland eine „zerstörerische Auswirkung“ haben, sagte UN-Nothilfekoordinator Mark Lowcock am Montag im Weltsicherheitsrat.

In Syrien sei der Umgang mit Covid-19 besonders erschwert, weil mit Stand Ende 2019 nur die Hälfte der Krankenhäuser und medizinischen Einrichtungen des Landes voll funktionsfähig seien, sagte Lowcock. Problematisch sei auch, dass viele Menschen innerhalb Syriens auf der Flucht seien oder in beengten Lagern lebten. Außerdem fehlten Ausrüstung wie Beatmungsgeräte, Schutzmasken und Einmalhandschuhe, sagte Lowcock.

31.03.2020

Trump: Mehr als eine Million Coronavirus-Tests in den USA

Die USA haben nach Angaben von US-Präsident Donald Trump bereits mehr als eine Million Menschen auf das Coronavirus getestet. „Heute haben wir einen wichtigen Meilenstein im Krieg gegen das Coronavirus erreicht“, sagte Trump am Montagabend (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus. Gesundheitsminister Alex Azar sagte, täglich würden inzwischen fast 100.000 Tests ausgeführt.

Die Trump-Regierung war in die Kritik geraten, weil die Tests auf das Coronavirus in den USA zunächst fehlerhaft waren und extrem schleppend anliefen. Gouverneure von Bundesstaaten beklagen, dass es immer noch nicht genug Tests gibt. In den USA gibt es inzwischen rund 160.000 bestätigte Infektionen mit dem neuen Coronavirus – mehr als in jedem anderen Land der Welt. Rund 3000 Menschen starben.

30.03.2020

Finnland will Corona-Maßnahmen bis 13. Mai verlängern

Die finnische Regierung will die von ihr ergriffenen Maßnahmen gegen eine Ausbreitung des neuartigen Coronavirus verschärfen und verlängern. Alle bisher geltenden Maßnahmen sollen um einen Monat bis zum 13. Mai verlängert werden, wie Ministerpräsidentin Sanna Marin und einige ihrer Kabinettsmitglieder auf einer Pressekonferenz in Helsinki sagten. Das Parlament, in dem Marins Regierungskoalition eine breite Mehrheit hat, muss all dem vor dem Inkrafttreten noch zustimmen.

Unter anderem wird die Verlängerung für die Finnen bedeuten, dass Schulen im Land weiter geschlossen bleiben und die Schüler ab der vierten Klasse aus der Ferne unterrichtet werden sollen. Zudem soll das öffentliche Versammlungsverbot für mehr als zehn Personen bis zum 31. Mai ausgeweitet werden, bis dahin soll auch die geplante Schließung von Restaurants, Cafés und Kneipen gelten. Darüber hinaus sollen strenge Regelungen für den Grenzverkehr im Norden und Westen des Landes eingeführt werden. Der Schiffsverkehr soll künftig nur noch für Güter und Fracht offen sein, Passagiere dürfen dann nicht mehr per Schiff unterwegs sein.

30.03.2020

Deutlicher Anstieg der Intensiv-Fälle in Kalifornien

Kalifornien berichtet von einem deutlichen Anstieg der schweren Fälle. Die Zahl der Coronavirus-Patienten auf den Intensivstationen habe sich in den vergangenen vier Tagen verdreifacht, berichtet Gouverneur Gavin Newsom. Genaue Zahlen nennt er nicht. Der bevölkerungsreichste US-Bundesstaat hat etwa 40 Millionen Einwohner.

30.03.2020

Innenminister für Beibehaltung der Maßnahmen zur Corona-Eindämmung

Die Innenminister von Bund und Ländern haben sich für eine Beibehaltung der Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Ausbreitung ausgesprochen. Die Maßnahmen „müssen in aller Konsequenz aufrechterhalten und durchgesetzt werden“, erklärten die Ressortchefs nach Angaben des Bundesinnenministeriums nach einer Telefonkonferenz.

„Wir sind erst am Anfang der Pandemie und dürfen nicht frühzeitig die notwendigen Maßnahmen zur Unterbrechung der Infektionsketten aufheben“, sagte Bundesminister Horst Seehofer (CSU) laut Mitteilung. „Ich appelliere deshalb eindringlich an alle Bürgerinnen und Bürger, nicht nachzulassen und sich weiterhin an die Kontaktbeschränkungen zu halten. Das ist zwingend erforderlich, um Leben zu retten.“

Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Thüringens Ressortchef Georg Maier (SPD), ergänzte demnach, die notwendigen Kontaktbeschränkungen müssten erst Wirkung erzielen. „Es gibt noch keine verlässlichen Zahlen, ob und in welcher Weise die eingeleiteten Schritte wirken. Deshalb kommt eine Lockerung der Maßnahmen gegenwärtig nicht in Betracht. Die Polizei wird weiterhin konsequent gegen Verstöße vorgehen.“

30.03.2020

Ausgangssperre wegen Coronavirus in Italien bis Ostern verlängert

Die wegen der Corona-Pandemie in Italien verhängte Ausgangssperre wird bis Ostern verlängert. Die vor drei Wochen angeordnete landesweite Ausgangssperre gelte noch mindestens bis zum 12. April, teilte Gesundheitsminister Roberto Speranza am Montagabend in Rom mit. Damit folge die Regierung der Empfehlung ihres wissenschaftlichen Beratergremiums, alle Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie aufrechtzuerhalten.

30.03.2020

Kanada will jeder Firma ab 30 Prozent Umsatzrückgang helfen

Die kanadische Regierung will jedes Unternehmen unterstützen, das einen Umsatzrückgang von 30 Prozent oder mehr erlitten hat. „Die Zahl Ihrer Beschäftigten wird nicht darüber entscheiden, ob Sie diese Hilfe erhalten oder nicht“, sagt Ministerpräsident Justin Trudeau in Ottawa. Einzelheiten des Programms sollen am Dienstag bekanntgegeben werden.

30.03.2020

New Yorks Gouverneur: „Vergesst die Politik! Wir sind in einer nationalen Krise, es gibt jetzt keine Politik!“

Angesichts drastisch steigender Infiziertenzahlen in der Corona-Pandemie hat New Yorks Gouverneur die Vereinigten Staaten zur Einheit aufgerufen. „Wenn es zu diesem Zeitpunkt eine Spaltung gibt, dann wird das Virus uns besiegen. Wenn es jemals einen Moment für Einheit gab, dann ist das dieser Moment“, sagte Andrew Cuomo am Montag bei seiner täglichen Pressekonferenz in New York. „Vergesst die Politik! Wir sind in einer nationalen Krise, es gibt jetzt keine Politik!“. Der 62-Jährige nahm damit indirekt Bezug auf die anhaltenden Grabenkämpfe zwischen Demokraten und Republikanern während der Pandemie. Cuomo ist Demokrat, US-Präsident Donald Trump Republikaner.

Der Gouverneur appellierte an das medizinische Personal anderer US-Bundesstaaten: „Ich bitte Mitarbeiter des Gesundheitswesens im ganzen Land: Wenn die Situation in Ihrer eigenen Gemeinde gerade nicht dringend ist, kommen Sie bitte nach New York.“ Es werde dringend Unterstützung für Krankenschwestern und Ärzte gebraucht. Derweil kletterte die Zahl der Corona-Toten in New York im Vergleich zum Vortag um 253 auf 1218. Die Zahl der bestätigten Infektionen liegt bei über 66.000 – 9500 von diesen Patienten liegen im Krankenhaus.

30.03.2020

Coronavirus-Test bei Netanjahu fällt negativ aus

Ein Test auf eine Infektion mit dem Coronavirus ist bei dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu negativ ausgefallen, wie er auf Twitter mitteilt. Das Virus war zuvor bei einem seiner Berater nachgewiesen worden.Ein Test auf eine Infektion mit dem Coronavirus ist bei dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu negativ ausgefallen, wie er auf Twitter mitteilt. Das Virus war zuvor bei einem seiner Berater nachgewiesen worden.

30.03.2020

Mehr als 3000 Tote in Frankreich

In Frankreich ist die Zahl der gestorbenen Corona-Infizierten am Montag auf mehr als 3000 angestiegen. Innerhalb von 24 Stunden wurden 418 weitere Todesfälle verzeichnet, wie die Behörden mitteilten. Mehr als 5000 Menschen befänden sich auf Intensivstationen, hieß es weiter. Insgesamt seien aktuell fast 21.000 Covid-19-Patientinnen und -Patienten im Krankenhaus. Rund 34 Prozent der schwer Erkrankten seien jünger als 60 Jahre, sagte Gesundheitsdirektor Jérôme Salomon. Insgesamt zählt Frankreich 44.550 bestätigte Infektionen. „Bleiben Sie zu Hause, um Leben zu retten“, mahnte er. Bisher habe es in Frankreich etwa 5000 Intensivbetten gegeben, man erhöhe derzeit die Kapazitäten. „Wir streben 10.000 Betten an“, sagte Salomon. Er geht davon aus, dass die Zahl der Menschen, die mit schweren Krankheitsverläufen in Kliniken kommen, gegen Ende der Woche sinkt.

30.03.2020

Rat gibt grünes Licht für Investitionsoffensive – 37 Milliarden Euro

Eine EU-Investitionsoffensive wegen der Corona-Krise hat final grünes Licht von den Mitgliedstaaten bekommen. „Der Rat hat heute zwei Rechtsakte angenommen, um rasch Mittel aus dem EU-Haushalt zur Bewältigung der Covid‐19-Krise freizugeben“, erklärte der Rat der Mitgliedstaaten. Demnach werden 37 Milliarden Euro aus den Töpfen der EU-Regionalhilfe ausgeschüttet, um Gesundheitssysteme zu stärken und kleine und mittlere Unternehmen zu unterstützen. Die Mittel stünden nun rückwirkend ab dem 1. Februar bereit, „um Kosten zu decken, die bereits durch die Anstrengungen zur Rettung von Menschenleben und zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger entstanden sind“, erklärte der Rat. Der zweite Rechtsakt betrifft demnach den Anwendungsbereich des EU-Solidaritätsfonds: Wegen einer Gesundheitskrise wie der Coronavirus-Pandemie können nun wie etwa im Fall von Erdbeben oder Überschwemmungen Hilfsgelder des Fonds beantragt werden.

30.03.2020

Gewerkschaft – Corona-Krise trifft Beschäftigte im Handel hart

Die rund drei Millionen Beschäftigten im Einzelhandel sind von den Folgen der Corona-Krise nach Gewerkschaftsangaben besonders betroffen. „Im Einzelhandel sind die Einkommensverhältnisse so auf Kante genäht, dass die Beschäftigten keine Möglichkeit haben, für schwierige Zeiten zu sparen oder sich Rücklagen zu schaffen“, teilte Verdi-Vorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger mit. Sie warnte, Hunderttausende könnten in existenzbedrohende Notlagen geraten, müssten sie allein vom Kurzarbeitergeld leben. Verdi forderte die Arbeitgeber auf, das Kurzarbeitergeld tariflich auf 90 Prozent aufzustocken. Doch auch viele Händler, deren Läden geschlossen sind, sorgen sich nach Angaben des Handelsverband Deutschland um ihre Existenz. Er lehnt es ab, für die gesamte Branche festzulegen, dass die Unternehmen das Kurzarbeitergeld aufstocken. Es beträgt 60 Prozent des Nettogehalts, bei Beschäftigten mit Kindern 67 Prozent. Viele Einzelhändler hätten einen Zuschuss vorgesehen, teilte der Verband mit. Eine „Null-Zuschuss-Lösung“ müsse aber unbedingt möglich bleiben. Der Verband fordert außerdem, die vereinbarte Tariferhöhung zu verschieben, um Arbeitsplätze zu sichern.

30.03.2020

Erste Coronavirus-Infektion in Kriegsgebiet Ostukraine

Im Kriegsgebiet Luhansk im Osten der Ukraine haben die Behörden der Separatisten erstmals eine Infektion mit dem Coronavirus bestätigt. Der Patient sei in einem Krankenhaus isoliert worden, teilte der zuständige Arzt, Dmitri Dokaschenko, am Montag in Luhansk örtlichen Medien zufolge mit. Mehr als 200 Menschen befinden sich in dem Gebiet unter Beobachtung in medizinischen Einrichtungen. Im benachbarten Donezker Rebellengebiet soll es dagegen bisher keine Infektionen geben. Die Donezker Aufständischen untersagten den Bewohnern jegliche Ausreisen. Die Ukraine, die selbst nach offiziellen Angaben bereits 480 mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infizierte Menschen hat, sperrte den Zugang zur Region komplett. Einreisen sind aber aus Russland möglich. Internationale Hilfsorganisationen befürchten bei einer Ausbreitung des Coronavirus in dem Kriegsgebiet eine humanitäre Katastrophe.

30.03.2020

WHO – Corona-Ansteckung jetzt eher zu Hause als auf der Straße

Weil in vielen Ländern strikte Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus eingeführt worden sind, lauert die Gefahr einer Ansteckung jetzt in der Familie. „In den meisten Teilen der Welt finden wegen der Ausgangsbeschränkungen die meisten Ansteckungen jetzt im Wohnumfeld statt, in der Familie“, sagte der Nothilfekoordinator der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Michael Ryan, am Montag in Genf. „In gewissem Sinne ist die Übertragung von der Straße in die Familien geschoben worden.“

Deshalb müssten alle Zuhause ihre Gesundheit strikt überwachen. Verdachtsfälle müssten schnell erkannt und von den anderen Familienmitgliedern getrennt werden. Bestätigte Fälle müssten isoliert werden und Familienmitglieder, die sich angesteckt haben könnten, unter Quarantäne bleiben. Nur, wenn dies gewährleistet sei, könne man über eine Lockerung der strikten Ausgangsbeschränkungen nachdenken, sagte Ryan. Jedes Land müsse für sich einen praktikablen Weg für solche Maßnahmen finden.

30.03.2020

Drei weitere Corona-Tote in Würzburger Seniorenheim

Im Würzburger Seniorenheim St. Nikolaus sind erneut drei mit dem Coronavirus infizierte Menschen gestorben. Es handele sich um zwei Frauen im Alter von 105 und 94 Jahren sowie einen 88 Jahre alten Mann, teilte das Landratsamt Würzburg am Montagabend mit. Alle drei hätten unter schweren Vorerkrankungen gelitten. Erst am Sonntagabend hatte das Heim den Tod eines 80-Jährigen gemeldet. Insgesamt sind im Raum Würzburg 17 Menschen nach einer Covid-19-Erkrankung gestorben, ein Großteil davon in der Senioreneinrichtung. Die übrigen positiv auf das Virus getesteten Menschen des Heimes wurden am Wochenende auf Stationen innerhalb der Einrichtung isoliert.

30.03.2020

Auch dritter Corona-Test bei Kanzlerin Merkel negativ

Auch beim dritten Test von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) auf das neuartige Coronavirus ist keine Infektion festgestellt worden. Das teilte ein Regierungssprecher am Montag in Berlin mit. Er ergänzte: „Die Bundeskanzlerin wird auch in den nächsten Tagen die Dienstgeschäfte aus ihrer häuslichen Quarantäne wahrnehmen.“

30.03.2020

EU gibt Milliarden gegen Covid-19-Krise frei

Mehrere Milliarden Euro aus der EU-Kasse sollen von Mittwoch an die Auswirkungen der Covid-19-Krise abfedern. Der Rat der 27 Mitgliedstaaten traf am Montag nach eigenen Angaben zwei Entscheidungen, die insgesamt 37 Milliarden Euro für diese Zwecke freimachen. 8 Milliarden Euro stammen aus Mitteln der Struktur- und Investitionsfonds, die die Mitgliedstaaten im vergangenen Jahr nicht wie geplant ausgegeben haben. Sie dürfen das Geld behalten und für den Kampf gegen das Coronavirus einsetzen. 29 Milliarden werden den Ländern vorzeitig ausgezahlt, damit sie ihre Gesundheitssysteme stärken und kleine und mittlere Unternehmen, Kurzarbeitsregelungen und gemeindebasierte Dienste unterstützen können.

Außerdem hat der Rat den Angaben zufolge den EU-Solidaritätsfonds so geändert, dass er nun außer bei Naturkatastrophen auch im Falle eines öffentlichen Gesundheitsnotstands genutzt werden kann. Dies soll den Mitgliedstaaten und den Beitrittsländern dabei helfen, den direkten Bedarf der Bevölkerung während der Coronavirus-Pandemie zu decken. Das Europaparlament hatte beiden Änderungen bereits am Donnerstag zugestimmt. Beide Rechtsakte sollen angesichts der Dringlichkeit der Lage am Dienstag im Amtsblatt der Europäischen Union erscheinen und am Mittwoch in Kraft treten.

30.03.2020

Umfrage: Mehr als die Hälfte der Deutschen für schärfere Maßnahmen

Mehr als die Hälfte der Deutschen befürwortet einer Forsa-Umfrage zufolge bundesweit schärfere Ausgangsbeschränkungen. 55 Prozent der Befragten seien dafür, 42 Prozent lehnten dies dagegen ab, teilen die Sender RTL und ntv mit. 88 Prozent der Befragten hielten es für richtig, dass die geltenden Maßnahmen zur Eindämmung der Epidemie noch mindestens weitere drei Wochen andauern sollten. Lediglich 10 Prozent der Deutschen plädieren für eine vorzeitige Lockerung der Maßnahmen.

30.03.2020

SPD-Gesundheitsexperte für Mundschutzpflicht auch in Deutschland

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach befürwortet eine Mundschutzpflicht auch in Deutschland. „Aus medizinischer Sicht halte ich eine solche Bestimmung persönlich für sehr sinnvoll“, sagt er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland einem Vorabbericht zufolge. Voraussetzung sei jedoch, dass es genug Masken gebe und sie dem medizinischen Personal nicht fehlten. Österreich hat eine Maskenpflicht für Einkäufe angekündigt.

30.03.2020

Zahl der Corona-Ansteckungen in Italien stabilisiert sich

Der Anstieg der Zahl der aktuell positiv auf das Coronavirus getesteten Menschen in Italien ist so niedrig wie seit Beginn der landesweiten Ausgangssperren nicht. Die Zahl der aktuell Erkrankten nahm bis Montag um 1648 auf 75.528 zu – so wenig wie seit dem 10. März nicht. In die Zahl sind Tote und Geheilte nicht eingerechnet. Die Zahl der Gesamtinfektionen stieg auf 101.739, wie der Zivilschutz mitteilte. Auch hier war der prozentuale Anstieg geringer. Die Zahl der Verstorbenen ist allerdings nach wie vor so hoch wie in keinem anderen Land der Welt. Bis Montag kamen 812 Tote hinzu, insgesamt sind es nun 11.591.

30.03.2020

Hunderttausende Briten sitzen im Ausland fest

Hunderttausende Briten sind nach Angaben des Außenministeriums in London wegen der Pandemie im Ausland gestrandet. Die britische Regierung arbeite rund um die Uhr, um sie bei der Heimkehr zu unterstützen.

30.03.2020

Dax legt in Corona-Krise wieder zu

Am deutschen Aktienmarkt haben Anleger zum Beginn der sechsten Woche der Corona-Krise wieder etwas Mut gefasst. Nachdem der deutsche Leitindex Dax noch recht schwach in den Tag gestartet war, arbeitete er sich bis zum Börsenschluss in den Gewinnbereich vor und schloss mit einem deutlichen Plus von 1,90 Prozent bei 9815,97 Punkten. In der Vorwoche hatte der Leitindex erstmals seit Beginn des Corona-Crashs am 24. Februar einen Gewinn verzeichnet. Dennoch summiert sich das Minus seitdem immer noch auf fast 30 Prozent.

Der MDax der mittelgroßen Werte schaffte es am Montag dagegen nur knapp in den grünen Bereich mit einem Zuwachs um 0,16 Prozent auf 20.651,22 Zähler.

30.03.2020

Dänemark erwägt Ende von Corona-Maßnahmen nach Ostern

Dänemark könnte bereits Mitte April schrittweise von seinen strikten Maßnahmen gegen das neuartige Coronavirus abrücken. Wenn sich die positive Entwicklung fortsetze und die Dänen in den nächsten beiden Wochen weiter so vernünftig gegen die Ausbreitung des Virus vorgingen wie bisher, werde die Regierung das Land nach Ostern kontrolliert und Schritt für Schritt wieder öffnen, sagte Ministerpräsidentin Mette Frederiksen am Montag auf einer Pressekonferenz in Kopenhagen.

Die Maßnahmen gegen das Coronavirus Sars-CoV-2 zeigten Wirkung, sagte die Regierungschefin. Es sehe so aus, dass sich das Virus langsamer als befürchtet im Land verbreite. „Das ist ein Zeichen für vorsichtigen Optimismus.“ Frederiksen wies darauf hin, dass sich die Dänen darauf einstellen sollten, zu verschiedenen Zeitpunkten zur Arbeit und zur Schule zu gehen. An den Grenzschließungen werde sich vorerst nichts ändern, ergänzte die Sozialdemokratin.

30.03.2020

Putin und Trump sprechen über Coronavirus und Ölpreis

US-Präsident Donald Trump und sein russischer Kollege Wladimir Putin haben dem russischen Präsidialamt zufolge per Telefon über die Coronavirus-Epidemie und den Öl-Preis gesprochen. Es seien russisch-amerikanische Gespräche über den Öl-Markt auf Ministerebene vereinbart worden, hieß es.

30.03.2020

Französisches Militär fliegt Patienten nach Frankfurt

Französische Militärhubschrauber haben sechs schwerkranke Corona-Patienten aus dem elsässischen Straßburg nach Frankfurt und Bern ausgeflogen. Das Elsass ist der Brennpunkt der Epidemie in Frankreich, die Intensivstationen dort sind überfüllt. Am Wochenende hatte auch die Bundeswehr Patienten aus Straßburg nach Deutschland ausgeflogen, weitere Kranke wurden mit zivilen Hubschraubern in deutsche Krankenhäuser verlegt. Bisher haben Hospitäler in Deutschland, der Schweiz und Luxemburg nach den Worten von Außenminister Jean-Yves Le Drian 80 Patienten aus Frankreich aufgenommen. In den kommenden Stunden solle diese Zahl auf über hundert steigen.

30.03.2020

Bulgaren müssen Schutzmasken in der Öffentlichkeit tragen

In Bulgarien ist nun das Tragen einer Schutzmaske in der Öffentlichkeit obligatorisch. Im Kampf gegen das Coronavirus gelte die Regelung für geschlossene Räume sowie auch in offenen Bereichen, ordnete Gesundheitsminister Kiril Ananiew am Montag an. Der Minister legte die Art der Masken nicht fest. In Bulgariens Apotheken sind Schutzmasken Mangelware. Wenn sie erhältlich sind, darf ein Kunde nur bis zu fünf Stück kaufen.

Im ärmsten EU-Land beschloss die Regierung am Montag, die vom Coronavirus-Lockdown betroffenen Unternehmen finanziell zu unterstützen. Der Staat will danach für 60 Prozent der Bezahlung der Mitarbeiter aufkommen, damit sie nicht entlassen werden. Davon können etwa der Einzelhandel, das Transportwesen, das Hotel- und Gaststättengewerbe sowie die Bereiche Kultur und Tourismus Gebrauch machen.

30.03.2020

Prinz Charles nach Corona-Infektion aus häuslicher Quarantäne entlassen

Nach seiner Infektion mit dem neuartigen Coronavirus hat der britische Thronfolger Prinz Charles die Quarantäne wieder verlassen können. In Absprache mit seinem Arzt habe der älteste Sohn von Königin Elizabeth II. am Montag die Selbst-Isolation beendet, teilte sein Büro mit. Der 71-Jährige sei „wohlauf“ und habe nur leichte Symptome der durch den Erreger ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gehabt.

30.03.2020

WHO gegen allgemeines Mundschutztragen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus keinen Nutzen im allgemeinen Mundschutztragen. Es gebe keinerlei Anzeichen dafür, dass damit etwas gewonnen wäre, sagte der WHO-Nothilfedirektor Michael Ryan am Montag in Genf. Vielmehr gebe es zusätzliche Risiken, wenn Menschen die Masken falsch abnehmen und sich dabei womöglich infizieren. „Unser Rat: wir raten davon ab, Mundschutz zu tragen, wenn man nicht selbst krank ist“, sagte Ryan.

30.03.2020

Zwei Eilanträge beim Bundesverfassungsgericht gegen Corona-MaßnahmenCoronavirus live: Kassenärzte-Chef – Maskenpflicht „reine Symbolpolitik“

Beim Bundesverfassungsgericht liegen einem Medienbericht zufolge zwei Eilanträge im Zusammenhang mit Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie vor. Ein Antrag wende sich gegen die in Berlin und Brandenburg geltenden Einschränkungen, berichtet die „Neue Osnabrücker Zeitung“. Im anderen Fall geht es demnach um den Beschluss des Bundestags, wonach Mietzahlungen ausgesetzt werden können, sofern ein Mieter infolge der Corona-Krise finanzielle Einbußen erleidet.

Das höchste deutsche Gericht in Karlsruhe prüft die Verletzung von Grundrechten. Mehrere weitere Verfassungsbeschwerden wegen der Corona-Maßnahmen seien ins allgemeine Register aufgenommen worden und befänden sich im Status der Vorklärung, berichtete die Zeitung unter Berufung auf das Gericht.

30.03.2020

Frankreich erhält zehn Millionen Masken aus China

Frankreich hat rund zehn Millionen Atemschutzmasken aus China erhalten. Ein Frachtflugzeug mit den Masken und anderer medizinischer Ausrüstung landete am Montag auf dem Flughafen von Vatry rund 150 Kilometer östlich der Hauptstadt Paris, wie die Präfektur Marne mitteilte. Bereits am Wochenende hatte Frankreich eine erste Lieferung mit mehr als fünf Millionen Masken aus China erhalten.

In der Corona-Krise setzt die Regierung in Paris auf eine „Luftbrücke“ in die Volksrepublik, um dringend benötigtes Schutzmaterial für Kliniken und Ärzte zu erhalten. Das Gesundheitsministerium hatte am Wochenende eine Bestellung von „mehr als einer Milliarde Masken“ an China bekannt gegeben. Sie sollen nach Angaben der Präfektur Marne bis Juni geliefert werden.

Frankreich benötigt nach eigenen Angaben jede Woche rund 40 Millionen Schutzmasken in der Corona-Krise, stellt selbst aber nur rund acht Millionen her.

30.03.2020

187 infizierte Soldaten und 767 Verdachtsfälle in der Bundeswehr

Die Zahl der Corona-Infektionen in der Bundeswehr ist einem Bericht zufolge deutlich angestiegen. Der Sanitätsdienst gehe von 187 bestätigten Infizierungen und 767 begründeten Verdachtsfällen aus, berichteten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Gegenüber dem vergangenen Freitag habe es einen Anstieg von 36 Infektionen und 41 Verdachtsfällen gegeben. Am 11. März betrug die Zahl der Infizierungen neun. Den ersten bestätigten Fall eines infizierten Soldaten hatte es Ende Februar gegeben.

30.03.2020

Sparkassenpräsident: Können vielen Firmen in Krise nicht helfen

Viele Unternehmen fallen nach Ansicht von Sparkassen-Präsident Helmut Schleweis durch das Raster der staatlichen Stützungspakete. Beim Kreditprogramm der staatlichen Förderbank KfW bekämen nur Unternehmen ein Darlehen, die dieses binnen fünf Jahren voraussichtlich wieder zurückzahlen könnten, sagt Schleweis dem „Handelsblatt“. „Bei vielen Firmen aus Branchen, die unter der Coronakrise besonders stark leiden, ist dies aktuell nicht der Fall.“ Betroffen seien vor allem die Bereiche Gastronomie, Hotelerie, Eventmanagement, Catering sowie Reise, Verkehr, Logistik, Touristik und Luftfahrt. Diese Unternehmen bekämen häufig keine Förderkredite, „obwohl sie über ein funktionierendes Geschäftsmodell verfügen, wenn die Wirtschaft nach der Coronakrise wieder anläuft“. Diese Firmen bräuchten andere Hilfen, etwa direkte Staatsmittel oder eine 100-prozentige Garantie für Kredite, „die erst in sehr ferner Zukunft zurückgezahlt werden müssen“.

30.03.2020

Palmer will weniger Datenschutz für mehr Bewegungsfreiheit

Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) befürwortet zur Lockerung der geltenden Auflagen gegen das Coronavirus Abstriche beim Datenschutz. „Im Moment verzichten wir auf eine Menge Grundrechte; wenn es möglich wäre, diese Freiheiten zurückzugewinnen, nur indem man seine GPS-Handy-Daten dem Gesundheitsamt zur Verfügung stellt, dann finde ich: Das wäre eine Prüfung wert“, sagte er der „Stuttgarter Zeitung“ (Dienstag).

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will künftig Standortdaten von Mobiltelefonen ermitteln lassen, um mögliche Kontaktpersonen von Infizierten zu orten, scheiterte mit seiner Idee aber zunächst. Bisher hat die Telekom nur anonymisierte Daten an das Robert-Koch-Institut übergeben. Sie erlaubten Rückschlüsse darüber, wie viele Telefone sich wo bewegten und ob die Versammlungsverbote griffen.

30.03.2020

Corona auf Kreuzfahrt: Großteil der Passagiere zurück in Deutschland

Nach Coronavirus-Fällen auf einem Kreuzfahrtschiff vor Australien sind die allermeisten der überwiegend deutschen Passagiere zurück in die Bundesrepublik geflogen worden. Für die Rückholaktion seien vier Flugzeuge eingesetzt worden, sagte eine Sprecherin des Bonner Reiseveranstalters Phoenix am Montag. Alle seien im Laufe des Tages in Frankfurt gelandet.

Zurück in Australien blieben jene Personen, die positiv auf das neuartige Coronavirus getestet wurden. Nach Angaben des Reiseveranstalters waren das 36, und zwar 23 Passagiere und 13 Crewmitglieder. Sie seien nun in Australien in Quarantäne. Darüber hinaus hätten 16 Gäste entschieden, freiwillig auf dem Schiff zu bleiben – sie hätten nicht fliegen wollen. Auch ein Großteil der Besatzung ist noch in Australien.

30.03.2020

Butterwegge: „Coronavirus kann sich als gesellschaftlicher Spaltpilz erweisen“

Die Ausbreitung des Coronavirus kann nach Ansicht des Armutsforschers Christoph Butterwegge den Abstand zwischen Arm und Reich in Deutschland weiter vergrößern. „Ich fürchte, dass sich die Kluft zwischen den Bevölkerungsschichten vertieft“, sagte der Kölner Politologe dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Dienstagsausgaben). Damit nehme auch die soziale Distanz in der Gesellschaft zu. „Das Corona-Virus kann sich als gesellschaftlicher Spaltpilz erweisen“, mahnte er.

„Wenn sich die Infektionslage zuspitzt wie in Italien, beginnt der Kampf um Intensivbetten, Beatmungsgeräte und Schutzmasken“, sagte Butterwege. „Das könnte den Sozialdarwinismus in einer ganz auf Leistungs- und Konkurrenzfähigkeit getrimmten Gesellschaft verstärken.“

Im Moment sei zwar Mitmenschlichkeit, Empathie und Rücksichtnahme zu spüren, etwa wenn Junge für alte Nachbarn einkaufen. „Trotzdem kann die Ellenbogenmentalität in einer Katastrophensituation über die Solidarität triumphieren und sich die Gesellschaft noch stärker polarisieren“, sagte der Armutsforscher.

„Viele Angehörige der unteren Mittelschicht vertrauen heute schon rechtspopulistischen Demagogen – in der Hoffnung, vor dem sozialen Absturz geschützt zu werden.“ Am Ende würden der obere Teil der Mittelschicht und die Oberschicht die Krisengewinner sein, „weil sie ihre Positionen in der Gesellschaft gestärkt haben“, prognostizierte er.

30.03.2020

Saudischer König will Behandlung aller Corona-Patienten bezahlen

Der saudi-arabische König Salman will die Behandlung aller mit dem Coronavirus infizierten Bürger des Landes bezahlen. Dies kündigt der Gesundheitsminister des Königreichs an. Alle Menschen, die Symptome an sich feststellten, sollten sich testen lassen. Das Landwirtschaftsministerium bemüht sich unterdessen, die Weizen- und Nutztierbestände zu erhöhen, um eine Lebensmittelknappheit zu vermeiden. In Saudi-Arabien sind bisher acht Menschen an Covid-19 gestorben. 1453 Menschen sind mit dem Coronavirus infiziert, das Land hat damit die höchste Zahl von Infektionen unter den sechs Golfstaaten.

30.03.2020

Baden-Württemberg: Corona-Infektionen in Altenheimen und bei medizinischem Personal

In Baden-Württemberg haben sich bislang in mindestens sieben Altenheimen 74 Bewohner mit dem Coronavirus angesteckt. Dem Landesgesundheitsamt waren dabei bis zum Montag fünf Ausbrüche in Einrichtungen aus den Landkreisen Emmendingen, Heilbronn, Sigmaringen und Freiburg mit 43 Infizierten gemeldet worden. Acht Senioren in den Heimen starben bisher an dem Virus, teilte das Landesgesundheitsamt auf Anfrage mit. Der Landkreis Karlsruhe berichtete am Montag zudem von 31 infizierten Bewohnern an zwei Standorten.

Stand 30. März hätten sich zudem im Südwesten 431 Ärzte und in der Pflege tätiges medizinisches Personal angesteckt, so das Landesgesundheitsamt weiter. Darunter seien rund 180 infizierte Menschen, die in Altenheimen und weiteren Gemeinschaftseinrichtungen im Südwesten arbeiteten. Die Angaben erheben jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit, betonte eine Sprecherin der Behörde.

30.03.2020

Kretschmann für Mundschutz beim Einkaufen - aber noch keine Pflicht

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hält einen Mundschutz beim Einkaufen wegen des Coronavirus für sinnvoll, will ihn aber noch nicht zur Pflicht machen. „Dazu müssen wir erst die ausreichende Zahl an Masken haben, ohne dass der vorrangige Einsatz im medizinischen und pflegerischen Bereich beeinträchtigt wird. Dieser hat absolute Priorität“, teilte er am Montag in Stuttgart mit. Er werde das Thema am Mittwoch in der Runde der Ministerpräsidenten und der Kanzlerin aufrufen.

30.03.2020

Schülerin scheitert mit Antrag auf Aussetzen der Abiturprüfungen

Das Wiesbadener Verwaltungsgericht hat den Eilantrag einer Schülerin auf Aussetzung der Abiturprüfung in Hessen wegen einer drohenden Gesundheitsgefährdung durch das Coronavirus abgelehnt. Sie könne nicht die vorläufige Aussetzung des Abiturs für alle Schüler im Land verlangen, weil ihr dafür die Antragsbefugnis fehle, teilte das Gericht in seiner am Montag veröffentlichten Begründung mit. Auch auf die Aussetzung ihrer eigenen Klausuren habe sie keinen Anspruch. (Aktenzeichen 6 L 342/20.WI).

Die Abiturprüfungen laufen in Hessen unter verschärften Hygienebedingungen. Die Schulen sind angewiesen, die Prüfungsgruppen klein und die Abstände zwischen den Prüflingen während des Abiturs groß zu halten, um eine mögliche Ansteckungsgefahr zu vermeiden.

Die Schule der Antragstellerin habe die Vorgaben des hessischen Kultusministeriums eingehalten, erklärte das Gericht. Auch wenn sich ihre Mitschüler nicht durchgängig an das Abstandsgebot halten sollten, führe dies nicht zu einem Anspruch der Antragstellerin, ihren Abiturtermin zu verlegen. Zudem könne sie es vermeiden, einer Ansammlung von Schülern beim Betreten des Schulgebäudes zu nahe zu kommen.

30.03.2020

Gericht billigt Ausgangsbeschränkungen in Bayern

Das oberste Verwaltungsgericht in Bayern billigt die Ausgangsbeschränkungen und Gaststättensperrungen in dem Bundesland trotz der massiven Einschränkung von Grundfreiheiten. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof lehnt den Antrag zweier Privatpersonen ab, die Verordnung der Landesregierung außer Vollzug zu setzen. Aufgrund der infektionsrechtlichen Bedrohungslage seien die Einschränkungen der Grundfreiheiten gerechtfertigt.

30.03.2020

Von der Leyen fordert offene Grenzen für Saisonarbeiter

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat trotz der Corona-Pandemie offene Grenzen in der EU für Erntehelfer gefordert. „Wir brauchen Menschen, die unsere Lebensmittel anbauen und ernten“, sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Montag in einer Videobotschaft. Deswegen müssten sich auch Saisonarbeiter im Agrarsektor „frei über Grenzen bewegen können“.

30.03.2020

Umstrittenes Corona-Notstandsgesetz in Ungarn verabschiedet

Ministerpräsident Viktor Orban hat seine Macht mit Hilfe der Corona-Krise erheblich ausgebaut: Das Parlament in Budapest billigte am Montag mit deutlicher Mehrheit einen Gesetzentwurf der Regierung, der es Orban nun ermöglicht, im Rahmen eines Notstands von unbegrenzter Dauer per Dekret zu regieren. Kritiker in Ungarn und im Ausland werfen Orban vor, die Pandemie als Vorwand zu nutzen, um die Machtstellung seiner nationalkonservativen Regierung noch weiter auszubauen.

Dem Gesetz zufolge kann die Regierung den am 11. März wegen der Pandemie verhängten Notstand ohne die Zustimmung des Parlaments unbegrenzt verlängern. Sie erhält das Recht, „die Anwendung bestimmter Gesetze per Dekret auszusetzen“, feste Vorgaben nicht einzuhalten und „andere außergewöhnliche Maßnahmen einzuführen, um die Stabilität des Lebens, der Gesundheit, der persönlichen und materiellen Sicherheit der Bürger wie der Wirtschaft zu garantieren“.

Orbans Kritiker befürchten angesichts seiner Politik in den vergangenen zehn Jahren einen Missbrauch der neuen Sonderrechte: Zahlreiche unabhängige Organisationen verweisen darauf, dass es in Ungarn seit 2010 vielfache Angriffe auf den Rechtsstaat in den Bereichen Justiz, Zivilgesellschaft und Meinungsfreiheit gegeben habe. Für Beunruhigung sorgt auch eine Klausel in dem Entwurf, welche die Möglichkeit einer „erzwungenen parlamentarischen Pause“ vorsieht.

30.03.2020

Katholik klagt in Hessen gegen Gottesdienstverbot wegen Corona-Krise

Der Verwaltungsgerichtshof (VGH) Kassel befasst sich nun mit der Rechtmäßigkeit der in Hessen verhängten Beschränkungen wegen der Corona-Krise. Geklagt habe ein katholischer Christ, sagte ein VGH-Sprecher am Montag. Dieser wolle, dass das Verbot von Zusammenkünften in Kirchen, Moscheen und ähnlichen Einrichtungen aufgehoben werde. Der Kläger fordert eine einstweilige Anordnung, bis es zu einer Entscheidung in einem Hauptverfahren kommt. Laut VGH beabsichtigt der zuständige Senat, noch vor Ostern über den Antrag zu entscheiden.

30.03.2020

Netanjahu geht in Quarantäne

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu begibt sich in Quarantäne, nachdem eine Mitarbeiterin positiv auf das Coronavirus getestet worden ist. Der 70-Jährige werde solange in Isolation bleiben, bis sein eigenes Testergebnis vorliege, teilte Netanjahus Büro am Montag mit. Das sei eine Vorsichtsmaßnahme. Bei der infizierten Mitarbeiterin handele es sich um Netanjahus Beraterin in parlamentarischen Angelegenheiten, Rivka Palutsch.

30.03.2020

Ärzte ohne Grenzen: Keine Patente bei Corona-Medikamenten

Pharmaunternehmen sollten aus Sicht der Organisation Ärzte ohne Grenzen auf Patente für Medikamente, Impfstoffe und Tests gegen das neuartige Coronavirus verzichten. „Es wäre Wahnsinn, wenn in einer solchen Situation Monopole die Verfügbarkeit dieser wichtigen Medikamente aus Profitgründen einschränkten“, sagte Marco Alves von Ärzte ohne Grenzen in Deutschland am Montag. Wenn die Unternehmen dazu nicht bereit sein, müsse die deutsche Regierung alle Möglichkeiten ergreifen, damit der weltweite Bedarf an den Medikamenten gegen Covid-19 gedeckt werden könne, so Alves weiter.

Die Forderung der Hilfsorganisation richtet sich unter anderem an den US-Pharmakonzern Gilead Sciences. Sein Wirkstoff Remdesivir gilt derzeit als einer der aussichtsreichsten Kandidaten für ein Medikament gegen das Virus. Ärzte ohne Grenzen zufolge hat das Unternehmen ein Patent für Remdesivir in mehr als 70 Ländern beantragt. Mit den Patenten könnte es laut Ärzte ohne Grenzen in den kommenden Jahren für den Wirkstoff verlangen, „was immer es will“.

Der Hilfsorganisation zufolge hat Gilead Sciences nach massiven öffentlichen Protesten bereits auf von der US-Arzneimittelbehörde FDA gewährte Sonderrechte verzichtet, die dem Unternehmen ein erweitertes Monopol auf Remdesivir verschafft hätten.

30.03.2020

Bund: Inzwischen 20 Millionen Schutzmasken ausgeliefert

Für den Kampf gegen das Coronavirus sind über den Bund inzwischen 20 Millionen dringend benötigte Atemschutzmasken beschafft worden. Sie wurden an Länder und Kassenärztliche Vereinigungen für die Verteilung an Kliniken, Praxen und Pflegeheime ausgeliefert, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums sagte. Die Beschaffung von Schutzausrüstung laufe weiter. Auch Unternehmen anderer Branchen hätten mittlerweile umgestellt und produzierten Masken, darunter etwa in der Textilindustrie. Zur Frage, ob auch Privatleute Masken tragen sollten, machte die Regierung deutlich, dass dies eine freiwillige Entscheidung sei – mit einem normalen nicht-medizinischen Mund-Nase-Schutz könne man andere vor einer Ansteckung schützen. Dies sei vielleicht „eine sinnvolle Ergänzung“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Es dürfe aber nicht zu einem falschen Sicherheitsgefühl führen und dass man dann Hygieneregeln wie Abstandhalten und Händewaschen vernachlässige.

30.03.2020

Zahl der Corona-Toten geht in Spanien erstmals nach langem zurück

Im schwer von der Corona-Pandemie betroffenen Spanien ist erstmals nach langer Zeit die Zahl der neuen Todesfälle zurückgegangen. Man habe in den vergangenen 24 Stunden 812 neue Todesopfer unter den Infizierten registriert, teilte das Gesundheitsministerium in Madrid mit. Das sind 26 weniger als am Sonntag. Spanien hatte damit allerdings bereits am dritten Tag in Folge mehr als 800 Tote zu beklagen. Die Gesamtzahl der Todesopfer kletterte auf über 7300. Mit inzwischen insgesamt mehr als 85.000 nachgewiesenen Infektionen verdrängte Spanien außerdem China vom dritten Platz hinter den USA und Italien. Es gab am Montag gut 6000 Neuinfektionen. Unter denjenigen, die sich mit dem Virus Sars-CoV-2 angesteckt haben, sind den Angaben zufolge schon weit über 12.000 Ärzte, Sanitäter und Pfleger – fast 15 Prozent aller Fälle. Die Anstiegsrate von 8,1 Prozent bei den Neuinfektionen war aber die niedrigste seit Beginn des Ausgangsverbots am 15. März.

30.03.2020

Insel Phuket abgeriegelt – Rückholprogramm für Thailand

Die bei Touristen beliebte thailändische Insel Phuket riegelt zum Schutz vor dem Coronavirus ihre Grenzen für Fahrzeuge ab. Die Maßnahme gilt nach Angaben des Gouverneurs der Provinz bis 30. April. Außerdem wurden dort alle Strände, Zoos und Tiershows geschlossen, ebenso das Rotlichtviertel. In Thailand gilt seit Donnerstag der Ausnahmezustand. Der internationale Flugverkehr ist durch Streichungen stark eingeschränkt. In Phuket stellt der Flughafen vom 10. bis 30. April den Betrieb ein. In Bangkok sind bereits Einkaufszentren, Schulen und Restaurants offiziell dicht. Im Rahmen des Rückholprogramms des Auswärtigen Amtes starten diese Woche Flüge für deutsche Urlauber ab Phuket und Bangkok. Dafür sind nach Angaben der deutschen Botschaft Sonderflüge von Condor geplant. Die Kosten werden sich demnach im Rahmen eines vergleichbaren Tickets der Economy-Klasse bewegen. In dem südostasiatischen Land sind bis Montagmittag 1524 Infektionsfälle mit dem Coronavirus gemeldet worden sowie neun Todesfälle.

30.03.2020

Bundesregierung: Noch keine Lockerung von Einschränkungen in Sicht

Solange sich die Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland nicht deutlich verlangsamt, will die Bundesregierung keinen Zeitplan für eine schrittweise Rückkehr zur Normalität vorlegen. Eine Woche nach der Einführung strikter Kontaktbeschränkungen sei klar, „wir brauchen alle Maßnahmen unvermindert“, betonte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wäre die Erste, die gerne eine Lockerung dieser strikten Maßnahmen verkünden würde, fügte er hinzu. Sie sei aber überzeugt, dass es falsch wäre, jetzt Hoffnungen zu wecken, die dann nicht erfüllt werden könnten. Dennoch sei klar, „es wird eine Zeit danach geben“, sagte Seibert. Merkel und die Ministerpräsidenten haben sich für diesen Mittwoch zu einer Telefonkonferenz verabredet. Thema wird laut Seibert unter anderem eine gemeinsame Bestandsaufnahme sein.

30.03.2020

Berliner Corona-Klinik soll im April oder Mai eröffnen – Bauarbeiten begonnen

Die Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) rechnet mit der Eröffnung der neu errichteten Corona-Klinik für bis zu tausend Patienten im April oder Mai. Die Vorbereitungen liefen „ganz gut“, sagte Kalayci im Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB). Der Ausbau in der Messehalle begann heute, wie Projektkoordinator Albrecht Broemme ebenfalls im RBB sagte. In dieser Woche würden erste Geräte und Betten erwartet, sagte Broemme. Für den Betrieb werden laut dem ehemaligen Präsidenten des Technischen Hilfswerks insgesamt bis zu 800 Mitarbeiter benötigt. Das Behandlungszentrum für Corona-Patienten in der Messehalle soll im Fall eines Engpasses genutzt werden. Kalayci wies darauf hin, dass die Lage in der Hauptstadt derzeit „noch bewältigbar“ sei. In Berlin gab es mit Stand vom Montagmorgen 2462 bestätigte Infizierte und elf Tote.

30.03.2020

Müller – Noch zu früh für Lockerung der Ausgangsbeschränkungen

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hält eine Lockerung der Ausgangsbeschränkungen in der Corona-Krise noch nicht für angezeigt. „Es ist zu früh, etwas anzukündigen“, sagte der SPD-Politiker im Interview der „Berliner Zeitung“. „Aber wir besprechen das jetzt schon mit Gewerkschaftern, Unternehmern und Medizinern.“ Und weiter: „Es gibt keinen Stichtag, an dem alles wieder ist wie zuvor. Wir werden den Alltag schrittweise wieder hochfahren. Und wir werden auch danach mit Regeln leben müssen – zum Beispiel in Büros, Unternehmen und Verwaltungen, wo viele Menschen zusammenarbeiten.“ Ein Datum politisch zu setzen, halt er für fatal, so Müller. „Das Entscheidende ist die Einschätzung von Experten. Wenn Mediziner sagen: Jetzt haben wir eine Verlangsamung der Infektionswelle erreicht, mit der wir gut weiterarbeiten können mit unserer Infrastruktur – dann können wir über Lockerungen sprechen.“

30.03.2020

Nach Coronavirus-Todesfällen in Altenheim – Anwalt erstattet Anzeige

Die 15 Coronavirus-Todesfälle in einem Wolfsburger Alten- und Pflegeheim werden möglicherweise ein Fall für die Justiz. Ein Wolfsburger Anwalt habe Anzeige wegen fahrlässiger Tötung gestellt, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Braunschweig am Montag. Sie bestätigte den Eingang der Anzeige, diese gehe nun an den zuständigen Staatsanwalt und werde geprüft. Nach einem Bericht der „Wolfsburger Allgemeinen Zeitung“ richtet sich die Strafanzeige gegen die Verantwortlichen der Diakonie Wolfsburg wegen fahrlässiger Tötung in zwölf Fällen. Die Diakonie war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Der Rechtsanwalt berief sich dem Bericht zufolge auf Hinweise von Diakonie-Beschäftigten über Missstände in Pflegeheimen. Er erhob schwere Vorwürfe gegen die Diakonie, dort herrschten „katastrophale hygienische Zustände“. Das Pflegepersonal verfüge zudem über keine Schutzmasken, um Bewohner und sich selbst zu schützen. Der Besucherstopp in den Heimen sei zu spät gekommen. Von den etwa 165 Bewohnern des Hanns-Lilje-Heims waren am Samstag laut Gesundheitsamt 72 infiziert.

30.03.2020

Weltärztepräsident hält Schulöffnungen im Mai für möglich

Bis die ersten Schulen in Deutschland wieder öffnen, wird es nach Einschätzung von Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery noch eine Weile dauern. „Wenn sich die Zahlen weiter so entwickeln wie jetzt, sollten wir im Mai damit rechnen können, dass Schulen wieder aufmachen in Regionen, die nicht extrem belastet sind“, sagte Montgomery der „Bild“-Zeitung. Man müsse sich aber die Möglichkeit vorbehalten, Schulen bei Bedarf auch wieder zu schließen, ergänzte der Mediziner. Auch ein Ende der wirtschaftlichen Auszeit sieht Montgomery so schnell nicht kommen: „Meine Position ist klar: Wir dürfen erst wieder die Kontaktschleusen öffnen, wenn wir sicher sind, dass es dadurch nicht zu einem Anstieg der Todeszahlen kommt.“ Die Zeitspanne, innerhalb derer sich die Zahl der Neuinfektionen verdoppelt, muss sich seiner Einschätzung nach auf 14 Tage erhöhen. Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) hatte am Sonntagabend in der ZDF-Sendung „Berlin direkt“ gesagt, aktuell verdoppele sich die Zahl alle sechs Tage.

30.03.2020

Herzstörungen nach Einnahme von angeblichen „Corona-Mittel“ in Frankreich

In Frankreich haben mehrere Menschen gefährliche Herzrhythmusstörungen bekommen, nachdem sie ohne ärztliche Aufsicht ein angebliches Mittel gegen das Coronavirus eingenommen hatten. In einigen Fällen sei sogar die Einweisung auf eine Intensivstation nötig gewesen, erklärte die regionale Gesundheitsbehörde in Bordeaux am Sonntagabend. Die Menschen hatten den Wirkstoff Hydroxychloroquin eingenommen. Das Mittel wird eigentlich gegen Malaria eingesetzt. Er dürfe „in keinem Fall zur Selbstmedikation eingenommen werden“, sondern allenfalls unter Aufsicht eines Arztes, warnte die Gesundheitsbehörde. Sie verwies auf die starken Nebenwirkungen des Mittels, zu denen neben Herzrhythmusstörungen unter anderem auch neurologische Probleme gehören. Eine Überdosis kann tödlich sein. Hydroxychloroquin und der verwandte Wirkstoff Chloroquin gehören zu den Mitteln, die derzeit in mehreren europäischen Ländern gegen das Coronavirus getestet werden. Ein wissenschaftlicher Nachweis einer Wirksamkeit im Kampf gegen die durch das Virus ausgelöste Lungenkrankheit Covid-19 steht jedoch aus.

30.03.2020

Weltweit mehr als 700.000 Infektionen gemeldet

Weltweit ist die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus auf mehr als 700.000 gestiegen. Bis Montagmorgen wurden nach einer auf amtlichen Angaben basierenden Zählung der Nachrichtenagentur AFP mehr als 715.200 Infektionen gemeldet, betroffen sind 183 Länder und Gebiete. Die Zahl der Todesopfer weltweit liegt bei mehr als 33.500. Spanien meldete am Montag 812 weitere Todesfälle innerhalb von 24 Stunden, die Gesamtzahl der Corona-Toten liegt dort damit bei 7340. Im Iran starben nach Behördenangaben vom Montag 117 weitere Menschen am neuartigen Coronavirus. Die Gesamtzahl der Todesopfer liegt damit bei 2757. Mehr als 41.000 Menschen haben sich in dem Land bisher mit dem Virus infiziert.

30.03.2020

Bund rechnet mit bis zu 28 Milliarden Euro Ausfall im Kulturbereich

Die Bundesregierung rechnet durch die Coronakrise mit Umsatzeinbußen der Kultur- und Kreativwirtschaft in Höhe von bis zu fast 28 Milliarden Euro. Der anhaltende Stillstand in diesem Bereich lasse dieses gravierende Szenario wahrscheinlicher werden, heißt es in einer am Montag verbreiteten Berechnung des Kompetenzzentrums Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes. Die als mildes Szenario bezeichneten Folgen lägen bei Einbußen von 9,5 Milliarden Euro, ein mittleres Szenario geht von 14,7 Milliarden Euro aus.

30.03.2020

Ansteckungen: In Berlin wird die Kurve flacher

Vier Wochen nach der ersten bestätigten Coronavirus-Infektion in Berlin und zwei Wochen nach ersten drastischen Einschränkungen hat sich der Anstieg der Meldezahlen deutlich abgeschwächt. Zwar gibt es inzwischen 2462 bestätigte Fälle (Stand: 29.3. abends). Aber der prozentuale Anstieg von Tag zu Tag lag zuletzt deutlich niedriger als in den Wochen davor, wie eine Auswertung der vom Senat veröffentlichten Tageszahlen durch die Deutsche Presse-Agentur ergeben hat. Entsprechend wurde die sogenannte Verdoppelungszeit, also die Anzahl von Tagen, in denen sich die Fallzahlen verdoppeln, immer länger. Etwas schneller steigen allerdings die Zahlen der Menschen, die im Krankenhaus liegen oder dort auf Intensivstationen behandelt werden müssen.

30.03.2020

Österreich: Masken-Pflicht im Supermarkt

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz hat eine Schutzmasken-Pflicht in Supermärkten verordnet. Kurz sagte: “Es handelt sich hierbei um einen Mund- und Nasenschutz, also ganz einfache Masken.” Es sei ein Irrtum zu glauben, dass diese Masken den Tragenden optimal schützen. “Aber es kommt dadurch nicht so schnell zu einer Übertragung durch die Luft.” Die Masken sollen von Supermärkten an jeden Kunden verteilt werden. “Es ist Pflicht diese Maske dann auch beim Einkaufen zu tragen”, so Kurz. Mittelfristig sollten die Schutzmasken überall dort getragen werden, wo es zu Kontakt zwischen Menschen kommt. Das ersetze nicht das Abstandhalten, sondern sei eine zusätzliche Maßnahme.

30.03.2020

Bis zu 5,4 Prozent: Wirtschaftsweise fürchten Einbruch der Wirtschaft

Die deutsche Konjunktur dürfte nach Ansicht der Wirtschaftsweisen wegen des Coronavirus nicht so stark einbrechen wie im Finanzkrisenjahr 2009. Die Ökonomen und Regierungsberater sagen für 2020 allerdings eine kräftige Rezession voraus. Vor allem im ersten Halbjahr dürfte ein starker Abwärtsstrudel nicht zu vermeiden sein, erklärte der Sachverständigenrat am Montag. Die Experten spielen drei Varianten durch. Im Basisszenario – und derzeit wahrscheinlichsten Fall – schrumpft die Wirtschaft um 2,8 Prozent und zieht im nächsten Jahr um 3,7 Prozent an. Im schlimmsten Fall würde das Bruttoinlandsprodukt dieses Jahr um 4,5 Prozent schrumpfen und 2021 nur sehr langsam um 1,0 Prozent wachsen. Die Erholung hätte dann den Verlauf eines langen „U“.

Dazu könnte es den drei Wirtschaftsweisen zufolge kommen, wenn die gesundheitspolitischen Maßnahmen über den Sommer hinaus andauern und sich die Konjunktur erst 2021 wieder erholt. Die Regierung müsste dann wohl neue Hilfspakete schnüren. „Die getroffenen Politikmaßnahmen reichen dann womöglich nicht aus, tiefgreifende Beeinträchtigungen der Wirtschaftsstruktur zu verhindern.“ Verschlechterte Finanzierungsbedingungen und eine verfestigte Unsicherheit könnten zudem Investitionen bremsen und zu Kaufzurückhaltung der Konsumenten führen. In einem weiteren Risikoszenario würde es bei großflächigen Produktionsstilllegungen und ebenfalls länger andauernden gesundheitspolitischen Maßnahmen zu einem Konjunktureinbruch von 5,4 Prozent kommen. Bei einer vergleichsweise schnellen Erholung („V“-Form) könnte es 2021 aber mit 4,9 Prozent Wachstum wieder bergauf gehen.

30.03.2020

CDU-Präsidium: Kein Ende der Corona-Maßnahmen in Sicht

Die CDU-Spitze hat davor gewarnt, jetzt über die Beendigung der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland zu diskutieren. CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer sagte am Montag nach Angaben aus Parteikreisen in einer Schaltkonferenz mit dem Parteipräsidium, das Virus habe „ganz Europa und die Welt fest im Griff“. Die Menschen würden in der aktuellen Situation ein gutes Krisenmanagement erwarten.

Das CDU-Präsidium sei sich einig gewesen, dass man bei der Reduzierung der Infiziertenzahl noch nicht da sei, wo man hin wolle, hieß es aus diesen Kreisen weiter. Erst wenn die Zeit der Verdopplung der Zahl der Infizierten bei zehn Tagen sei, wäre man auf dem richtigen Weg. Als positiv sei registriert worden, dass die Hamsterkäufe der Menschen in der Krise abgenommen hätten.

30.03.2020

Autobranche will medizinisches Gerät produzieren

Die weitgehend lahmgelegte deutsche Automobilindustrie steht dem Branchenverband VDA zufolge zur Unterstützung bei der Herstellung von medizinischer Schutzausrüstung und Beatmungsgeräten bereit. Viele Unternehmen seien auf der Suche, wie sie bei der Produktion etwa von Schutzkleidung, Mundschutz und Beatmungsgeräten helfen könnten, sagt VDA-Präsidentin Hildegard Müller in der ARD. Allerdings sei gerade deie Fertigung von Beatmungsgeräten ein sehr komplexer Vorgang. Die Branche überlege, wie sie die Produktion auch über Ersatzteile unterstützen könne. Der Austausch auch mit der Politik laufe sehr gut.

30.03.2020

Twitter löscht zwei Botschaften Bolsonaros zu Corona-Krise

Der Internetdienst Twitter hat zwei Botschaften des brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro gelöscht, in denen der Staatschef den Sinn von Isolationsmaßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus in Zweifel gezogen hatte. Die Botschaften hätten gegen die bei Twitter geltenden Regen verstoßen, erklärte das US-Unternehmen am Sonntag. Es würden solche Botschaften gelöscht, die den Informationen der Gesundheitsbehörden zu der Pandemie widersprächen und das Risiko einer Weiterverbreitung des Virus erhöhen könnten.

Bolsonaro hat wiederholt eine „Hysterie“ über das Virus angeprangert und die von dem Erreger ausgelöste Lungenkrankheit Covid-19 als „kleine Grippe“ bezeichnet. Der Staatschef warnte auch vor Schäden für die brasilianische Wirtschaft durch die Anti-Corona-Maßnahmen regionaler und kommunaler Behörden und plädierte für eine rasche Rückkehr zur Normalität im öffentlichen Leben.

Bei den von Twitter gelöschten Botschaften handelt es sich um zwei Videos, die zeigen, wie Bolsonaro sich persönlich über Empfehlungen seines eigenen Gesundheitsministeriums für den Kampf gegen die Pandemie hinwegsetzt. Der Präsident ist dabei zu sehen, wie er am Sonntag durch die Hauptstadt Brasília läuft, sich mit Unterstützern trifft und sie drängt, die Wirtschaft am Laufen zu halten.

30.03.2020

Galeria Karstadt Kaufhof verhandelt weiter um Staatshilfe

Der Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof wartet weiter auf Staatshilfen. Die „Textilwirtschaft“ berichtet, dass die nötigen Gespräche auch am Wochenende zu keinem Ergebnis geführt haben. Die Fachzeitschrift zitiert aus einem internen Papier, in dem es heißt, das Unternehmen führe „derzeit unter anderem Gespräche mit den Banken, um die umfangreichen Voraussetzungen für die Inanspruchnahme staatlicher Hilfsgelder zu schaffen.“ Dieser Prozess sei allerdings „derzeit noch sehr bürokratisch und aufwändig. Er kostet wertvolle Zeit.“ Aus dem Umfeld des Konzerns wurde der Deutschen Presse-Agentur der Inhalt des Papiers bestätigt. Der Konzern wollte sich auf Anfrage nicht äußern.

30.03.2020

Toilettenpapier-Engpass gefährdet Abwassernetze

Die Allianz der öffentlichen Wasserwirtschaft (AöW) warnt laut „Handelsblatt“ angesichts der Knappheit von Toilettenpapier in Teilen Deutschlands vor Risiken für das Abwassernetz. Demnach greifen Verbraucher auf Feuchttücher, Haushaltsrollen oder Papiertaschentücher zurück, doch diese drohen Abwasserleitungen zu verstopfen. „Werfen Sie alternative Hygieneartikel nicht in das WC, sondern entsorgen Sie diese bitte in gut verschlossenen Müllbeuteln über die graue Tonne“, wird der Verband zitiert.

30.03.2020

Kreuzfahrtschiffe dürfen Panama-Kanal passieren

Zwei Kreuzfahrtschiffe mit mehr als 1800 Menschen an Bord dürfen nach tagelanger Unsicherheit den Panama-Kanal passieren. Die „Zaandam“ und ihr Schwester-Schiff „Rotterdam“ hätten mit der Durchquerung des Kanals begonnen, teilte die zuständige Behörde am Sonntagabend (Ortszeit) mit. An Bord der „Zaandam“ waren zuvor vier Menschen gestorben. Eine Todesursache wurde nicht mitgeteilt, aber mindestens zwei Passagiere haben sich mit dem Coronavirus infiziert.

Die panamaischen Behörden betonten daraufhin, dass sie niemanden von der „Zaandam“ an Land gehen lassen würden. Und auch der Bürgermeister von Fort Lauderdale in Florida, dem Zielhafen des Schiffes, sagte, er wolle nicht, dass die „Zaandam“ anlege, zumindest nicht ohne umfassende Vorkehrungsmaßnahmen. Nach der Durchquerung des Panama-Kanals dauert es noch mehrere Tage, bis die Schiffe Florida erreichen.

Die „Rotterdam“ war vom Kreuzfahrtunternehmen Holland America mit Vorräten zur „Zaandam“ geschickt worden. Außerdem nahm sie scheinbar gesunde Passagiere an Bord.

30.03.2020

Städtetag zeigt Verständnis für längere Corona-Maßnahmen

Der Deutsche Städtetag hat verständnisvoll auf die Einschätzung des Kanzleramts reagiert, dass vor dem 20. April die Beschränkungen in der Corona-Krise nicht gelockert werden. Städtetagspräsident Burkhard Jung machte aber auch deutlich, dass Deutschland den Ausnahmezustand nicht monatelang durchhalten werde. Er könne die Aussage von Kanzleramtschef Helge Braun gut verstehen, sagte der Leipziger Oberbürgermeister. „Der Erfolg der Maßnahmen zeigt sich nicht nach ein oder zwei Wochen.“ Es brauche genügend Zeit, um das Gesundheitssystem besser vorzubereiten. Gesundheit und Menschenleben zu retten habe nun Priorität.

30.03.2020

Ungewissheit über Dauer der Corona-Krise drückt asiatische Börsen

Die asiatischen Aktienmärkte sind am Montag infolge von globalen Befürchtungen um die Dauer der Corona-Krise abgerutscht. Trotz der Bemühungen der Zentralbanken ist die Sorge der Anleger, dass die weltweiten Einschränkungen und Stilllegungen den Volkswirtschaften unermesslichen Schaden zufügen werde. „Wir senken immer wieder die globalen BIP-Prognosen für das erste Halbjahr, da sowohl die Reichweite der globalen Pandemie als auch der Schaden im Zusammenhang mit der notwendigen Eindämmungspolitik zugenommen haben“, sagte JPMorgan-Ökonom Bruce Kasman. Analysten gehen nun in der ersten Jahreshälfte davon aus, dass das globale BIP mit einer annualisierten Rate von 10,5 Prozent sinken könnte. Es herrschte große Ungewissheit darüber, ob Fonds kaufen oder verkaufen müssten, um ihre Benchmarks zu erfüllen, von denen viele durch die wilden Marktschwankungen, die im März zu beobachten waren, aus dem Ruder gelaufen waren.

30.03.2020

Trump machen hohe Einschaltquoten seiner Pressebriefings stolz

US-Präsident Donald Trump ist stolz auf die hohen Einschaltquoten seiner täglichen Pressebriefings zur Coronavirus-Pandemie. Dass seine Zuschauerzahlen derart hoch seien, mache die Medienlandschaft „verrückt“, verkündete Trump am Sonntag über den Kurzbotschaftendienst Twitter. Seine Quoten seinen mit denen von Football-Übertragungen oder der Show „The Bachelor“ vergleichbar, prahlte er.

Trump zitierte auch den Einstieg eines Artikels der „New York Times“, in dem es hieß: „Präsident Trump ist ein Quoten-Hit (...).“ Allerdings unterschlug Trump in seinem Tweet den Rest des Satzes. Dieser lautete vollständig: „Präsident Trump ist ein Quoten-Hit, und einige Journalisten and Experten des öffentlichen Gesundheitssektors sagen, das könnte eine gefährliche Sache sein.“

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30.03.2020

Chinas Präsident Xi Jinping will kleinere Unternehmen schützen

Dem chinesischen Staatsfernsehen zufolge will der chinesische Präsident Xi Jinping die Förderpolitik für kleine und mittlere Unternehmen umgehend anpassen, um sie vor den Auswirkungen des Coronavirus zu schützen. Während eines Sonntagsbesuchs in einer Fabrik in Ningbo sagte Xi, dass chinesische Firmen aktiv den Betrieb und die Produktion wieder aufnehmen sollten, auch wenn die Bemühungen zur Bekämpfung des Coronavirus weitergehen, so der Bericht.

30.03.2020

Argentinien verlängert Ausgangssperre

Argentiniens Präsident Alberto Fernandez verlängert die landesweite Ausgangssperre bis Mitte April. Diese war zunächst bis Ende März angedacht. Sie werde nun bis zum Ende der Osterwoche in Kraft sein, sagt er.

30.03.2020

China meldet 31 neue Fälle und vier Tote

China berichtet 31 neue Coronavirus-Fälle. Darunter befindet sich laut Angaben der Nationalen Gesundheitskommission nur eine lokal übertragene Infektion. Tags zuvor lag die Zahl der Neuerkrankungen bei 45. Die Kommission meldet vier neue Todesfälle, wodurch die Gesamtzahl der Todesopfer durch den Ausbruch des Coronavirus auf dem Festland auf 3304 steigt. Die Gesamtzahl der Infektionen beziffert sich nach Behördenangaben auf 81.470.

30.03.2020

USA nimmt Malariamittel-Spenden von Novartis und Bayer an

Das US-Gesundheitsministerium (HHS) akzeptiert Medikamentenspenden der Pharmaunternehmen Novartis und Bayer AG. Novartis habe 30 Millionen Einheiten des Mittels Hydroxychloroquin, Bayer eine Million Einheiten seines Arzneistoffes Chloroquin zur Verfügung gestellt, so die Behörde. Beide Präparate kommen bei der Therapie und Prophylaxe der Malaria zum Einsatz.

30.03.2020

Countrysänger Joe Diffie stirbt an Folgen des Coronavirus

Der amerikanische Countrysänger Joe Diffie ist am Sonntag Opfer des Coronavirus geworden. Der 61-Jährige hatte erst vor wenigen Tagen in den sozialen Medien über seine Erkrankung berichtet. Nunmehr sei er an Komplikationen der Erkrankung mit Covid-19 gestorben, berichteten US-Medien am Sonntagabend (Ortszeit) unter Berufung auf seinen Publizisten. Diffie hatte vor allem in den 90er-Jahren mit einer Reihe von Alben mit traditioneller Musik die Country-Charts gestürmt. Unter anderem hielt er mit Songs wie „Third Rock From The Sun“ oder „Pickup Man“ sowie „Bigger Than The Beatles“ wochenlang die Spitze der Charts. Sein letztes Album „All In The Same Boat“ erschien 2010. Im Vorjahr veröffentlichte er die Single „As Long As There’s A Bar“.

30.03.2020

Trump befürchtet 100.000 Coronavirus-Tote in den USA

US-Präsident Donald Trump befürchtet, dass die Coronavirus-Krise in den USA 100.000 Menschen das Leben kosten könnte. Wenn es gelinge, die Todeszahl durch die getroffenen Eindämmungsmaßnahmen auf 100.000 zu begrenzen, „dann haben wir alle zusammen einen guten Job gemacht“, sagte Trump am Sonntagabend (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus. „Das ist eine furchtbare Zahl.“ Trump verwies auf eine am 16. März veröffentlichte Studie des Imperial College in London, die von 2,2 Millionen in den USA ausgeht – allerdings ohne Maßnahmen zur Eindämmung des Virus. Der Präsident begründete damit die Verlängerung der Schutzmaßnahmen seiner Regierung.

30.03.2020

Japan weitet Einreiseverbote aus

Japan weitet sein Einreiseverbot auf Bürger aus den USA, China, Südkorea und dem größten Teil Europas aus, berichtet die Zeitung „Asahi“. Die Regierung überlege, auch die Einreise aus einigen Ländern Südostasiens und Afrikas verbieten, schreibt die Zeitung unter Berufung auf mehrere Regierungsquellen.

30.03.2020

Trump verlängert Eindämmungs-Maßnahmen bis 30. April

US-Präsident Donald Trump erwartet, dass die Zahl der Toten in der Corona-Krise in den USA in zwei Wochen ihren Höhepunkt erreichen könnte. Deswegen verlängere er die ursprünglich bis zum 30. März geltenden Richtlinien zur sozialen Distanzierung bis zum 30. April, kündigte Trump am Sonntag im Rosengarten des Weißen Hauses an. Je besser die Richtlinien eingehalten würden, „desto schneller wird dieser Alptraum enden“, sagte Trump.

Vor zwei Wochen hatte die Regierung Richtlinien für zunächst 15 Tage veröffentlicht, die unter anderem vorsehen, dass Menschen Abstand zueinander halten und Ansammlungen von mehr als zehn Menschen vermieden werden sollen. Trump zeigte sich optimistisch, dass bis zum Sommer das Schlimmste überstanden sei. „Wir können davon ausgehen, dass wir bis zum 1. Juni auf dem Weg der Erholung sind.“

Noch vor wenigen Tagen hatte Trump gesagt, dass er die USA bis Ostersonntag – also in zwei Wochen – wieder weitgehend im Normalbetrieb sehen wolle. Nun sagte er: „Nichts wäre schlimmer, als den Sieg zu verkünden, bevor der Sieg gewonnen ist. Das wäre der größte Verlust von allem.“ Trump versicherte zugleich: „Wir werden diesen unsichtbaren Fluch, diesen unsichtbaren Feind besiegen.“

30.03.2020

Australien überprüft ausländische Investitionen

Die Regierung in Australien wird alle ausländischen Neu-Investitionen während der Dauer der Coronavirus-Krise von seinem Foreign Investment Review Board (FIRB) bewerten lassen, um einen Ausverkauf der infolge des Virusausbruchs wirtschaftlich angeschlagenen Unternehmen zu verhindern. „Dies ist kein Investitionsstopp. Australien ist offen für Unternehmen und erkennt an, dass Investitionen zu diesem Zeitpunkt von Vorteil sein können, wenn sie im nationalen Interesse liegen“, sagt Schatzmeister Josh Frydenberg. „Diese Maßnahmen sind notwendig, um das nationale Interesse zu wahren, da der Ausbruch des Coronavirus die australische Wirtschaft und die australischen Unternehmen stark unter Druck setzt.“

29.03.2020

Trump: Krankenhäuser und Ärzte „horten“ unnötigerweise

US-Präsident Donald Trump hat einigen Krankenhäusern und Ärzten im Land das unnötige Horten von Beatmungsgeräten und anderen medizinischen Geräten in der Corona-Krise vorgeworfen. „Es geht um Gegenden, in denen sie diese teilweise wahrscheinlich nicht brauchen werden und selbst wenn sie das tun, haben sie zu viel davon“, sagte Trump am Sonntag. Deshalb müssten sie Beatmungsgeräte und andere medizinische Geräte an jene Krankenhäuser im Land weitergeben, wo sie dringender benötigt würden. Konkrete Namen von Krankenhäusern nannte er nicht, er sagte aber, seine Regierung habe mehrere davon identifiziert.

29.03.2020

Anstieg der Neuinfektionen verlangsamt sich in Italien

In Italien verlangsamt sich die Zunahme der Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Die Gesamtzahl der Infizierten erhöhte sich um 5217 auf 97.689, wie der Zivilschutz am Sonntag mitteilte. Das ist der geringste Anstieg von Neuinfektionen seit Mittwoch. Bislang hat die Coronavirus-Pandemie offiziellen Angaben zufolge 10.779 Todesopfer in Italien gefordert. Die Behörde erklärte, dass in den vergangenen 24 Stunden 756 neue Todesfälle hinzugekommen seien. Im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus droht dem südeuropäischen Land dennoch eine Verlängerung der Ausgangssperre. „Die Maßnahmen, die am 3. April auslaufen, werden unweigerlich verlängert“, sagte der Minister für regionale Angelegenheiten, Francesco Boccia, dem TV-Sender Sky TG24.

29.03.2020

Nigerias Präsident riegelt Lagos und Abjua für 14 Tage ab

Nigerias Präsident Muhammadu Buhari riegelt zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie die Millionenstadt Lagos und die Hauptstadt Abuja ab. Die Maßnahme solle ab Montag für 14 Tage gelten, teilt Buhari in einer TV-Ansprache mit. Alle Einwohner dieser beiden Städte müssten in ihren Wohnungen bleiben. Alle Reisen zwischen verschiedenen Staaten müssten verschoben werden. Alle Geschäfte und Büros sollen während dieses Zeitraums komplett geschlossen werden. In Nigeria sind offiziellen Angaben zufolge 97 Menschen mit dem Coronavirus infiziert.

29.03.2020

Beiersdorf unterstützt Kampf gegen Pandemie mit 50 Millionen Euro

Der Hamburger Konsumgüterkonzern Beiersdorf stellt im internationalen Kampf gegen die Covid-19-Pandemie 50 Millionen Euro zur Verfügung. Unternehmenschef Stefan De Loecker gibt bekannt, mit dem Betrag das Krisenmanagement insbesondere in den Epizentren sowie in Regionen mit schwachen öffentlichen Gesundheitssystemen und Infrastrukturen unterstützen zu wollen. Zu den Sofortmaßnahmen zählten unter anderem die Spende von Desinfektionsmitteln, Haut- und Handpflegeprodukten an medizinisches Personal in der ganzen Welt sowie eine direkte finanzielle Unterstützung für globale und lokale Nichtregierungsorganisationen, die Partner des Beiersdorf-Konzerns seien und derzeit selbst vor großen Herausforderungen stünden.

29.03.2020

„Hier in New York fühlt es sich wortwörtlich an wie zu Kriegszeiten“

New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio schlägt angesichts knapp werdender medizinischer Ausrüstung Alarm. Er könnte den reibungslosen Betrieb der Krankenhäuser nur für eine Woche garantieren, sagte er dem TV-Sender CNN. Dabei gehe es nicht nur um Masken, Schutzkleidung und dringend benötigte Beatmungsgeräte, sondern auch um medizinisches Personal. Die Ärzte und Pfleger könnten im jetzigen Tempo nicht über Wochen weiterarbeiten und bräuchten Unterstützung. „Hier in New York fühlt es sich wortwörtlich an wie zu Kriegszeiten“, sagte de Blasio.

Quelle: AFP/KENA BETANCUR

Im Central Park in New York werden vor dem Mount Sinai West Hospital Zelte für die Patienten aufgebaut

29.03.2020

Aufnahmestopp am Klinikum Wolfsburg wegen Corona-Infektion

Das Klinikum Wolfsburg nimmt aufgrund von Corona-Infektionsfällen unter den Mitarbeitern keine neuen Patienten mehr auf. Diese werden auf umliegende Krankenhäuser verteilt, wie die Stadt mitteilte. Zudem seien ab sofort keine Besuche mehr erlaubt, „auch nicht die bisherigen Ausnahmen“. Die Stadt hat stark mit der Coronavirus-Pandemie zu kämpfen – in einem Wolfsburger Alters- und Pflegeheim sind insgesamt 15 Menschen nach einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Ähnlich wie in dem Heim, in dem überwiegend Demenzkranke leben, werden auch im Klinikum die Vorsichtsmaßnahmen weiter verschärft. Das gesamte Klinikpersonal arbeite „ab sofort im Vollschutz“, hieß es von der Stadt: „Die Patienten werden so verteilt, dass nur noch ein Patient pro Zimmer liegt.“

29.03.2020

Moskau verhängt wegen Corona-Pandemie Ausgangssperre

Moskau verhängt wegen des Corona-Virus eine Ausgangssperre. Von diesem Montag an dürfe man die Wohnung nur unter bestimmten Umständen verlassen, teilte Bürgermeister Sergej Sobjanin mit. Darunter fallen demnach der Weg zur Arbeit, zum Supermarkt, zur Apotheke und zum nächst gelegenen Müllcontainer. Auch Haustiere dürften nur in einem kleinen Radius um die eigene Wohnung herum ausgeführt werden. Die Moskauer dürften sich „nicht mehr ohne Grund in der Stadt bewegen“, meinte der Bürgermeister. Bislang gab es eine Ausgangssperre für Menschen im Alter von über 65 Jahren.

Quelle: AFP/KIRILL KUDRYAVTSEV

In der Millionen-Metropole haben sich nach offiziellen Angaben bereits mehr als 1000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert – Tendenz steigend. An diesem Montag beginnt zudem eine von Kremlchef Wladimir Putin angeordnete arbeitsfreie Woche, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Es war befürchtet worden, dass viele diese Zeit zum Einkaufen oder für Freizeitaktivitäten nutzen könnten. Deshalb waren bereits am Samstag alle Einkaufszentren, Restaurants, Bars und größeren Parks geschlossen worden. Bereits dieser Schritt galt als beispiellos in der jüngeren Geschichte Moskaus. Derartige Einschnitte gab es zuletzt während des Zweiten Weltkrieges.

29.03.2020

New York steuert auf 1000 Tote durch Covid-19 zu

Der US-Staat New York dürfte bald die Schwelle von 1000 Toten durch Covid-19 verzeichnen. Die Zahl sei laut Gouverneur Andrew Cuomo am Sonntag von 728 auf 965 gesprungen. Die Mehrheit der Opfer wurde in New York City verzeichnet, wo es nach Zahlen vom Sonntagmorgen 678 Tote gab. Neuen Zahlen zufolge handelt es sich bei fast einem Viertel der Toten im Staat New York um Menschen, die in Senioren- und Pflegeheimen gewohnt haben. In New York City sind den Berechnungen zufolge besonders die armen Bezirke mit der Krise überfordert. Am Samstag machten etwa die Fälle in Queens 32 Prozent der mehr als 30.000 bestätigten Fälle in der City aus. Die allgemein als arm geltenden Stadtteile Jackson Heights, Elmhurst und Corona sind nach Daten von einer Stadtkarte mit Prozentberechnungen positiv getesteter Anwohner besonders hart getroffen. In den Gegenden fielen demnach 69 bis 86 Prozent der Tests positiv aus. Ein Krankenhaus in Elmhurst wurde zuletzt mit Coronavirus-Fällen überschwemmt – an einem Tag starben dort 13 mit dem Virus infizierte Patienten.

29.03.2020

"Das Paket wird aber nur für vielleicht zwei Monate reichen“

Der Präsident des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung in Halle, Reint Gropp, vergleicht die ökonomischen Verhältnisse im Zuge der Coronakrise mit einer Kriegswirtschaft und fordert ein rasches Ende des Shutdowns. „Zumindest kurzfristig befinden wir uns in einer Art Kriegswirtschaft, in der der Staat bei der Koordinierung der Wirtschaft eine größere Rolle spielen muss als in normalen Zeiten“, sagte Gropp dem „RedaktionsNetzwerk Deutschland“. „Die Maßnahmen, die zuletzt von der Bundesregierung und dem Bundestag beschlossen wurden, dienen dazu, Unternehmen zu erhalten und nicht pleitegehen zu lassen, damit die Wirtschaft sich nach dem Shutdown schnell wieder erholen kann. Das Paket wird aber nur für vielleicht zwei Monate reichen.“ Wenn der Shutdown länger dauere, müsste ein weiteres Hilfspaket aufgelegt werden, sagte Gropp.

29.03.2020

Bürgerkriegsland Syrien meldet erstes Coronavirus-Opfer

Eine Woche nach Bekanntgabe der ersten Coronavirus-Infektion in Syrien meldet das Bürgerkriegsland den ersten Todesfall im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit. Eine Frau sei unmittelbar nach Einlieferung ins Krankenhaus gestorben, teilte das Gesundheitsministerium mit. Ein Test dort habe ergeben, dass sie sich mit Sars-CoV-2 infiziert habe. Wo genau sie starb, teilte das Ministerium nicht mit.

29.03.2020

Drei weitere Corona-Opfer in Wolfsburger Heim

Im Wolfsburger Hanns-Lilje-Heim sind drei weitere Menschen in Folge einer Coronavirus-Infektion gestorben. Damit sind innerhalb von knapp einer Woche 15 Menschen in dem Alters- und Pflegeheim, in dem viele demente Menschen leben, nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. Alleine am Freitag hatte die Stadt den Tod von sechs infizierten Frauen und zwei Männern im Alter zwischen 76 und 100 Jahren gemeldet.

29.03.2020

US-Virologe rechnet mit Millionen Corona-Fällen und mehr als 100.000 Toten

Die US-Regierung geht von langfristig Millionen Coronavirus-Fällen in den Vereinigten Staaten und mehr als 100.000 Toten aus. Die Zahl der Opfer könne gar an die 200.000 heranreichen, prognostizierte der Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten, Anthony Fauci. Auf seine Vorhersage wolle er aber nicht „festgenagelt“ werden, sagte er, denn die Pandemie sei „ein bewegliches Gebilde“.

Bis zum Sonntagmorgen sind in den USA etwa 125.000 Fälle und 2200 Tote durch das neue Virus gemeldet worden. Ungeachtet dessen debattiert die Washingtoner Regierung, die Abstandsregeln für Sozialkontakte in weniger stark von dem Virus heimgesuchten Regionen zurückzufahren. Das unterstütze er nur, wenn dort mehr Corona-Tests gemacht werden könnten, um die Situation zu beobachten, sagte Fauci. „Das ist aktuell ein wenig fraglich“, gab er zugleich zu. Fauci äußerte sich in der Sendung „State of the Union“ im Fernsehsender CNN.

29.03.2020

Pflegerin positiv getestet, 13 Bewohner in Seniorenheim in Halle infiziert

In einem Altenpflegeheim in Halle wurden 13 Bewohner positiv auf das neuartige Coronavirus getestet, ein Bewohner ist am Sonntag gestorben. Die Bewohner hätten keine Symptome gehabt und seien getestet worden, weil am Samstag bei einer Pflegerin das Virus nachgewiesen worden sei, teilte Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) mit. In der Diakonie-Einrichtung seien derzeit 152 Bewohner untergebracht. Der Gebäudeteil mit 55 Bewohnern, in dem die infizierte Pflegerin im Einsatz war, sei unter Quarantäne gestellt worden. Das Personal arbeite nun mit Schutzausrüstung. Auch in einer kleineren Pflegeeinrichtung mit 24 Bewohnern wurde laut Wiegand bei einer Pflegerin das neuartige Coronavirus festgestellt. Alle Bewohnerinnen und Bewohner würden nun untersucht. Es gelte auch dort eine Quarantäne.

29.03.2020

Grönland führt wegen Corona-Krise Alkoholverbot für Hauptstadt ein

Grönland führt auch aus Sorge vor Gewalt gegen Kinder während der Corona-Krise ein vorübergehendes Alkoholverbot ein. Die Maßnahme gilt umgehend und bis zum 15. April für die Hauptstadt Nuuk sowie die nahe gelegenen Siedlungen Kapisillit und Qeqertarsuatsiaat, wie die grönländische Regierung am Wochenende mitteilte. Gemäß den Auflagen von Kielsen dürfen in der Hauptstadtregion keine Getränke mit einem Alkoholgehalt jenseits von 2,25 Prozent ausgeschenkt werden. Es ist auch nicht mehr möglich, Alkohol im Laden zu kaufen.

29.03.2020

Zehntausende kehren nach Wuhan zurück

Nach langem Stillstand fließt in Chinas Epizentrum der Corona-Pandemie allmählich wieder der Verkehr: In die Millionenstadt Wuhan kehrten nach Wiederaufnahme der Zugverbindungen am Wochenende Zehntausende zurück. Allein am Samstag hätten 60.000 Menschen, die wegen der Blockade andernorts gestrandet waren, die Stadt wieder betreten, berichtete die Nachrichten-Webseite „The Paper“ unter Berufung auf die Bahn. Auch die U-Bahn fuhr wieder.

Quelle: REUTERS

Der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua zufolge kamen 12.000 Menschen mit Hochgeschwindigkeitszügen in die schwer von der Corona-Pandemie getroffene Stadt. Bis zum 8. April ist allerdings nur die Einreise nach Wuhan erlaubt. Erst danach können Chinesen die Stadt mit mehr als zehn Millionen Einwohnern auch wieder verlassen.

Wuhan war am 23. Januar komplett abgeriegelt worden. Zunächst war nur die Ausreise nicht mehr erlaubt. Nach und nach wurden die Regeln verschärft. Schließlich durfte überhaupt niemand mehr auf die Straßen. In der gesamten Provinz Hubei standen faktisch 60 Millionen Menschen unter Zwangsquarantäne. Am Sonntag nahmen in weiten Teilen der zentralchinesischen Provinz die Flughäfen den Betrieb wieder auf.

Quelle: REUTERS

Bürger dürfen Wuhan erst ab dem 8. April wieder verlassen, die meisten Geschäfte sind immer noch geschlossen, gelbe Straßensperren blockieren die Straßen

29.03.2020

Norwegen will Corona-Zufallstests einführen

In Norwegen sollen Bürgerinnen und Bürger per Zufallsauswahl auf das neue Coronavirus getestet werden. Das werde Antworten auf die Fragen liefern, wie viele Menschen, die sich angesteckt zu haben scheinen, tatsächlich infiziert sind und wie weit sich das Virus ausgebreitet hat, berichteten die norwegischen Gesundheitsbehörden. Vorbild dieser Tests sei ein Experiment in Island, meldete der norwegische Rundfunksender NRK. In Island seien 12.000 zufällige Tests in der Bevölkerung von 340.000 gemacht worden – dies sei die größte Zahl an Tests pro Kopf weltweit. Norwegen hat 5,4 Millionen Einwohner. Bislang sind dort über 4000 Coronavirus-Fälle gemeldet worden, 25 Menschen sind gestorben.

29.03.2020

Vodafone-Chef: Corona „größter Auftrieb für Digitalisierung“

Der Deutschland-Chef des Telekommunikationsanbieters Vodafone, Hannes Ametsreiter, sieht in der Corona-Krise „den größten Auftrieb für die Digitalisierung in Deutschland aller Zeiten“. „Es wird sich viel verändern, um nicht zu sagen alles“, sagte er am Sonntag bei einem virtuellen Treffen des Münchner Start-Up-Festivals „Bits & Pretzels“. Anrufe seien in Deutschland um 50 Prozent gestiegen. „Die Leute reden.“ Und der Internet-Datenverkehr um 40 Prozent. Auch er selbst habe seit der rasanten Ausbreitung des neuartigen Coronavirus ganz neue Erfahrungen gemacht. Zu Hause habe er seinen Kindern jeden Mittag das Essen gekocht. „Das habe ich noch nie gemacht.“ Eine großartige Erfahrung sei das gewesen.

29.03.2020

Hundehalter in Serbien protestieren gegen Gassigehverbot

Hundehalter haben gegen ein Verbot des Gassigehens während einer nächtlichen Ausgangssperre wegen des neuen Coronavirus in Serbien protestiert. In sozialen Netzwerken warnten sie, das Verbot könnte der Gesundheit ihrer Hunde schaden und sowohl bei Tieren als auch ihren Haltern Frust und Unruhe auslösen. Den abendlichen Spaziergang auszulassen, könnte den Zustand von Hunden mit Harnwegsproblemen und „grundlegende hygienische Bedingungen in den Wohnungen von Menschen verschlechtern“, sagte der Tierarzt Nenad Milojkovic. Die populistische Regierung hatte am Samstag eine vorherige Erlaubnis für Hundehalter aufgehoben, mit ihren Haustieren 20 Minuten lang Gassi zu gehen. Serbien hat einige der strengsten Regelungen in Europa gegen die Ausbreitung des Coronavirus eingeführt. Dazu gehören ein komplettes Bewegungsverbot für Personen über 65 Jahre und eine Ausgangssperre von 17 Uhr bis 5 Uhr morgens.

29.03.2020

Französische Ministerin stellt Sinn der EU infrage

Wie die Europäische Union auf die Coronavirus-Epidemie reagiert, wird nach den Worten der französischen Europa-Ministerin Amelie de Montchalin über ihre Glaubwürdigkeit entscheiden. „Wenn Europa nur ein Binnenmarkt ist, wenn die Zeiten gut sind, dann hat sie keinen Sinn“, sagte sie dem Rundfunksender France Inter. Sollten die europäischen Staats- und Regierungschefs sich nicht auf ein gemeinsames Vorgehen in einer derart großen Krise verständigen, würden sie damit den populistischen Parteien in die Hände spielen. Der EU-Gipfel hatte sich vor einigen Tagen nicht auf Maßnahmen geeinigt, um die durch die Epidemie ausgelöste Wirtschaftskrise abzufedern.

29.03.2020

Papst fordert weltweiten Waffenstillstand

Papst Franziskus hat angesichts der Corona-Epidemie zu einem weltweiten Waffenstillstand aufgerufen. Beim Angelusgebet forderte er am Sonntag im Vatikan dazu auf, „kriegerische Handlungen“ einzustellen. Damit schloss er sich einem Appell von UN-Generalsekretär António Guterres an. Im Anschluss an das Gebet erteilte er von einem Fenster des Apostolischen Palasts aus vor dem leeren Petersplatz den apostolischen Segen.

29.03.2020

Von der Leyen wehrt sich gegen Söder

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen wehrt sich gegen Kritik des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder an ihrer Amtsführung in der Corona-Krise. Sie erhalte von den EU-Staats- und Regierungschefs viel Anerkennung, sowohl für ihr Grenzmanagement in Europa als auch für die rasche Ermöglichung milliardenschwerer Staatshilfen, sagte von der Leyen der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel.

„Das kommt übrigens vielen Unternehmen in Bayern auch zugute“, betonte die CDU-Politikerin. „Das Vertrauen der Mitgliedsstaaten ist da. Deswegen wurde die Kommission vom Rat mit der Exit-Strategie und dem Wiederaufbauplan betraut. Das spricht für sich.“

CSU-Chef Söder hatte der EU-Kommission in der Corona-Krise Untätigkeit vorgeworfen. „Eigentlich wäre diese Krise jetzt die Stunde Europas und die Stunde der EU-Kommission. Aber es ist merkwürdig still in Brüssel“, sagte der CSU-Chef dem „Spiegel“. Jetzt wäre die Kommission gefragt, auch zur Öffnung des Grenzverkehrs. „Wir müssen derzeit alles bilateral lösen“, sagte Söder.

29.03.2020

Spanien meldet mit 838 neuen Höchststand an Todesfällen an einem Tag

Mit 838 Todesopfern durch das neuartige Coronavirus binnen 24 Stunden hat Spanien einen neuen Rekord gemeldet. Die Gesamtzahl der Corona-Opfer in dem Land stieg damit auf 6528, wie das Gesundheitsministerium in Madrid mitteilte. Die Zahl der bestätigten Infektionen stieg innerhalb eines Tages um 9,1 Prozent auf 78.797 Fälle. Mit Ausnahme von Donnerstag war die Zahl der neu hinzugekommenen Corona-Opfer in Spanien in den vergangenen Tagen stetig gestiegen.

Gleichzeitig stieg die Zahl der bereits wieder genesenen Patienten seit Samstag um 19,7 Prozent auf 14.709, wie das Ministerium weiter mitteilte.

29.03.2020

Bundeswehr fliegt Patienten von Straßburg nach Ulm aus

Die Luftwaffe fliegt am Sonntag Corona-Patienten aus Straßburg nach Ulm zur weiteren Behandlung im dortigen Bundeswehr-Krankenhaus aus. „Frankreich braucht jetzt unsere Hilfe. Und natürlich stehen wir unseren Freunden bei“, sagt Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer. „Mit meiner Amtskollegin Florence Parly habe ich deshalb abgesprochen, dass die Luftwaffe schwer kranke Corona-Patienten aus Frankreich zur Behandlung in eines unserer Bundeswehr-Krankenhäuser nach Deutschland holt. Gemeinsam sind wir stärker“. Am Samstag hatte die Bundeswehr bereits Patienten aus dem italienischen Bergamo nach Köln ausgeflogen.

29.03.2020

Österreich will Zahl der Neuinfizierten auf unter fünf Prozent senken

In Österreich werden die im Kampf gegen das Coronavirus erlassenen Einschränkungen erst bei einer deutlichen weiteren Senkung der Zahl der Neuinfizierten zurückgenommen. „Wir wollen, dass die Zahl der Neuerkrankungen unter fünf Prozent liegt“, sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) der „Kronen Zeitung“. Die Maßnahmen zeigten langsam Wirkung. „Aber wir sind noch weit, weit vom Ziel entfernt.“

In der Alpenrepublik gilt seit zwei Wochen eine weitgehende Ausgangsbeschränkung. Die bis 13. April geltenden Maßnahmen sollen im Lauf der nächsten Woche überprüft werden. Eine erste Lockerung sei bei der Wiederöffnung der Parks nicht zuletzt in Wien denkbar, deutete Anschober an. In Österreich waren am Sonntagmittag rund 8500 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert. Die tägliche Zuwachsrate lag zuletzt bei knapp unter zehn Prozent.

29.03.2020

Coronavirus breitet sich in Moskau rasant aus

In der russischen Hauptstadt Moskau steigt die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen rasant. Mehr als 1000 Menschen hätten sich bereits mit dem hochansteckenden Virus infiziert, teilte Bürgermeister Sergej Sobjanin mit. „Die Situation im Zusammenhang mit der Ausbreitung hat ein neues Ausmaß erreicht.“ Die meisten Corona-Fälle in Russland entfallen auf die Millionenmetropole Moskau. Landesweit wurden mehr als 1500 Fälle bekannt.

In Moskau sei das Virus bislang bei sechs gestorbenen Menschen nachgewiesen worden, teilten die Behörden der Agentur Interfax zufolge mit. „Bitte passen Sie auf sich auf“, appellierte Sobjanin. Unter den Infizierten seien auch 13 Kinder.

29.03.2020

Johnson bereitet Briten auf Verschlechterung der Lage vor

Premierminister Boris Johnson bereitet die Briten in einem Schreiben an die 30 Millionen Haushalte im Land auf schwere Zeiten vor. „Wir wissen, dass die Lage sich verschlechtern wird ehe es wieder besser wird“, schreibt Johnson, der selbst mit dem Coronavirus infiziert und daher in Selbstisolation ist. „In dieser Zeit des nationalen Notstands appelliere ich dringend an Sie: Bitte, bleiben Sie zuhause, schützen Sie den (nationalen Gesundheitsdienst) NHS und retten Sie Leben.“

Großbritannien hat 17.089 Infektionen mit dem Coronavirus und 1019 Tote gemeldet. Der Höhepunkt der Epidemie wird in dem Land in wenigen Wochen erwartet.

29.03.2020

Kanada schränkt Inlandsreisen für Menschen mit Corona-Symptomen ein

Menschen mit Symptomen einer Coronavirus-Infektion dürfen innerhalb Kanadas nicht mehr mit dem Zug oder Flugzeug reisen. Die neuen Reiseeinschränkungen gelten ab Montag, wie Premierminister Justin Trudeau auf einer Pressekonferenz ankündigte. Reisende müssen sich demnach vor dem Einsteigen einem Gesundheitscheck unterziehen. Die neue Regelung gilt Trudeau zufolge vorerst nicht für Nahverkehrszüge, sondern nur für Verbindungen zwischen den Ortschaften. Auch Busreisen sind ausgenommen, da diese nicht in die Zuständigkeit der Bundesbehörden fallen.

Nach Angaben des kanadischen Verkehrsministeriums müssen Passagiere vor ihrem Reiseantritt Fragen nach ihrer Gesundheit beantworten und werden auf „sichtbare Anzeichen einer Krankheit“ hin untersucht. Nur wer ein ärztliches Attest vorlegen kann, dass seine Symptome nicht mit einer Coronavirus-Infektion zusammenhängen, darf seine Reise antreten. Alle anderen dürfen demnach zwei Wochen lang nicht mit Zug oder Flugzeug reisen.

29.03.2020

China warnt vor möglicher zweiter Infektionswelle

China warnt vor einer möglichen zweiten Infektionswelle. 693 Fälle insgesamt seien bisher auf Reisende aus dem Ausland zurückzuführen, sagte ein Sprecher der Gesundheitsbehörde. Das erhöhe das Risiko einer zweiten Infektionswelle. China meldete am Samstag 45 neue Fälle, bis auf einen gingen alle auf Reisende aus dem Ausland zurück.

29.03.2020

Südkorea ordnet Quarantäne für alle Einreisenden an

Südkorea schickt alle Einreisenden ab Mittwoch kommender Woche für zwei Wochen in Quarantäne, wie Ministerpräsident Chung Sye-kyun ankündigte. Dies betreffe nicht nur Ausländer, sondern auch Südkoreaner. Für Reisenden aus einigen Ländern, wie etwa den USA, gilt eine solche Regelung schon. Am Sonntag meldete die südkoreanische Gesundheitsbehörde 105 neue Fälle, davon seien 41 Fälle eingeschleppt. Insgesamt liegt die Zahl der Infizierten in dem Land nun bei 9583.

29.03.2020

Katholische Kirche plant Ostern ohne herkömmliche Gottesdienste

Erstmals in ihrer Geschichte plant die katholische Kirche in Deutschland ein Osterfest ohne Gottesdienste in den Kirchen. Die Corona-Krise hat zu einem Verbot geführt – jedenfalls für den Fall, dass sich Gläubige vor Ort versammeln. „Wir werden aber auch über die modernen Medien viele Gottesdienste anbieten können“, versprach der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, der Deutschen Presse-Agentur. „Ich bin ganz zuversichtlich, der Funke der Freude wird auch so überspringen.“

Die Kirche wolle dem Gottesdienstverbot mit Kreativität begegnen, sagte der Limburger Bischof. „Wir üben uns jetzt in neuen Formen der Kommunikation.“ Seelsorger skypten und mailten und beteiligten sich an Helferdiensten. Die Welle der Solidarität in der Gesellschaft sei „wunderbar“, sagte der 58-Jährige. „Hoffentlich erinnern wir uns nach der Krise noch mal daran, wer jetzt die „Helden des Alltags“ sind.“

29.03.2020

RKI-Präsident: Müssen damit rechnen, dass Kapazitäten nicht ausreichen

Der Präsident des Robert-Koch-Instituts Lothar Wieler schließt Zustände wie in Italien nicht aus. „Wir müssen jedenfalls damit rechnen, dass die Kapazitäten nicht ausreichen, ganz klar“, sagte er der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. „Wir können nicht ausschließen, dass wir hierzulande ebenfalls mehr Patienten als Beatmungsplätze haben.“ Wie die derzeitigen Beschränkungen wieder zurückgenommen würden, sei eine Entscheidung der Politik. „Neben medizinischen und epidemiologischen Aspekten werden auch ökonomische und kulturelle Aspekte berücksichtigt werden.“ Nicht alles werde gleichzeitig hochgefahren werden.

29.03.2020

Medienberichte: Olympia-Eröffnungsfeier in Tokio am 23. Juli 2021

Die für dieses Jahr abgesagten Olympischen Sommerspiele in Tokio sollen nach Berichten aus Japan und den USA voraussichtlich am 23. Juli 2021 eröffnet werden. Die Schlussfeier soll demnach am 8. August steigen. Die wegen der Coronavirus-Pandemie abgesagten Spiele waren ursprünglich für den 24. Juli bis 9. August 2020 vorgesehen.

Das Internationale Olympische Komitee und die Organisatoren in Tokio hätten sich auf diesen Termin geeinigt, schrieb die „New York Times“. Der japanische Fernsehsender NHK berief sich auf Informationen aus dem Organisationskomitee, wonach der Sommer-Termin als Option bevorzugt werde. Die Paralympics würden demnach vom 24. August bis zum 5. September stattfinden. Eine offizielle Bestätigung gab es dazu allerdings nicht.

29.03.2020

Neuseeland meldet ersten Todesfall

Neuseeland hat seinen ersten tödlichen Coronavirus-Fall gemeldet. Das Opfer sei eine Frau über 70, teilten die Gesundheitsbehörden mit. Sie sei vergangene Woche in ein Krankenhaus in der Region West Coast eingeliefert worden. Zunächst sei vermutet worden, dass sie die Grippe habe. Krankenhausmitarbeiter hätten keine komplette Schutzausrüstung getragen. Deshalb sei für 21 Mitarbeiter zwei Wochen Selbstisolierung angeordnet worden.

Neuseeland hat 514 Fälle von Coronavirus gemeldet. Am Mittwoch begann dort eine strenge vierwöchige Ausgangssperre.

29.03.2020

Gabriel wirft EU Versagen in Corona-Krise vor

Ex-Außenminister Sigmar Gabriel hat der Europäischen Union Versagen bei der Bewältigung der Corona-Krise vorgeworfen. „Offensichtlich haben wir eine Schönwetter-EU, denn in der größten Bewährungsprobe seit ihrer Gründung versagt sie bisher vollständig“, sagte der Ex-SPD-Chef im ZDF-Politmagazin „Berlin direkt“. „Das Schlimmste war sicher am Anfang, dass selbst wir Deutschen nicht bereit waren, dorthin, wo die Menschen schon reihenweise umfielen und starben, nämlich nach Norditalien, Hilfsmittel zu liefern.“

Gabriel stellte die Frage, ob es so dramatisch gewesen wäre, wenn Deutschland statt 156 Milliarden Euro an neuen Schulden 166 Milliarden aufgenommen hätte – und dann 10 Milliarden den Italienern und Spaniern als Ersthilfe zur Verfügung gestellt hätte. „Die beiden Länder hätten es uns vermutlich 100 Jahre gedankt, wenn wir das gemacht hätten. So werden sie sich daran erinnern, dass nicht ihre Nachbarvölker ihnen helfen – sondern die Chinesen.“ Jetzt sei es so, dass Deutschland den Eindruck vermittele, genauso zu handeln wie Amerika – „und zwar nicht nur wir in Deutschland, sondern jedes europäische Land, nämlich: My nation first! Wir denken an uns, nicht an den Nachbarn.“

29.03.2020

Scholz will Bonus-Zahlungen für Arbeitnehmer steuerfrei stellen

Auf Bonus-Zahlungen für Arbeitnehmer sollen während der Corona-Krise bis zu einem Betrag von 1500 Euro keine Steuern anfallen. „Viele Arbeitgeber haben bereits angekündigt, ihren Beschäftigten einen Bonus zahlen zu wollen“, sagte Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) der „Bild am Sonntag“. Er werde am Montag die Anweisung erlassen, dass ein solcher Bonus bis zur Obergrenze von 1500 Euro „komplett steuerfrei sein wird“.

Derzeit seien viele Arbeitnehmer unter erschwerten Bedingungen im Einsatz, „um uns zu versorgen“, sagte Scholz. Als Beispiele nannte er Pflegekräfte, Verkäufer, Ärzte und Lkw-Fahrer. „Dieses Engagement sollten wir honorieren.“

Er erwarte steigende Löhne für zahlreiche Berufsgruppen, die bei der Bewältigung der Corona-Krise eine zentrale Rolle gespielt haben. „Bessere Löhne für harte Arbeit sollten eine Folge der Krise sein“, sagte der Finanzminister. Es sei gut, „dass viele tolle Berufe, die sonst weniger anerkannt wurden, nun als systemrelevant eingestuft werden“. Er appellierte an die Arbeitgeber: „Wenn man jemanden für systemrelevant hält, sollte man ihn auch ordentlich bezahlen.“

29.03.2020

RKI meldet mehr als 52.500 Fälle in Deutschland

Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts sind in Deutschland 52.547 Coronavirus-Fälle registriert. Das ist ein Plus von 3.965, wie das Institut mitteilt. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich demnach um 64 auf 389.

29.03.2020

Coronavirus: Südkorea meldet 105 Neuinfektionen

Südkorea verzeichnet weiter einen starken Wechsel von an- und absteigenden Zahlen bei den täglich neu erfassten Infektionen mit dem Coronavirus. Am Samstag seien 105 Fälle hinzugekommen, teilten die Gesundheitsbehörden am Sonntag mit. Am Freitag hatte die Zahl bei 146 gelegen, nach 91 am Donnerstag. Bisher wurden in dem Land 9583 Menschen positiv auf den Sars-CoV-2-Erreger getestet. Die Zahl der Todesfälle, die in Verbindung mit dem Virus gebracht werden, kletterte um acht auf 152.

Die Behörden hatten die Bevölkerung im Zuge ihrer „Kampagne der sozialen Distanz“ aufgerufen, am Wochenende geschlossene Räume wie Kirchen, Fitnesszentren oder Nachtclubs zu meiden, in denen normalerweise zahlreiche Menschen zusammenkommen. In Südkorea gibt es keine landesweite Ausgangssperre wegen des Covid-19-Ausbruchs.

29.03.2020

Ehefrau von Kanadas Premier Trudeau von Covid-19 erholt

Die Frau des kanadischen Premierministers Justin Trudeau, Sophie Grégoire Trudeau, hat die Lungenkrankheit Covid-19 überwunden. „Ich fühle mich so viel besser und habe die Entwarnung von meinem Arzt und dem Gesundheitsamt von Ottawa erhalten“, schrieb sie am Samstag (Ortszeit) auf Facebook. Sie drängte ihre Landsleute, zu Hause zu bleiben, um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu verhindern. Anstelle sich direkt zu treffen solle man die sozialen Netzwerke nutzen.

Sophie Grégoire Trudeau hatte vor gut zwei Wochen mitgeteilt, nach einer Reise nach London positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden zu sein. Sie hatte angekündigt, in Isolation zu bleiben. Sie fühle sich aber gut und habe nur leichte Symptome. Justin Trudeau hatte daraufhin angekündigt, er werde sich auch isolieren und von zu Hause aus arbeiten, obwohl er keine Symptome hatte.

29.03.2020

Müller - Hilfen für Flüchtlingsregionen im Kampf gegen Pandemie

Entwicklungsminister Gerd Müller kündigt eine Initiative zum Schutz von Flüchtlingsregionen an. „Es darf in der Corona-Krise nicht zu einer Benachteiligung der Armen gegenüber den Reichen kommen“, sagt der CSU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Es werde ein Sofortprogramm erarbeitet für die Bekämpfung der Pandemie und der wirtschaftlichen Folgen vor allem in der Region um Syrien.

29.03.2020

Detroit Auto Show abgesagt – Messehalle wird zu Klinik

Die für Juni dieses Jahres geplante Automesse in Detroit ist abgesagt. Sie soll im Juni 2021 nachgeholt werden, teilen die Organisatoren mit. Grund für die Verschiebung sei die Coronavirus-Krise. Es zeichnete sich ab, dass die Messehalle in ein provisorisches Krankenhaus umgewandelt wird. Detroit ist neben New York und New Orleans von der Pandemie besonders stark betroffen.

29.03.2020

Tegel schließen? Flughafen-Eigentümer beraten über Corona-Folgen

Eine Entscheidung über eine mögliche vorübergehende Schließung des Berliner Flughafens Tegel könnte an diesem Montag fallen. Der starke Passagierrückgang in der Corona-Krise ist nach Regierungsangaben ein Thema der Gesellschafterversammlung der Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg. Um den Flughafen zeitweise vom Netz zu nehmen, müssten die Flughafen-Eigentümer einen Antrag bei der Luftfahrtbehörde stellen.

Bei der Telefonkonferenz mit Vertretern Berlins, Brandenburgs und des Bundes dürfte es daher auch um mögliche Finanzhilfen für die Flughafengesellschaft gehen. Sie hat erhebliche Einnahmeausfälle, weil kaum noch geflogen wird. Der Aufsichtsrat hat schon zugestimmt, Hilfen zu beantragen.

29.03.2020

Grubauer hofft in Coronavirus-Krise auf Fortsetzung der NHL-Saison

Eishockey-Nationaltorhüter Philipp Grubauer hofft, dass die NHL-Saison trotz der Coronavirus-Pandemie fortgesetzt werden kann. „Die NHL, so wie der Stand jetzt ist, versucht, dass wir bis Ende Juni oder Juli wieder spielen“, sagte der 28-Jährige von den Colorado Avalanche am Samstagabend, als er aus Denver zur virtuell durchgeführten Gala der Deutschen Eishockey Liga zugeschaltet wurde. In welchem womöglich verkürzten Format die Saison dann fortgesetzt würde, sei offen.

„Wir stehen im engen Kontakt mit der Spielergewerkschaft“, sagte der Rosenheimer. „Wir haben fast alle zwei, drei Tage irgendein Telephone Call oder irgendein Meeting. Selbst wenn wir bis zum Juli oder August warten müssen, dann warten wir natürlich gerne.“

29.03.2020

Dudenhöffer erwartet drastischen Stellenabbau in Autoindustrie

In der deutschen Autoindustrie droht aus Sicht von Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer der Verlust von mehr als 100 000 Arbeitsplätzen durch die Corona-Krise. Die Nachfrage dürfte dieses Jahr um 15 Prozent einbrechen, und nach den Erfahrungen aus der Finanzmarktkrise werde der Aufholprozess mehr als zehn Jahre dauern, schreibt der Professor in einer Studie.

In den deutschen Werken gebe es über Nacht Überkapazitäten von 1,3 bis 1,7 Millionen Fahrzeugen. Kurzarbeitergeld überbrücke nur kurze Zeiten. Kein Unternehmen könne ungenutzte Produktionskapazität jahrelang vorhalten. Deshalb seien 100.000 der heute 830.000 Arbeitsplätze bei Autobauern und Zulieferern in Deutschland gefährdet – „unter optimistischen Annahmen“, schrieb Dudenhöffer.

29.03.2020

Venezuelas Oppositionsführer will Notstandsregierung bilden

Angesichts der Coronavirus-Krise will der venezolanische Oppositionsführer Juan Guaidó eine Notstandsregierung mit Vertretern aller politischen Lager bilden. „Wir müssen realistisch und verantwortungsvoll sein“, sagte der selbst ernannte Interimspräsident am Samstag in einer auf Twitter veröffentlichten Videobotschaft. „Das ist kein politisches Thema, sondern ein humanitäres.“ Der amtierende Staatschef Nicolás Maduro könne allerdings nicht Mitglied der Notstandsregierung sein.

Guaidó hatte sich Anfang vergangenen Jahres selbst zum Interimspräsidenten erklärt und Maduro damit herausgefordert. Zwar wird der Vorsitzende des Parlaments von zahlreichen Staaten als rechtmäßiger Übergangspräsident anerkannt, allerdings konnte er sich bislang in Venezuela selbst nicht gegen Maduro durchsetzen.

29.03.2020

FDP-Generalsekretärin greift Kanzleramtschef für seine Krisenkommunikation an

FDP-Generalsekretärin Linda Teuteberg hat in der Corona-Krise den Kommunikationsstil von Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) kritisiert. Braun hatte in einem Interview deutlich gemacht, dass es vor dem 20. April keine Lockerungen der im Kampf gegen das Virus verhängten Einschränkungen geben solle. „Es wäre besser, so etwas nicht über ein Zeitungsinterview zu verkünden, sondern amtlich für alle“, sagte Teuteberg. „Für die Menschen ist die Corona-Krise immer noch eine nie gekannte Ausnahme und das muss sich auch in der Kommunikation widerspiegeln.“

Solche Beschlüsse seien „aus guten Gründen“ zuletzt von Kanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten getroffen worden, sagte Teuteberg. „Der Ausnahmecharakter solch einschneidender Regelungen sollte auch bei ihrer Verlängerung deutlich werden, um ihre so wichtige Akzeptanz nicht aufs Spiel zu setzen.“ Braun hatte dem „Tagesspiegel“ gesagt: „Wir reden jetzt bis zum 20. April nicht über irgendwelche Erleichterungen.“ Bis dahin blieben alle Maßnahmen bestehen.

29.03.2020

Laschet: In Virus-Krise schon jetzt über Exit-Strategie nachdenken

In der Diskussion über die Beschränkungen des öffentlichen Lebens im Kampf gegen das Coronavirus fordert Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet schon zum jetzigen Zeitpunkt Überlegungen für einen Ausstieg aus den Maßnahmen. „Der Satz, es sei zu früh, über eine Exit-Strategie nachzudenken, ist falsch“, schreibt der CDU-Vizechef in einem Gastkommentar für WELT AM SONNTAG. Klar sei zwar, dass keine Zeit der Entwarnung sei. „Das konsequente Einhalten der derzeitigen Maßnahmen ermöglicht erst die Rückkehr zur gewohnten Freiheit.“ Es sei aber wichtig, schon jetzt die Strategien für die Zeit nach der Krise zu entwickeln. Kanzlerin Angela Merkel hatte die Diskussion über gelockerte Kontaktverbote als verfrüht kritisiert und um Geduld gebeten

Exit-Stratgegie: Jetzt müssen wir für die Zeit nach Corona planen - WELT

Der Satz, es sei zu früh, über eine Exit-Strategie nachzudenken, ist falsch. Jetzt müssen wir Maßstäbe für die Rückkehr ins soziale und öffentliche Leben entwickeln, schreibt der Ministerpräsident Nordrhein-Westfalens. Ein Gastbeitrag.

29.03.2020

Australien sieht Erfolge – Fallzahlen wachsen langsamer

In Australien zeigen die Maßnahmen zur Eindämmung des Virus-Ausbruchs nach Einschätzung der Regierung erste Erfolge. Obwohl die Zahl der Erkrankungen zweifellos weiter deutlich zunehme, habe sich dieser Anstieg immerhin verlangsamt, sagt Premierminister Scott Morrison. Der Zuwachs habe in den vergangenen Tagen bei 13 bis 15 Prozent gelegen. Vor einer Woche habe er noch 25 bis 30 Prozent betragen.

29.03.2020

Trump: Quarantäne für New York und andere Staaten „nicht notwendig“

Trotz der sich zuspitzenden Coronavirus-Krise sind nach Angaben von US-Präsident Donald Trump Überlegungen über eine Quarantäne der Bundesstaaten New York, New Jersey und Connecticut vorerst vom Tisch. „Eine Quarantäne wird nicht notwendig sein“, schrieb Trump am Samstag (Ortszeit) auf Twitter. Auf Empfehlung seiner Coronavirus-Arbeitsgruppe und nach Beratungen mit den Gouverneuren der drei betroffenen Bundesstaaten habe er die Gesundheitsbehörde CDC aufgefordert, „starke Reisehinweise“ zu veröffentlichten. Details sollten noch am Abend bekannt werden, erklärte Trump.

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28.03.2020

Erster Coronavirus-Todesfall in Mecklenburg-Vorpommern

Erstmals ist in Mecklenburg-Vorpommern ein Mensch im Zusammenhang mit einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Es handle sich um einen 57-jährigen Mann aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim, der sich Anfang März im Skiurlaub in Österreich aufgehalten habe, teilte das Gesundheitsministerium am Samstag mit.

28.03.2020

Zahl der Corona-Toten im Iran auf mehr als 2500 gestiegen

Im Iran ist die Zahl der Todesfälle durch das neuartige Coronavirus auf mehr als 2500 gestiegen. 139 weitere Menschen seien seit Freitag an den Folgen ihrer Coronavirus-Infektion gestorben, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Samstag in Teheran. Innerhalb von 24 Stunden seien zudem 3076 neue Infektionsfälle registriert worden, sagte der Sprecher Kianusch Dschahanpur. Die Gesamtzahl der Infektionen liege damit bei 35.408.

Teheran hat strikte Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie verhängt. Unter anderem wurden Versammlungen und Inlandsreisen verboten. Im Staatsfernsehen war am Freitag zu sehen, wie Polizisten an den Zufahrtsstraßen zu Teheran Autofahrer kontrollierten. Bewohner Teherans dürfen die Stadt nicht verlassen; wer seinen Wohnort andernorts hat, darf ihn nicht betreten. Zuvor waren bereits landesweit Schulen, Universitäten und wichtige Pilgerstätten geschlossen worden. Die zentralen Freitagsgebete wurden abgesagt und das Parlament vorübergehend geschlossen.

28.03.2020

Türkei beschränkt Zugverkehr und Inlandsflüge

Die Türkei stoppt Zugverbindungen zwischen den Städten und schraubt den inländischen Flugverkehr herunter. Von Mitternacht an würden nur noch größere Städte angeflogen, twittert der Chef von Turkish Airlines Bilal Eksi. Nach Angaben der Eisenbahnbehörde ist der Zugverkehr zwischen den Städten von Samstag an bis auf Weiteres ausgesetzt.