Alle Infos zu Unwetter und Starkregen in Südwestfalen

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Alle Infos zu Unwetter und Starkregen in Südwestfalen

Hier finden Sie aktuelle Informationen zu Straßensperrungen, zum Füllstand der Talsperren und zu Hilfsaktionen nach dem Unwetter im Hochsauerland, in Siegen-Wittgenstein, in den Kreisen Soest und Olpe und im Märkischen Kreis. Der Bericht wird laufend aktualisiert.

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Zugebaute Städte haben ihren Anteil

"

Die Siegener Bauingenieurin und

Uni

-Wissenschaftlerin Laima Messari-Becker hat klar gemacht, dass auch zugebaute Städte mitverantwortlich für Starkregen-Ereignisse wie im Juli sind. Im WDR2-Interview sagte die Professorin: "

Das ist der Fehler, dass man Städte hat waschen lassen - ohne einen Plan, ohne dafür zu sorgen, dass man mit Fläche sehr sparsam umgeht, dass man sehr viel klimaaktive Grünflächen vorsieht.

"

Grüne Flächen speicherten auch Wasser bei Starkregen, zudem kühlten und lüfteten sie. Das sei wichtig bei den Prognosen zur Erderwärmung. Der Weltklimarat hatte am Montag seinen Klimabericht veröffentlicht.

Klimawandel: Was wir wissen - und was nicht

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Regenrückhaltebecken als Chance

Nach dem Hochwasser suchen viele Kommunen und Firmen nach Möglichkeiten, sich besser gegen solche Gefahren zu schützen. Eine Möglichkeit: dezentrale Regenrückhaltebecken, wie sie ein Unternehmen aus Sundern baut.

Innovative Lösung aus dem Sauerland

Die Becken der Firma Enregis sollen Regenmassen direkt dort aufnehmen, wo sie entstehen - etwa an versiegelten Grundstücken wie Industriekomplexen, aber auch Wohngebäuden. Sie dienen dann als Zwischenspeicher, so dass ein erheblicher Teil des Wassers erst einmal nicht in Bäche oder die Kanalisation fließt - und so die Regen-Situation entspannt.

Experten der Universität Siegen sagen: Weil Starkregen-Ereignisse in Zukunft zunehmen, könnten solche Rückhaltebecken helfen, Schäden zu vermeiden. Die Systeme aus Sundern werden an großen Industriekomplexen wie auch an Privathäusern eingesetzt.

Ferienfreizeit für Kinder aus Flutgebieten

Die

DLRG

Sundern hat kurzfristig ein Ferienlager für Kinder aus den Flutgebieten organisiert. Seit Sonntagnachmittag sind zehn Jugendliche aus dem Ahrtal am Sorpesee zu Gast.

Die Flut hat im Ahrtal verheerende Schäden angerichtet

Sie sollen bis Samstag eine Woche mit viel Abwechslung erleben: Ausflüge mit Schifffahrt auf dem Möhnesee und in den Freizeitpark Fort Fun gehören dazu. Beim Ferienlager können sich die Jugendlichen auch neu einkleiden, denn einige haben alles in dem Hochwasser verloren.

Sanierungsarbeiten an Straßen und Schienen laufen auf Hochtouren (Stand: 04.08.2021)

Laut

Straßen.NRW

sind noch acht Land- und Bundesstraßen voll gesperrt,

22

halbseitig. Die Bundesstraße

236

in Altena soll möglichst bald wieder freigegeben werden. Noch weiter ist man an der Landstraße

540

in Altena Altroggenrahmede: Sie hat bereits eine neue Fahrbahndecke bekommen.

Bei der Bahn fahren immer noch keine Züge von Hagen nach Lüdenscheid, Plettenberg und Iserlohn. Dort sind Gleise über- und unterspült worden. Auf allen Strecken sind Ersatzbusse im Einsatz. Voraussichtlich Freitagabend sollen zumindest auf der Volmetalstrecke zwischen Hagen und Lüdenscheid die ersten Züge wieder rollen.

Hestenbergtunnel in Plettenberg für unbestimmte Zeit gesperrt (Stand: 04.08.2021)

Der Hestenbergtunnel verbindet die Stadtmitte mit dem Ortsteil Eiringhausen. Laut

Straßen.NRW

gibt es Probleme beim Brandschutz. Man habe beim Abpumpen des Beckens nach dem Hochwasser festgestellt, dass im Löschwasserbecken die Pumpen nicht richtig funktionieren. Diese sind aber enorm wichtig für die Feuerwehr.

Wenn es im Tunnel brennt, pumpen sie das Löschwasser in die Schläuche. Deshalb bleibt der Hestenbergtunnel sicherheitshalber gesperrt. Das Problem: Fachfirmen, die sich mit Pumpen auskennen, sind nach der Flutkatastrophe total gefragt. Deswegen sei es unmöglich zu sagen, wann sie wieder funktionieren und der Tunnel frei gegeben werden kann, so ein Sprecher von

Straßen.NRW

.

Benefizspiel für Flutopfer (Stand: 30.07.)

Benefizspiel mit Traditionsclub Rot-Weiss Essen

Der

FC

Iserlohn spielt am Freitag für den guten Zweck gegen den Regionalligist Rot-Weiss Essen. Der Eintrittspreis wird komplett gespendet für Opfer der Flut. Eine Hälfte geht nach Iserlohn, die andere nach Essen. Das Fußballspiel findet um 19 Uhr im Hembergstadion in Iserlohn statt.

Soforthilfen für Betroffene in Hemer und Menden (Stand: 29.07.)

Die Stadt Hemer will in den nächsten Tagen 350.000 Euro Soforthilfen wegen der Hochwasserkatastrophe auszahlen. Spätestens bis Anfang kommender Woche soll das Geld gutgeschrieben sein.

Die Stadt hat 105 Anträge von Privatpersonen bekommen und 25 von Gewerbetreibenden. Menden hat bereits mehr als 248.000 Euro Soforthilfen bewilligt und per Blitzüberweisung ausgezahlt.

Appell: Straßen schnell reparieren (Stand: 29.07.)

Arbeitgeberverbände und

IG

Metall befürchten durch die Hochwasserkatastrophe unterbrochene Lieferketten. Deshalb sollten schnellstmöglich die Straßen und Schienen im Märkischen Kreis repariert werden.

Im Moment sind noch 25 wichtige Straßen und auch einige Gleise beschädigt - teilweise sind sie sogar unpassierbar. Wenn schwere Laster in der hochindustrialisierten Region nicht ans Ziel kommen, drohen den Firmen weitere erhebliche wirtschaftliche Schäden. Deshalb müsse alles getan werden, um die Verkehrswege schnellstmöglich wieder flott zu machen.

Für die Zukunft fordern Gewerkschaft und Arbeitgeber von der öffentlichen Hand, langfristig Gewerbegebiete in Bereichen einzurichten, wo Hochwasser nicht zu erwarten ist.

1.500 Euro Spenden aus Kino-Tickets (Stand: 28.07.)

"Catweazle" wurde teils im später überschwemmten Stolberg gedreht

Das Viktoria Filmtheater in Hilchenbach-Dahlbruch und das Cineplex-Kino in Olpe haben gut 1.500 Euro für die Opfer der Flutkatastrophe gespendet. Sie hatten sich an der bundesweiten Aktion "Kino hilft!" beteiligt. Besucher konnten vergangenen Sonntag den Film "Catweazle" für 5 Euro sehen. Der Ticketpreis wurde gespendet. Catweazle wurde zum Teil in Stolberg gedreht, das vor zwei Wochen überschwemmt wurde.

Altena: 366.000 Euro Soforthilfen gezahlt (Stand: 28.07.)

Die Hilfskräfte in Altena kommen bei der Arbeit nach der Flutkatastrophe Schritt für Schritt voran. Mittlerweile hat die Stadt Flutopfern 366.000 Euro Soforthilfen gezahlt. Außerdem konnte sie 50.000 Euro aus Spendengeldern an 42 Familien weitergeben, die durch das Hochwasser alles verloren haben.

Inzwischen haben etwa 98 Prozent aller Haushalte wieder Strom. Dort, wo die Keller unter Wasser standen, müssen allerdings erst wieder neue Kabel verlegt werden. Die Straßen sind zum Großteil wieder passierbar. Das Technische Hilfswerk hat seinen Einsatz in Altena beendet. Insgesamt zeigen sich jetzt aber erst massive Schäden an Häusern und Brücken. Die Bestandsaufnahme ist noch nicht abgeschlossen.

Waldarbeiten stocken wegen Unwetter-Schäden (Stand 27.07.)

In neun Kommunen in Südwestfalen sind durch das Unwetter so schwere Schäden entstanden, dass die Waldarbeiten stocken. Das geht aus einer Schadenskarte des Landesbetriebs Wald und Holz hervor. Um die gefluteten Waldwege schnell wieder Instand zu setzen, gibt das Land 2,4 Millionen Euro.

An Lenne und Volme: Wassermassen zerstören Waldwege

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Altena, Schalksmühle und Eslohe sind drei der Kommunen, in denen das Unwetter auch in den Wäldern extrem schweren Schaden angerichtet hat. Das ist vor allem problematisch, weil die Waldarbeiter dort die Borkenkäferplage bekämpfen, indem sie das befallene Holz schnell aus den Wäldern schaffen. Das geht aber gerade nicht: Die Forstwirtschaftswege sind zum Teil so kaputt, dass sie nicht befahren werden können.

Märkischer Kreis: Wieder überall Strom in Flutgebieten (Stand 27.07)

Alle Häuser in den Hochwasser geschädigten Gebieten haben wieder Strom. Das hat die Elektroinnung Iserlohn bestätigt. Seit den Überflutungen haben Elektriker auf Hochtouren gearbeitet. Sie haben Sonderschichten eingelegt, fast Tag und Nacht gearbeitet, geplante Termine bei Kunden verschoben. Der Strom für die Flutopfer hatte oberste Priorität. Jetzt gehe es Richtung Normalität, so der Elektro-Obermeister. Alle hängen wieder am Strom, wenn auch teilweise nur provisorisch. Es war ein Wettlauf mit der Zeit, denn ohne Strom funktionieren keine Trocknungsgeräte und die waren mehr als wichtig. Schwieriger gestaltet sich die Situation in Firmen, in denen Maschinen vom Wasser verschluckt wurden. Jede muss auseinandergenommen und getrocknet werden. Größere Schäden seien erst in ein, zwei Monaten sichtbar.

Soest: Kein Soforthilfe-Geld vom Land (Stand: 26.07.)

Die Betroffenen des Hochwassers in Soest-Hattrop bekommen doch kein Soforthilfe-Geld. Das hat die Stadt Soest mitgeteilt. Das Land

NRW

habe sie offenbar bei der Bereitstellung der Soforthilfe nicht berücksichtigt. Soest hatte die Auszahlung schon organisiert. Am Montag bekam die Stadt dann die Info, dass das Land die Soforthilfe für Privathaushalte und Unternehmen auf bestimmte Kommunen begrenzt. Soest bemüht sich jetzt bei der Staatskanzlei, nachträglich Soforthilfe-Gelder zu bekommen.

Altena: Aufräumarbeiten gehen voran (Stand: 26.07. 6:50 Uhr)

Die Aufräumarbeiten in den Hochwassergebieten sind am Wochenende voran gekommen - die Region blieb von weiteren Unwettern verschont. In Altena waren Hunderte freiwillige Helfer dabei. Mittlerweile sind deutliche Fortschritte zu sehen. Straßen wurden behelfsmäßig repariert, so sind jetzt mehr Häuser mit Fahrzeugen zu erreichen. Viele Landwirte waren mit Traktoren gekommen. Sie konnten Sperrmüll zur Sammelstelle vor die Stadt bringen. Jetzt geht es daran, Holzvertäfelungen von Wänden zu reißen und ganze Etagen zu entkernen. So schnell wie möglich sollen dann Handwerkerfirmen mit dem Wiederaufbau beginnen. "Es ist heftig, aber wir lassen uns nicht unterkriegen," so fasst es ein Betroffener zusammen.

Kreisarchiv und Museumdepot in Altena überflutet (Stand: 26.07. 6:50 Uhr)

In Altena sind auch das Kreisarchiv und das Museumsdepot vom Hochwasser überflutet worden. Mitarbeiter von Museen, Kreisarchiv und Verwaltung haben mit den Reinigungs- und Rettungsarbeiten begonnen. Historische Werkzeuge haben Rost angesetzt, alte Bücher sind durchnässt und haben Risse. 10 Prozent der Katasteramtsakten seien verloren, das meiste könne aber restauriert werden, erklärt der Archivar. Spezialfirmen kümmern sich jetzt um die Trocknung der kostbaren Bücher und Akten. Auch die Musikinstrumente des Jugendorchesters lagerten in den Räumen: Geigen, Trompeten, Schlagzeuge: alles war mit einer dicken Schlammschicht überzogen. Gutachter prüfen nun, was noch zu reparieren ist.

Lieferprobleme nach Unwetter (Stand 23.07. 7:50 Uhr)

Zerstörte Straßen und Bahnstrecken sind momentan das größte Problem für die Wirtschaft. Die südwestfälische Industrie- und Handelskammer fürchtet deshalb, dass viele Unternehmen nicht liefern können - und auch nicht beliefert werden können. Produktion fällt aus, Verluste entstehen. Deshalb müssten Verkehrswege vorrangig repariert werden.

Anders bauen nach Hochwasser (Stand 23.07. 7:50 Uhr)

Beim Wiederaufbau in den Flutgebieten sollte konsequent auf den Hochwasserschutz geachtet werden. Das hat der Siegener Uni-Professor Paolo Reggiani betont. Gerade für Industriebetriebe sei das wichtig. Denn sie könnten bei Hochwasser oft ihre schweren Maschinen nicht retten - selbst rechtzeitige Warnungen würden da nicht helfen. Industriebetriebe sollten sich selbst schützen - mit Deichen, Ausgleichsflächen auf ihren Geländen oder weniger Versiegelung. Kleine Betriebe könnten eventuell umziehen, große natürlich nicht. Die Hagener IHK will, dass konsequent alle technischen Möglichkeiten zum Schutz in Tallagen ausgenutzt werden. Gewerbeflächen seien knapp.

Firmengebäude in Altena einsturzgefährdet (Stand 22.07. 15:48 Uhr)

Nach dem Hochwasser in Altena darf eines der größten Firmengebäude der Stadt nicht mehr betreten werden. Statiker schätzen Teile des Unternehmens "Dusch King" als akut einsturzgefährdet ein. Auch die Bundesstraße 236 bleibt in dem Bereich bis auf weiteres gesperrt.

EU soll nach Hochwasser helfen (Stand 22.07. 13:30 Uhr)

Der heimische Europaabgeordnete Peter Liese hat die Bundesregierung aufgefordert, für die Flutopfer Hilfen der Europäischen Union zu beantragen. Die EU habe zum Beispiel Wohncontainer für Menschen angeboten, die nicht in ihre Häuser zurück können. Der CDU-Politiker aus Meschede erwartet mehr als von der EU als nach Kyrill. Damals waren es rund 100 Millionen Euro.

Weiterhin Straßen gesperrt (Stand: 22.07. 08:00 Uhr)

In vielen Teilen von Südwestfalen sind immer noch Straßen gesperrt. Eine genaue und aktuelle Übersicht gibt es hier: www.strassen.nrw.de/de/presse/hochwasser-in-nrw.html

B236 und Bahnstrecke in Altena gesperrt (Stand 21.07. 08:30 Uhr)

In Altena droht ein großes Firmengebäude einzustürzen. Hier war bei dem Unwetter in der vergangenen Woche Wasser durch alle fünf Etagen gelaufen. Das Ordnungsamt hat ein Betretungsverbot ausgesprochen. Die unmittelbar davor verlaufende Bundesstraße 236 ist gesperrt, ebenso die nur rund 10 Meter entfernt liegenden Bahngleise der Siegtalbahn zwischen Werdohl und Altena. Beide Sperrungen werden voraussichtlich mehrere Wochen dauern.

Beinträchtigungen und Zugausfälle in Südwestfalen (Stand 22.07.2021, 08:00 Uhr)

RE 17: Hagen – Schwerte – Bestwig – Brilon-Wald – Warburg – KasselRE 57: Dortmund – Hagen – Schwerte – Bestwig – Brilon-Stadt

Unwetterschäden im Raum Hagen Hbf. Bahnhof Hagen Hbf gesperrt. Der Halt Hagen Hbf entfällt. Die Züge aus Richtung Bestwig enden und beginnen in Schwerte (Ruhr). Das Ende können wir leider noch nicht abschätzen.

RB 52: Dortmund – Hagen – Schalksmühle – Lüdenscheid

Unwetterschäden im Raum Hagen Hbf. Bahnhof Hagen Hbf gesperrt. Der Halt Hagen Hbf entfällt. Die Züge aus Richtung Dortmund Hbf enden und beginnen in Herdecke. Das Ende können wir leider noch nicht abschätzen.

08:15 Uhr: Vorsicht in Wäldern im Märkischen Kreis

Spaziergänger, Jogger und Radfahrer sollten zurzeit die Wälder meiden. Der Märkische Kreis warnt: Die Folgen des Unwetters vergangene Woche seien immer noch nicht beseitigt. Hänge könnten ins Rutschen geraten oder Bäume könnten umstürzen. Deswegen sollte man warten, bis die Waldwege wieder instandgesetzt sind.

07:25 Uhr: Wochen-Bilanz nach dem dem verheerenden Unwetter

Eine Woche nach dem Hochwasser ziehen die Verantwortlichen Bilanz. Die Hilfsbereitschaft sei überwältigend, heißt es. Tausende Helfer hätten Häuser ausgeräumt und Schlamm und Müll weggeschafft.

Altenas Bürgermeister Kober sagte:

"Ohne so viele freiwillige Helfer sei das Ganze nicht möglich gewesen"

. Die Stadtverwaltung hat für rund 40 Personen Übergangswohnungen organisiert. Das Trinkwassernetz sei überall wieder intakt, heißt es. Das Wasser sei sauber. Auch das Mobilfunknetz funktioniere wieder.

Im Gegensatz zu den Menschen in Altena waren in Sundern oder Iserlohn-Lasbeck nur wenige auf Hilfe angewiesen. Allerdings mussten überall Strom- und Gasnetze notdürftig geflickt werden. In Altena seien sogar noch 13 Firmen ohne Strom, das teilte der Versorger Enervie mit.

14:30 Uhr: Große Sammelspendenaktion in Siegen

Hunderte Menschen haben heute Vormittag an der Siegerlandhalle Spenden für die Flutopfer abgegeben. Kuscheltiere, Lebensmittel und Anziehsachen. Der Andrang war riesig. Die Autos bildeten einen Rückstau bis auf die Hauptstraße. Die Polizei musste das Chaos zwischenzeitlich regeln.

Die Organisatoren der Facebook-Gruppe "Siegen-Wittgenstein hilft den Flutopfern" hatten mit so viel Hilfsbereitschaft nicht gerechnet. Drei Fahrzeuge mit Spenden sind Richtung Aachen gestartet, dort werden die Hilfsgüter weiter verteilt.

13:26 Uhr: Lebensgefährliche Aktion in der Ruhr

Trotz aller Warnungen von Polizei, Feuerwehr und Ruhrverband sind am Samstagnachmittag vier Männer bei Arnsberg in die Ruhr gegangen. Die 23- bis 28-Jährigen hatten Schlauchboote und Schwimminseln dabei, wie die Polizei berichtet. Im Stadtteil Hüsten waren die Männer dann gekentert, ein Zeuge hatte das beobachtet und die Polizei informiert. Die Männer konnten sich selbst ans Ufer retten.

Von der Kreispolizeibehörde im Hochsauerland heißt es:

"Für solche Aktionen haben wir keinerlei Verständnis"

. Ein Ermittlungsverfahren wird geprüft. Weiterhin gilt der Appell, Gewässer zu meiden.

Beinträchtigungen und Zugausfälle in Südwestfalen (Stand 18.07.2021, 9:00 Uhr)

Zugausfälle: RB 52: Dortmund – Hagen – Schalksmühle – Lüdenscheid Unwetterschäden stören den Bahnverkehr zwischen Hagen Hbf und Rummenohl. Der Zugverkehr auf der Linie RB 52 ist bis auf weiteres eingestellt. Ersatzverkehr mit einem Bus der Firma GBB Reisen Marl zwischen Dortmund Hbf und Lüdenscheid.

RB 53: Dortmund – Schwerte – Iserlohn Unwetterschäden zwischen Dortmund Hbf und Iserlohn. Zur Zeit sind keine Zugfahrten im betroffenen Streckenabschnitt möglich. Der Zugverkehr auf der Linie RB 53 wurde bis auf weiteres eingestellt. Ersatzverkehr mit einem Bus der Firma GBB Reisen zwischen Dortmund Hbf und Iserlohn. Bisher haben wir leider keine Informationen zur Dauer der Sperrung.

Beeinträchtigungen:

RE 17: Hagen – Schwerte – Bestwig – Brilon-Wald – Warburg – Kassel RE 57: Dortmund – Hagen – Schwerte – Bestwig – Brilon-Stadt

Unwetterschäden zwischen Wickede(Ruhr) und Hagen sowie zwischen Bestwig und Brilon. Die Züge aus Richtung Kassel Hbf enden und beginnen in Wickede (Ruhr). Aus Richtung Winterberg (Westf) enden und beginnen die Züge in Wickede (Ruhr). Teilausfälle zwischen Wickede (Ruhr) und Hagen Hbf bzw. zwischen Wickede (Ruhr) und Dortmund Hbf. Ersatzverkehr mit zwei Bussen der Firma Fischer zwischen Wickede (Ruhr) und Schwerte (Ruhr).

Die Lage auf den Straßen (Stand 18.07.2021, 9:00 Uhr)

Weiterhin erreichen die Polizei Hinweise über beiseite geräumte Absperrungen, um diese passieren zu können. Die Polizei geht konsequent dagegen vor und fordert alle Verkehrsteilnehmer auf, sich an die Sperrungen zu halten. Hochwassertouristen sind unerwünscht und werden abgewiesen. Die Stadt Altena ist weiterhin nicht oder nur sehr schwer erreichbar. Die Zufahrtswege sind zur Stunde weiter freizuhalten, um Behinderungen der Rettungskräfte bei den Räumungsarbeiten zu vermeiden. Dies gilt auch für private Hilfskräfte.

Durch Erdrutsche sind Fahrbahnen teilweise noch blockiert. Einige Straßen sind auch unterspült und es ist Asphalt weggebrochen. Hier findet ihr alle aktuellen Sperrungen:

Straßensperrungen im Hochsauerlandkreis: (Stand 19.07.2021, 12:00 Uhr)

B511 zwischen Schmallenberg-Bad Fredeburg und -Heiminghausen (Hangrutsch) - VollsperrungL541 zwischen Eslohe-Wenner Stieg und Eslohe-Wenholthausen (Überflutung) - VollsperrungL541 Ortsdurchfahrt Eslohe-Wenholthausen / Brücke über die Wenne (Überflutung) - VollsperrungL735 Arnsberg-Oeventrop / Dinscheder Brücke über die Ruhr (Überflutung) - VollsperrungL519 zwischen Sundern-Recklinghausen und -Endorf (Hangrutsch) - halbseitigL687 zwischen Sundern-Wildewiese und Finnentrop-Rönkhausen (Hangrutsch) - halbseitig

Straßensperrungen Märkischer Kreis: (Stand 19.07.2021, 12:00 Uhr)

B515 Menden-Lendringsen, Vollsperrung der Brücke wegen UnterspülungB236 Nachrodt-Wiblingwerde bis Altena, Vollsperrung wegen UnterspülungB236 Altena bis Werdohl, VollsperrungB236 Werdohl bis Plettenberg, Vollsperrung wegen ErdrutschB236/L656 Ecke Höllmecke, Vollsperrung wegen ErdrutschB229 Werdohl-Eveking, halbseitig gesperrtB54 Schalksmühle-Dahlerbrück, halbseitig gesperrtB54 Dahlerbrück bis Rummenohl, Vollsperrung wegen HangsicherungB54 Hagen-Dahl, VollsperrungL888 Iserlohn, halbseitig gesperrtL879 Herscheid-Hardt bis -Ahehammer, Vollsperrung wegen AusspülungL698 Altena-Nette, VollsperrungL694 Lüdenscheid-Brüninghausen, VollsperrungL694 Versetalsperre, VollsperrungL656 Höllmecke, Vollsperrung wegen Unterspülung, halbseitig weggebrochenL561 halbseitig gesperrt wegen ErdrutschL530 Rahmede, halbseitig gesperrt wegen ErdrutschL532 Schalksmühle bis Gevelndorf, Vollsperrung wegen ErdrutschK3 Kierspe, Vollsperrung, Fahrbahn weggespültK32 Hemer, halbseitig gesperrt

Straßensperrungen im Kreis Olpe: (Stand 19.07.2021, 12:00 Uhr)

B55 Elspe-Oberelspe, halbseitig gesperrt, Radweg vollgesperrtL687 Finnentrop-Rönkhausen, halbseitig gesperrt

17:38 Uhr: In Altena laufen die Aufräumarbeiten auf Hochtouren

"In den letzten Stunden sind wir ein ganzes Stück weiter gekommen. Wir konnten Bachläufe freiräumen, Straßen reparieren und die Speermüllentsorgung organisieren"

, so Bürgermeister Uwe Kober.

Er zeigte sich am Samstag überwältigt von der Hilfsbereitschaft der Menschen. Die Helfer werden zum Beispiel per Schubkarre mit frischen Pizzen versorgt.

Der Bürgermeister hofft, dass die Stadt Altena am Montag wieder frei zugänglich ist und die noch bestehenden Straßensperrungen aufgehoben werden können. Auch die Spendenbereitschaft ist riesig. Allerdings hier der Appell des Bürgermeisters keine Sachspenden nach Altena zu bringen.

Aktuell sei man noch nicht in der Lage das Ganze zu koordinieren. Außerdem müssten Fachleute auch zuerst noch bestehende Gefahrenstellen beseitigen. Für kommenden Mittwoch ist eine große Speermüll-Aktion des heimischen Entsorgers geplant.

17:31 Uhr: Feuerwehrleute aus Siegen-Wittgenstein helfen im Rhein-Erft-Kreis

Zum zweiten Mal innerhalb von wenigen Tagen wurde der Kreis Siegen-Wittgenstein um Mithilfe bei der Einsatzführung für die Bewältigung der dramatischen Hochwasserlagen in Teilen Nordrhein-Westfalens angefragt. Diesmal erreichte Kreisbrandmeister Bernd Schneider ein Hilfegesuch aus dem Rhein-Erft-Kreis.

Am Samstagnachmittag machten sich rund 20 Feuerwehrführungskräfte aus Siegen-Wittgenstein, als sogenannte MoFüSt der Stufe 2, auf den Weg nach Erftstadt im Regierungsbezirk Köln.

Die ehrenamtlichen Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner übernehmen in Führungsfunktionen eine Einsatzabschnittsleitung in einer größeren Schadenslage. Gerade im Rhein-Erft-Kreis, und hier insbesondere in Ortsteilen von Erftstadt, haben die massiven Überflutungen mittlerweile zu heftigen Erdrutschen geführt, die immer mehr Gebäude mit in die Tiefe reißen.

Außerdem läuft in den betroffenen Gebieten die Suche nach vermissten Personen weiterhin auf Hochtouren, wodurch gerade die Einsatzleitungen massiv unter Druck gesetzt werden. Daher ist eine Unterstützung und Ablösung der Einsatzführungen vor Ort sehr wichtig.

09:34 Uhr: Soester Jobcenter bietet finanzielle Hilfe für Kunden

Das Jobcenter im Soest bietet nach dem Hochwasser Kunden schnell und einfach die Möglichkeit, finanzielle Hilfe für die Beschaffung von notwendiger Ausstattung zu erhalten.

Kunden des Jobcenters, die von dem Hochwasser der vergangenen Tage betroffen sind und ihre Möbel und Ausstattung verloren haben, können sich telefonisch unter 02921-106 500 melden oder eine E-Mail an jobcenter-soest@jobcenter-ge.de schreiben.

Damit das Jobcenter schnell reagieren kann, sollten Kunden eine Rückrufnummer zur Kontaktaufnahme hinterlassen.

09:24 Uhr: Rückkehr der Siegen-Wittgensteiner Feuerwehrleute aus Düren

Die 68 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren aus Siegen-Wittgenstein, die noch in der Nacht auf Freitag zu Hilfeleistungen in den Kreis Düren aufgebrochen waren, sind am Freitagabend nach einem anstrengenden Tag wohlbehalten im Kreisgebiet wieder eingetroffen.

Notfallhelfer aus Siegen-Wittgenstein in Ahrweiler im Einsatz

Gleichzeitig teilt Kreisbrandmeister Bernd Schneider mit, dass am Freitagnachmittag bereits fünf Mitglieder des PSU-Teams aus Siegen-Wittgenstein sowie ein Notfallseelsorger nach Ahrweiler ausgerückt sind.

Bei dem PSU-Team handelt es sich um die Psychosoziale Unterstützung für Einsatzkräfte, die vor, während und nach belastenden Einsätzen akute psychische Belastungen von Helferinnen und Helfern erkennen und stabilisierende Sofortmaßnahmen ergreifen sollen, sowie eine strukturierte Nachsorge in Gesprächen mit den Einsatzkräften anbieten.

Weitere Nachforderungen von Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehren aus Siegen-Wittgenstein gibt es derzeit nicht, so Kreisbrandmeister Schneider.

19:58 Uhr Notfallseelsorge der Evangelischen Kirche unterstützt Rettungskräfte

Die Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger der Evangelischen Kirche von Westfalen sind seit Beginn der Unwetter-Katastrophe im Dauereinsatz. Besonders betroffen sind auf dem Gebiet der Landeskirche die evangelischen Kirchenkreise Hagen, Lüdenscheid-Plettenberg, Iserlohn und der westliche Kirchenkreis Soest. Ehrenamtliche und Pfarrpersonen haben Menschen beispielsweise davon überzeugt, ihre gefährdeten Häuser zu verlassen.

Radiogottesdienst aus Soest

Unter dem Titel "Gott, sei meiner Seele nah" wird der Radiogottesdienst gefeiert, den WDR 5 und NDR Info am Sonntag, 18. Juli, von 10 bis 11 Uhr aus der Kirche Alt St. Thomä in Soest übertragen.

Spendensammlung gestartet

Das Diakonische Werk Rheinland-Westfalen-Lippe, die Evangelische Kirche von Westfalen und die Evangelische Kirche im Rheinland haben ein gemeinsames Spendenkonto eingerichtet für Menschen, die besonders schwer von der Katastrophe betroffen sind. Die Diakonie RWL hat außerdem 100.000 Euro als Soforthilfe zur Verfügung stellt.

19:10 Uhr Trauerbeflaggung an öffentlichen Gebäuden in NRW

NRW-Innenminister Herbert Reul hat für den Zeitraum von Freitag, 16. Juli 2021, bis einschließlich Montag, 19. Juli 2021, in Gedenken an die Opfer der Unwetterkatastrophe Trauerbeflaggung angeordnet.

Die Anordnung gilt für alle Dienstgebäude des Landes, der Gemeinden und Gemeindeverbände sowie der übrigen Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts, die der Aufsicht des Landes unterliegen.

19:06 Uhr: Winterberg warnt vor angeblichen Kontrolleuren

Die Stadt Winterberg warnt vor falschen Kontrolleuren bezüglich angeblicher Wasserschäden.

"Wir haben gerade Informationen erhalten, dass sich Leute als Mitarbeiter der Stadt Winterberg ausgeben, um Keller zu kontrollieren. Wir führen keine Kontrollen durch. Lasst diese angeblichen Kontrolleure nicht in eure Häuser und Wohnungen"

, schreibt die Stadt Winterberg auf ihrer Facebookseite. Die Polizei sei bereits informiert.

18:42 Uhr: Feuerwehr Lüdenscheod bekommt weitere Pumpen

Die Feuerwehr Lüdenscheid hat jetzt zusätzliche Flachsauger-Pumpen angeschafft, um Wasser auch bei niedrigen Pegelständen aus den Häusern pumpen zu können.

"Die Mehrzahl unserer Geräte ist auf die Entfernung großer Wassermassen ausgelegt. Sobald das Wasser niedriger als 20 Zentimeter steht, saugen die Pumpen mehr Luft als Wasser und sind damit nur bedingt effizient

“, erklärt Feuerwehr-Chef Christopher Rehnert.

Die Anschaffung zusätzlicher Geräte sei auch vor dem Hintergrund sinnvoll gewesen, dass einige Pumpen durch den Dauerbetrieb in den vergangenen Tagen

„ordentlich in Mitleidenschaft gezogen“

worden seien.

18:22 Uhr: Warnung des Märkischen Kreises: Vollgelaufene Kellerräume nicht betreten

Der Märkische Kreis und die Kreisleitstelle appellieren eindringlich: Betroffene sollen überflutete Kellerräume nicht betreten. In überfluteten Räumen sollten auf keinen Fall elektrische Gegenstände genutzt werden – es besteht weiterhin Lebensgefahr!

17:23 Uhr: Lüdenscheid richtet Spendenkonten ein

Die Stadt Lüdenscheid kooperiert vor Ort mit dem Caritasverband Altena-Lüdenscheid e.V. und der Hilfsorganisation Hardcore Help Foundation. Diese haben Spendenkonten eingerichtet und unterstützen mit ihren Spenden gezielt Betroffene vor Ort. Die entsprechenden Spendenkonten sind auf der Internetseite der Stadt aufgelistet. Mögliche Sachspenden können an die E-Mail Adresse: hochwasser@luedenscheid.de gemeldet werden.

16:34 Uhr: Förster warnen vor aufgeweichtem Waldboden in Südwestfalen

Im Wald und an den Flüssen kann es für Wochenendausflügler in unserer Region gefährlich werden: Förster warnen davor, dass Bäume im völig aufgeweichten Waldboden umstürzen können. Außerdem besteht das Risiko, dass Wege abrutschen. Auch an den Flüssen ist es gefährlich: DRuhrverband warnt davor, mit Booten, Kanus oder Kajaks auf dem Fluss zu fahren. Das ist aktuell verboten.

16:20 Uhr: Hilfe aus Südwestfalen

Die Hilfe der Menschen für die Hochwasser-Opfer in Südwestfalen ist riesengroß. Viele organisieren sich über die Sozialen Netzwerke. Beim WDR haben sich Menschen gemeldet, die ihre Ferienwohnungen kostenlos anbieten. Für Familien, die ihre Häuser verlassen mussten.

Viele wollen Kleidung spenden, Möbel. Ganz viel läuft direkt über Nachbarschaften. Auch an die Rettungskräfte wird gedacht: Bäckereien versorgen die Helfer, ein Restaurant in Hemer-Deilinghofen kocht Suppe für die Feuerwehr.

Privatleute helfen dem DRK in Altena, weil das selbst vom Hochwasser betroffen ist.

Im Internet gibt es Spendenaktionen vom Verein "Bürger helfen Bürgern" in Iserlohn und vom Förderverein des Löschzugs Nachrodt. Da sind schon mehrere tausend Euro zusammengekommen.

16:15 Uhr: Feuerwehrleute aus Siegen-Wittgenstein helfen im Kreis Düren

Drei Feuerwehrzüge helfen seit gestern Abend bei den Hochwasser-Schutzmaßnahmen im Kreis Düren. 68 Feuerwehrleute unterstützen dort die örtlichen Hilfskräfte. Am Fluss Rur war eine Flutwelle erwartet worden, nachdem Wasser aus Stauseen und Talsperrren abgelassen werden musste. Inzwischen hat sich auch dort die Situation entspannt.

16:04 Uhr: Polizei im Märkischen Kreis warnt: Straßensperrungen beachten

Die Polizei warnt davor, über gesperrte Straßen zu fahren. Wer die Absperrungen wegräume und durchfahre, gefährde sich selbst und behindere die Rettungskräfte bei der Arbeit. Feuerwehr und THW sind mit schweren Räumgeräten unterwegs. Einige Straßen sind unterspült und nicht mehr stabil. Auch Hochwassertouristen musste die Polizei schon wegschicken.

14:52 Uhr: 100.000 Euro Soforthilfe vom Erzbistum Paderborn

Nach den massiven Überschwemmungen in Hagen, Iserlohn und Fröndenberg sowie in weiteren Orten im Erzbistum Paderborn hat die Erzdiözese unbürokratische Soforthilfe für Betroffene der verheerenden Unwetterlage auf den Weg gebracht: Erzbischof Hans-Josef Becker hat 100.000 Euro aus Verfügungsmitteln bereitgestellt, um die betroffenen Menschen wirksam zu unterstützen. Zudem ermutigt der Paderborner Erzbischof die Kirchengemeinden dazu, übergangsweise auch geeignete kirchliche Immobilien für in Not geratene Menschen zur Verfügung zu stellen.

"Es ist ein Gebot der Nächstenliebe, dass wir die Menschen mit einer solchen Erfahrung nicht allein lassen und Hilfe leisten, wo sie gebraucht wird"

, so der Generalvikar des Erzbischofs von Paderborn Alfons Hardt. Unser Dank geht an alle Einsatzkräften und Helfer für ihre unmittelbare Unterstützung vor Ort.

Die finanziellen Mittel aus dem Erzbistum Paderborn werden über den Diözesan-Caritasverband an die örtlichen Caritasverbände und weiteren Fachverbände weitergeleitet. Mit dem Geld soll den Betroffenen bei der Suche und Vermittlung einer Ersatzunterkunft sowie bei der Ersatzbeschaffung von Hausrat und Kleidung geholfen werden.

14:34 Uhr: Fast überall wieder Strom in Lüdenscheid-Brügge

Im stark vom Hochwasser getroffenen Stadtteil Brügge hat der Energieversorger Enervie nach eigenen Angaben die Stromversorgung am frühen Freitagnachmittag weitestgehend wiederhergestellt. Dennoch sind einige Haushalte nach wie vor ohne Strom. Die Stadt Lüdenscheid bietet Betroffenen sowie betreuungsbedürftigen Personen nach wie vor Hilfe an, die über eine Telefon-Hotline 02351/17-1911 sowie 02351/17-1912 angefordert werden kann.

Der Energieversorger Enervie kündigt an, auch am Wochenende mit sätmlichen Mitarbeitern im Einsatz zu sein, um die komplette Stromversorgung wiederherszustellen. Wegen des Hochwassers hatte Enervie am Mittwochabend aus Sicherheitsgründen in den überschwemmten Bereichen in Brügge den Strom abgestellt.

Wer hier Hilfe bei der Versorgung mit Nahrungsmitteln und Getränken, auch für Babys und Kleinkinder, benötigt, bekommt ebenfalls Hilfe über die Notfall-Hotline der Stadt Lüdenscheid.

14:29 Uhr: Entsorgung Sperrmüll Lüdenscheid

In Lüdenscheid und auch in den umliegenden Städten ist es aufgrund der hohen Nachfrage aktuell kaum möglich, Sperrmüll-Container zu mieten. Vom Hochwasser betroffene Haushalte können deshalb ab sofort alles, was dem Wasser zum Opfer gefallen ist und entsorgt werden muss, an der Straße ablegen. Der Stadtreinigungs-, Transport- und Baubetrieb Lüdenscheid (STL) organisiert die Abholung.

Für Mittwoch (21.07.) soll eine großangelegte Aktion zur Abholung der Hochwasser-Abfälle starten.

„Wir fangen nicht sofort an, da die Feuerwehr sich erst heute verstärkt um vollgelaufene Keller kümmern kann“

, sagt STL-Werkleiter Heino Lange. Einige Keller seien noch voll Wasser und die Bewohner hätten noch keine Gelegenheit gehabt, ihre Keller auszuräumen.

Die STL will außerdem Personal aus den Nachbarstädten holen, damit die Aktion möglichst schnell und reibungslos verläuft. Schätzungsweise dauert die Abholung aller Hochwasser-Abfälle etwa eine Woche. Besonders betroffen seien die Stadtteile Brügge, Brüninghausen und Wettringhof, heißt es.

13:53 Rad- und Fußwege entlang der Ruhr in Arnsberg vorerst gesperrt

Die Aufräumarbeiten nach dem Unwetter in Arnsberg dauern an. Auch die Rad- und Fußwege entlang der Ruhr sind durch das Hochwasser großflächig überschwemmt worden. Zurückgebliebener Unrat, Schotter und Schlamm machen die Wege zurzeit nicht befahr- oder begehbar. Deshalb müssen die Wege entlang der Ruhr gesperrt bleiben, bis die Technischen Dienste Arnsberg alle Verschmutzungen beseitigen konnten.

Mehrere Teams sind zurzeit im Einsatz, um im Stadtgebiet Säuberungsarbeiten, Schadensbehebungen und Fahrbahnreinigungen vorzunehmen. Die Reinigungen sind aufwendig, da es in vielen Fällen mehrerer Arbeitsgänge bedarf, bis die Verschmutzungen vollständig entfernt sind. Die Fuß- und Radwege an der Ruhr sollen im Laufe der nächsten Woche wieder nutzbar sein.

11:34 Uhr: Talsperren in Südwestfalen randvoll

Die Talsperren bei uns sind sicher. Allerdings sind zum Beispiel Bigge-, Sorpe- und Möhnetalsperre randvoll, sagte Markus Rüdel vom Ruhrverband:

Besonders das Schauspiel, wenn das Wasser der Talsperren in die Überläufe fließt, lockt Zuschauer an. In dieser Hochwasser-Situation rät der Ruhrverband aber davon ab.

Die Lage auf den Straßen (Stand 16.07.2021, 17:08 Uhr)

Weiterhin erreichen die Polizei Hinweise über beiseite geräumte Absperrungen, um diese passieren zu können. Die Polizei geht konsequent dagegen vor und fordert alle Verkehrsteilnehmer auf, sich an die Sperrungen zu halten. Hochwassertouristen sind unerwünscht und werden abgewiesen. Die Stadt Altena ist weiterhin nicht oder nur sehr schwer erreichbar. Die Zufahrtswege sind zur Stunde weiter freizuhalten, um Behinderungen der Rettungskräfte bei den Räumungsarbeiten zu vermeiden. Dies gilt auch für private Hilfskräfte.

Durch Erdrutsche sind Fahrbahnen teilweise noch blockiert. Einige Straßen sind auch unterspült und es ist Asphalt weggebrochen. Straßen NRW hat noch gar kein umfassendes Bild des ganzen Schadens. Hier findet ihr alle aktuellen Sperrungen:

Straßensperrungen im Hochsauerlandkreis: (Stand 17:08 Uhr)

B 511 zwischen Bad Fredeburg und HeiminghausenL 541 zwischen Eslohe-Wenner Stieg und Eslohe-Wenholthausen L 687 zwischen Sundern-Wildewiese und Finnentrop-Rönkhausen halbseitig gesperrtL 735 Dinscheder Brücke in Arnsberg-Oeventrop gesperrtL 928 zwischen Schmallenberg-Bracht und Lennestadt-Gleierbrück gesperrt L687 zwischen Sundern-Wildewiese und Finnentrop-Rönkhausen

Straßensperrungen Märkischer Kreis: (Stand 17:08 Uhr)

B229 Werdohl-Eveking, halbseitig gesperrt L694 Versetalsperre Vollsperrung L879 Herscheid-Hardt bis Altenmühle Vollsperrung K3 Kierspe Vollsperrung B54 Hagen-Dahl Vollsperrung B236 Nachrodt-Wiblingwerde Vollsperrung B236/L656 Vollsperrung L656 Höllmecke Vollsperrung L888 halbseitig gesperrt K24 Hohenlimburg Vollsperrung

S

traßensperrungen im Kreis Olpe: (Stand 17:08 Uhr)

B55 Lennestadt-Oedingen ist momentan halbseitig befahrbarL687 Lenscheid halbseitig gesperrt

09:42 Uhr: Hochwasser-Forscher: "

Auf so ein Ereignis kann man sich nicht vorbereiten

"

Der Professor für Wasserbau an der Uni Siegen, Jürgen Jensen, hat solch eine Katastrophe in diesem Ausmaß noch nicht erlebt. Im Interview beantwortet er die Frage, ob und inwiefern sich Städte und Dörfer überhaupt vor dem Hochwasser hätten schützen können.

Hochwasserforscher: "

Wir reden hier von einer Naturkatastrophe

"

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16.07.2021, 06:57 Uhr: Lage entspannt sich vielerorts

Nach dem Unwetter geben Polizei und Feuerwehr Entwarnung. Besonders im Hochsauerland und im Kreis Soest habe sich die Lage sehr entspannt. Im Märkischen Kreis hat das große Aufräumen begonnen.

Vor allem im Bereich Altena kommt es allerdings noch zu Einschränkungen. Sowohl von Nachrodt-Einsal aus, als auch aus Werdohl sind die Hauptwege nach Altena noch immer dicht.

Einige Straßen aber müssen erst saniert werden, bevor man wieder fahren kann, sagt die Polizei.

Gute Nachrichten auch aus Iserlohn-Lasbeck: Nach dem Dammbruch hat das Wasser aufgehört nachzulaufen. Heißt: Die Leute dürfen wieder in ihre Häuser zurück und auch hier wird heute weiter aufgeräumt.

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Der Tag im Märkischen Kreis

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02:36

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Verfügbar bis 16.07.2022

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18:55 Uhr: Wasser wird aus Talsperren abgelassen

Die Talsperren in Südwestfalen sind voll und laufen teils sogar über. Bei der Biggetalsperre läuft das Wasser über das Flüsschen Bigge in die Lenne. Auch aus der Sorpetalsperre und der Hennetalsperre wird Wasser abgelassen.

Aus der Hennetalsperre fließen etwa 17.000 Liter pro Sekunde in die Henne. Laut Ruhrverband können die Henne und weiterführend die Ruhr das Wasser auch aktuell noch fassen. Die Situation wird aber genau beobachtet. Ob das auch in den nächsten Tagen noch der Fall ist, ist unklar.

18:26 Uhr: Stadt Hemer stellt Container für Hochwasser-Sperrmüll

Gemeinsam mit einem heimischen Entsorgungsunternehmen richtet die Stadt Hemer Containerstandorte für den Hochwasser-Sperrmüll ein. Ab Samstag können Betroffene Möbel und Einrichtungsgegenstände dorthin bringen. Außerdem werden Sonderabfuhren organisiert. Der Sperrmüll darf ab sofort an der Straße platziert werden.

18:15 Uhr: Ministerpräsident Laschet in Altena

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat am Donnerstagmorgen spontan den Märkischen Kreis besucht. Gemeinsam mit Landrat Marco Voge verschaffte er sich einen Überblick über die Lage – ebenso wie vor Ort im sehr stark vom Unwetter betroffenen Altena. Voge und Laschet suchten das Gespräch mit den Bürgerinnen und Bürgern.

"Unser Kreis ist schwer getroffen. Eine schwierige Situation für alle, die uns gestern viel abverlangt hat und noch einige Tage andauern wird. Es wurde überall gemeinsam angepackt. Der Zusammenhalt ist riesig. Mein Dank gilt allen, die geholfen haben – besonders unseren Einsatzkräften und Hilfsorganisationen sowie den Einsatzkräften aus ganz NRW, die vor Ort unterstützt haben. Das ist eine herausragende Gemeinschaftsleistung in diesen schweren Stunden und Tagen."

17:47: IG Metall bietet Hochwasser-Sprechstunde an

Weite Teile des Märkischen Kreises wurden von schweren Unwettern und Überschwemmungen getroffen. Viele Industriebetriebe, die sich in der Nähe von Bachläufen und Flüssen befinden, wurden von den Wassermassen heimgesucht. Wie die IG-Metall mitteilt, sind viele Betriebe mit einem

"blauen Auge"

davon gekommen sind.

Große Betriebsunfälle sind nicht bekannt. Dennoch gibt es eine große Zahl anderer Fälle, in denen die Produktionshallen komplett überschwemmt wurden. Deshalb lädt die IG-Metall für Freitagmorgen die Betriebsräte betroffener Firmen zu einer Sonder-Sprechstunde ein. In Zusammenarbeit mit Juristen des DGB-Rechtsschutzes soll dort auf erste dringende Fragen reagiert werden.

17:40 Uhr: Stromausfall in Brügge dauert an

Die Stromversorgung in Teilen des Stadtteils Brügge ist weiterhin unterbrochen. Die Situation wird noch bis morgen andauern, da einige Keller auf der Volmeseite weiterhin unter Wasser stehen.

Die Stadt Lüdenscheid hat daher ein Notfallzentrum im Integrations- und Begegnungszentrum (LIBZ) in der ehemalige Grundschule Schöneck eingerichtet. Dort können sich betroffene Bürgerinnen und Bürger versorgen und in Notfällen in der angrenzenden Turnhalle übernachten.

Im Zentrum kann man sich aufhalten, austauschen, mit heißen und kalten Getränken sowie mit Essen versorgen. In der Cafeteria des Zentrums kann unter anderem Babynahrung zubereitet werden. Eine stundenweise Kinderbetreuung ist ebenfalls möglich.

Weitere Fragen können über die geschalteten Notfall-Rufnummern 02351 / 17-1911 und 02351 / 17-1912 gestellt werden.

17:36 Uhr: Stadt Hemer richtet "Bürgertelefon Hochwasser" ein

Als kurzfristige Reaktion auf die immensen Schäden durch die Starkregenfälle und Überflutungen hat die Stadt Hemer ab sofort unter Telefon 02372/551-700 ein „Bürgertelefon Hochwasser“ eingerichtet. Hier können allgemeine Fragen rund um das Thema Hochwasser in Hemer und dessen Folgen gestellt werden.

Die Stadt Hemer möchte mit der Aktion „Bürger helfen Bürgern“ hilfesuchende- und hilfebietende Hemeraner zusammenbringen. Helfer oder Betroffene können sich unter der angegebenen Nummer melden.

15:21 Uhr: Aufatmen in Wickede-Echthausen

Die befürchtete Flutwelle durch die Öffnung des Wehrs in Wickede-Echthausen ist ausgeblieben. Die Behörden hatten Häuser und Firmen räumen lassen und alle Menschen aus der Gefahrenzone geschickt. Der Pegel der Ruhr ist aber nur um ein paar Zentimeter angestiegen, sagt die Feuerwehr. Es ist also nicht so schlimm wie befürchtet, zwischenzeitlich hatte es die höchste Warnstufe vor Überschwemmung gegeben.

Das Wasser hat aber eine hohe Fließgeschwindigkeit. Die Einsatzkräfte rechnen jetzt mit einer Menge Treibgut in der Ruhr. Baumstämme und Geröll hatten sehr stark auf das Wehr gedrückt, darum drohte es zu brechen. Deshalb die Öffnung.

Die Feuerwehrleute fahren jetzt die Straßen ab und gucken, wo etwas geräumt werden muss. Aber große Schäden gibt es offenbar nicht. Die Leute sollen jetzt auf die Anweisungen der Einsatzkräfte hören, sie können wahrscheinlich gleich wieder zurück in ihre Häuser.

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Flutwelle in Echthausen

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00:24

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Verfügbar bis 16.07.2022

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15:06 Uhr: Teile von Lüdenscheid-Brügge aktuell ohne Strom

In Teilen von Brügge und entlang der Lösenbacher Landstraße scheint der Strom ausgefallen zu sein. Die Feuerwehr und die Stadt Lüdenscheid stehen in Kontakt mit dem Märkischen Kreis und dem Energieversorger Enervie. Nach ersten Informationen könnte der Stromausfall noch bis zum frühen Abend andauern.

15:00 Uhr: In Lasbeck können 30 Bewohner nicht zurück in ihre Häuser

Einige Bewohner einer überschwemmten Siedlung in Iserlohn-Lasbeck können vorerst nicht zurück in ihre Häuser. Dort war gestern der Damm eines Teiches gebrochen. Bürgermeister Michael Joithe kündigte heute einen Hilfsfond an.

"Betroffene, die alles verloren haben, wollen wir helfen über die ersten Tage zu kommen. Sie müssen sich Hygieneartikel und Kleidung kaufen können. Der Hilfsfond soll in den nächsten Tagen an den Start gehen. Betroffene können sich außerdem unter anderem auch an den Verein „Bürger helfen Bürgern“ wenden."

14:17 Uhr: Wehr in Echthausen geöffnet

In Wickede-Echthausen ist gerade ein Wehr an der Ruhr geöffnet worden. Es herrscht extreme Überschwemmungsgefahr. Fast 70 Häuser und Firmen nahe der Ruhr waren zuvor evakuiert worden. Weil das Wehr zu brechen drohte, musste es geöffnet werden. Jetzt werden große Wassermengen abgelassen und die Behörden rechnen mit einer Flutwelle. Einsatzkräfte haben auch Tiere in Sicherheit gebracht - und Schaulustige.

13:16 Uhr: Flutwelle erwartet: Evakuierungen in Echthausen

Die Häuser nahe der Ruhr in Echthausen werden evakuiert. Die Feuerwehr warnt: Es wird mit einer Flutwelle gerechnet. Man sollte sich von der Ruhr fernhalten, sich nicht in Kellern oder Tiefgaragen aufhalten. Und seine Tiere in Sicherheit bringen. Das Wehr bei Echthausen droht zu brechen und muss geöffnet werden. Dadurch werden große Wassermengen abgelassen.

13:05 Uhr: Großeinsatzlage im Hochsauerlandkreis beendet

Der Krisenstab des Hochsauerlandkreises hat die Großeinsatzlage "Unwettertief Bernd" im HSK beendet. Inzwischen sind die Kreisstraßen wieder für den Verkehr freigegeben.

Das Gasleck (ABC-Alarm) in Sundern wird aktuell repariert. Das Gas hat sich verflüchtig, so dass die Sperrung aufgehoben werden konnte. Die dort ansässige Sauerlandklinik ist über eine Zweitleitung versorgt. Die Bewohnerinnen und die Bewohner können nach und nach zurückkehren.

13:01 Uhr: Lage in Altena

Die Stadt Altena schaltet eine Bürgerservice-Hotline, um die Telefonleitungen der Feuerwehr zu entlasten. Nach und nach sollen die Zufahrtsstraßen wieder freigegeben werden, es dauere aber noch ein bis zwei Tage, hieß es auf einer Pressekonferenz in Altena. So ein Hochwasser habe es in der Stadt noch nicht gegeben. Es herrsche große Trauer um die beiden verstorbenen Feuerwehrmänner.

12:14 Uhr: Gasaustritt: Sundern-Hachen wieder befahrbar

Die Leute können wieder in ihre Häuser in Sundern-Hachen zurück. Dort strömt kein Gas mehr aus. Dort war eine Gasleitung, die über dem Fluss Röhr liegt beschädigt worden, weil durch das Hochwasser Äste gegen die Leitung geprallt waren.

12:44 Uhr: Auch in Sundern gibt es Entwarnung: Es gab keinen Gasaustritt. Die Feuerwehr hatte zunächst gemeldet, dass in Sundern an der Hauptstraße Gas aus einer Leitung austrete.

12:05 Uhr: Einsatzkräfte aus Ostwestfalen-Lippe helfen im Sauerland und Siegerland

Fast 1.000 Einsatzkräfte aus Ostwestfalen- Lippe unterstützen die Helfer im Sauerland, Siegerland und Hagen. Ein Reserve-Verband der Feuerwehren im Kreis Herford und Minden-Lübbecke ist seit Mittwochabend in Altena im Einsatz, die Reserve aus den Kreisen Paderborn und Höxter ist ebenfalls im Märkischen Kreis.

Talsperren laufen zum Teil über

Überlauf der Diemelsee-Staumauer am Donnerstag

Mittlerweile laufen in Südwestfalen mehrere Talsperren über. Schon im Moment ist die Fürwigge-Talsperre übervoll und das Wasser geht über die Sperrmauer.

Die Biggetalsperre könnte jeden Moment überlaufen, sagt eine Sprecherin des Ruhrverbandes, in ein paar Stunden auch die Möhne. "

Das Wasser des Hennesees wird über den Notablauf abgelassen, damit ist die Talsperre entlastet und droht nicht überzulaufen.

", heißt es vom Hochsauerlandkreis

Listerstaumauer am Donnerstag

Bei der Sorpetalsperre ist noch ein bisschen Reserve. Dort wird Wasser abgelassen. In Hachen, unterhalb der Sorpetalsperre, gibt es allerdings schon jetzt Hochwasser. Aber der Ruhrverband sagt: "

Wir lassen zwar 8000 Liter pro Sekunde ab, aber aktuell fließen 20.000 Liter pro Sekunde in die Sorpe hinein. Würden wir nichts ablassen, schwappt irgendwann das Wasser unkontrolliert über den Staudamm.

"

Zwei tote Feuerwehrmänner nach Starkregen

In Altena ist ein 46-jähriger Feuerwehrmann im Einsatz gestorben. Er hatte geholfen, einen Mann aus dem Wasser zu retten. Als er wieder in sein Fahrzeug einsteigen wollte, kam er zu Fall und fiel ins Wasser. Er wurde abgetrieben und konnte kurz darauf nur noch tot geborgen werden, sagt Marcel Dilling von der Polizei im Märkischen Kreis:

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Feuerwehrmann stirbt bei Hochwasser

00:15

Min.

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Verfügbar bis 15.07.2022

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Neuer Abschnitt

In Werdohl ist ein weiterer Feuerwehrmann gestorben. Nach Angaben der Polizei kollabierte der 52-Jährige während des Einsatzes im Bereich des Kraftwerks Elverlingsen. Es wird von einem internistischen Notfall ausgegangen.

Lage in Iserlohn-Lasbeck

Straße in Lasbeck am Mittwoch

Auch am Donnerstag sind die Anwohner in Iserlohn-Lasbeck noch immer ohne Strom, mehr als 30 mussten am Mittwoch ihre Häuser verlassen. Die Menschen sind größtenteils noch in einem Vereinsheim untergebracht. Nach wie vor ist der Lasbecker Weg ein reißender Fluss. Teile von Bäumen und Steine werden mitgerissen.

Wassermassen: Vater rettet Töchter in Iserlohn-Lasbeck

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Iserlohns Bürgermeister Michael Joithe zur Lage in Iserlohn Lasbeck:

Bürgermeister Michael Joithe (Archiv)

"

Hier helfen Nachbarn beim Trockenlegen der Keller und beim Sichern vor den Wassermassen und das ist das Schöne, am Ende halten die Iserlohner alle zusammen.

" Bei vielen Anwohnern sei der Schock am Donnerstag groß gewesen. Mit der Feuerwehr habe es aber unkomplizierte Lösungen gegeben: Menschen konnten noch mal kurz in ihre Häuser zurück. Seitdem ist alles gesperrt, weil massive Einsturzgefahr besteht.

Große Hilfsbereitschaft in Iserlohn-Lasbeck

"

Es ist jetzt die große Aufgabe, Wohnraum zu finden

"; Er bittet alle, sich zu melden, falls irgendwo Wohnungen frei sind, denn in Iserlohn gibt es kaum Leerstand.

Lasbeck am Donnerstag

"

Das große Aufräumen kann erst dann beginnen, wenn das Wasser hier versiegt ist; dann können wir anfangen die Lage einzuschätzen, die Häuser statisch zu begutachten und dann brauchen wir auch jede helfende Hand. Wir erfahren massive Solidarität aus ganz Iserlohn, auch nicht-betroffene Bürger solidarisieren sich, viele Vereine helfen.

"

Störungen im Bahnverkehr

RE 9: Unwetterschäden im Raum Stolberg (Rheinl) Hbf. Die Züge aus Richtung Siegen Hbf enden und beginnen in Eschweiler Hbf. Die Folge sind Teilausfälle zwischen Eschweiler Hbf und Aachen Hbf. Bitte prüfen Sie Ihre Reiseverbindung kurz vor der Abfahrt des Zuges. Genaue Informationen zur Dauer der Störung liegen leider noch nicht vor

RE 17 / RE 57: Unwetterschäden zwischen Wickede(Ruhr) und Hagen sowie zwischen Bestwig und Brilon. Die Züge aus Richtung Kassel

Hbf

enden und beginnen in Wickede (Ruhr). Aus Richtung Winterberg (Westf) enden und beginnen die Züge in Wickede (Ruhr). Teilausfälle zwischen Wickede (Ruhr) und Hagen

Hbf

. Ersatzverkehr zwischen Wickede und Schwerte(Ruhr) eingerichtet.

RB 52: Unwetterschäden zwischen Hagen Hbf und Rummenohl. Zugverkehr auf der Linie

RB

52 bis auf weiteres eingestellt.

RB 54: Unwetterschäden stören den Bahnverkehr zwischen Balve und Neuenrade. Zur Zeit sind keine Zugfahrten im betroffenen Streckenabschnitt möglich. Die Folge sind Teilausfälle zwischen Balve und Neuenrade. Bitte prüfen Sie Ihre Reiseverbindung kurz vor der Abfahrt des Zuges. Genaue Informationen zur Dauer der Störung liegen leider noch nicht vor.

Auch Apollo-Kino von Überschwemmungen betroffen

Das Apollo-Kino nach dem Starkregen

Das Apollo-Kino in Altena muss seinen Spielbetrieb für einige Tage aussetzen. Das gaben die Verantwortlichen jetzt in den sozialen Medien bekannt. Bereits gekaufte Tickets können über das Ticketingsystem wieder storniert werden.

Feuerwehren aus Siegen-Wittgenstein helfen

Feuerwehr aus Siegen-Wittgenstein

Aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein ist ein kompletter Führungsstab in den frühen Morgenstunden in den Märkischen Kreis aufgebrochen. Dort werden die rund 20 Feuerwehrführungskräfte die Einsatzleitung in Altena übernehmen.

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Unwetter in Südwestfalen

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03:21

Min.

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Verfügbar bis 15.07.2022

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Unwetter in Südwestfalen

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00:56

Min.

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Verfügbar bis 15.07.2022

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Unwetter in Südwestfalen

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02:30

Min.

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Verfügbar bis 15.07.2022

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Stand: 10.08.2021, 12:02