Von Arthrose bis Diabetes: Warum Radfahren bei diesen 10 Krankheiten hilft

Von Arthrose bis Diabetes: Warum Radfahren bei diesen 10 Krankheiten hilftVon Arthrose bis Diabetes: Warum Radfahren bei diesen 10 Krankheiten hilft

von

Christian Lutz

am 15.07.2021

Dass Bewegung und damit auch Radfahren sich positiv auf die Gesundheit auswirkt, dürfte den meisten bekannt sein. Durch ein E-Bike können sich auch weniger Sportliche regelmäßig bewegen und dies beispielsweise auf dem Weg zur Arbeit integrieren. Zudem hilft Fahrradfahren und E-Biken mit chronischen Krankheiten besser umzugehen.

Wichtiger Hinweis: Wer an Vorerkrankungen leidet und/oder schon länger kein Sport mehr gemacht hat, sollte zunächst seinen allgemeinen Gesundheitszustand von einem Arzt überprüfen lassen und ihn informieren, dass man mit dem Fahrradfahren beginnen möchte. Je nach Gesundheitszustand und eventuellen Vorerkrankungen können bestimmte medizinische Kontrolluntersuchungen wie Ruhe- und Belastungs-EKG oder Herz-Ultraschall nötig sein. Hat der Arzt Ihnen grünes Licht gegeben, steht dem Radfahren nichts mehr im Wege.

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1. Herzkrankheiten

Bereits Trainingseinheiten von 10 bis 30 Minuten können helfen, das Fortschreiten einer koronaren Herzerkrankung zu verlangsamen. Die deutsche Herzstiftung empfiehlt ein moderates Ausdauertraining, beispielsweise mit dem Fahrrad, an fünf Tagen in der Woche mit mindestens 30 Minuten Trainingsdauer. Eine Pulsuhr oder ein Brustgurt kann helfen, die Herzfrequenz zu überwachen und zu dokumentieren. E-Bikes eignen sich besonders für Herzkranke, da durch die Motorunterstützung Belastungsspitzen für Herz und Kreislauf vermieden werden.

2. Bluthochdruck

Regelmäßiges Radfahren kann als Prävention gegen zu hohen Blutdruck helfen sowie auch zu niedrigen Blutdruck anregen. Bei bereits bestehendem Bluthochdruck sollten Sie es langsam angehen lassen. Als Faustregel gilt, dass man sich beim Fahren noch ohne schweres Atmen unterhalten kann. Auch hier hilft wieder das Fahren mit einem E-Bike, da dieses die körperliche Belastung bei Anstiegen verringert.

3. Arthrose

Für diese Krankheit ist Radfahren ideal, da ein Großteil des Körpergewichts auf dem Sattel liegt und Hüft- und Kniegelenke schont. Jedoch ist die Einstellung der Sitzposition und die Haltung auf dem Rad hier wichtig. Dazu können Sie sich im Fachhandel beraten lassen. Bei Arthrose sollten Sie zudem mit eher niedrigen Gängen und mit einer hohen Trittfrequenz fahren, um die Gelenke und Muskulatur zu schonen. Regelmäßige und moderate Fahrten sind großen Touren mit hohen Belastungen vorzuziehen.

4. Rückenprobleme

Durch die Stärkung der Stützmuskulatur der Wirbelsäule hilft Radfahren bei Rückenschmerzen. Die richtige Sitzhaltung ist hier ebenfalls wichtig. Eine Federung, am besten am Lenker und am Sattelrohr, hilft, die Belastungen der Wirbelsäule durch Stöße zu reduzieren.

5. Typ-2-Diabetes

Eine Studie aus Dänemark konnte belegen, dass regelmäßiges Radfahren dabei hilft, seltener an Typ-2-Diabetes zu erkranken. Bereits eine Stunde Radfahren in der Woche kann demnach das Risiko von Typ-2-Diabetes um 28 Prozent reduzieren. Die deutsche Diabetes-Hilfe rät bereits Erkrankten, regelmäßig aufs Rad zu steigen. Dadurch kann der Blutzuckerspiegel auf natürliche Weise reguliert werden und es werden weniger Insulin und Tabletten benötigt.

6. Adipositas

Starkes Übergewicht ist eines der Symptome dieser chronischen Krankheit. Durch den Ausdauersport auf dem Fahrrad wird der Fettstoffwechsel und Fettabbau angekurbelt. Schwergewichtige sollten beim Kauf eines Fahrrads oder E-Bikes darauf achten, dass das Zweirad sie auch tragen kann.

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7. Multiple Sklerose

Bei Menschen mit dieser Krankheit sind oft zu Anfang die Muskeln geschwächt. Ein leichtes Training auf dem Fahrrad kann helfen, dem Muskelabbau entgegenzuwirken. Sollte die Krankheit mit Gleichgewichtsstörungen oder unkontrollierten Muskelbewegungen stärker ausgeprägt sein, müssen Sie nicht auf das Radfahren verzichten. Hier bieten sich Dreiräder, sogenannte Trikes an, die es mittlerweile auch mit E-Motor-Unterstützung gibt.

8. Morbus Parkinson

Eine Studie der Hilde-Ulrichs-Stiftung für Parkinsonforschung konnte positive Effekte durch Radfahren nachweisen. Es konnten unter anderem eine positivere Stimmung sowie eine Reduzierung der Symptome festgestellt werden. Achten Sie in jedem Fall auf das passende Rad wie beispielsweise ein Dreirad, um die Sturzgefahr zu minimieren.

9. Venenleiden

Auch oft Krampfadern oder Varianzen genannt, handelt es sich hierbei um eine Störung der Blutgefäße in den Venen, hauptsächlich an den Beinen. Um den Blutfluss zu verbessern, ist leichte, gleichmäßige und auch regelmäßige Bewegung wichtig. Die Verein Deutsche Venen-Liga e.V. rät beispielsweise zu täglich 20 bis 30 Minuten Radfahren bei gleichmäßiger Trittfrequenz.

10. Demenz

Fahrradfahren kann Demenz nicht aufhalten. Allerdings fördert es die Durchblutung von Muskeln und damit auch dem Gehirn. Zudem trainiert es die Balance. Durch die soziale Komponente bei Sportgruppen oder gemeinsamen Radtouren fühlen sich die Menschen auch trotz ihrer Krankheit weiterhin in die Gesellschaft integriert. Übrigens: Als Alternative zu Ausfahrten mit dem Rad bietet sich ein Heimtrainer an, auf dem mit digitalen Programmen und Strecken auch im sicheren Umfeld zu Hause ein abwechslungsreiches Training möglich ist.

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