Corona: Die Ereignisse vom 31. Mai bis 6. Juni

Den aktuellen Corona-Ticker finden Sie hier.Corona: Die Ereignisse vom 31. Mai bis 6. Juni

Sonntag, 06. Juni 2021

22.38 Uhr: Spaniens Fußball-Kapitän Busquets positiv auf Corona getestet

Der spanischen Fußball-Nationalmannschaft droht der Ausfall von Kapitän Sergio Busquets für die EM. Der 32-Jährige vom FC Barcelona wurde positiv auf das Coronavirus getestet, wie der spanische Verband mitteilte. Alle weiteren Spieler seien negativ getestet worden, Busquets habe das Trainingslager in Las Rozas bereits verlassen. Ob der Mittelfeldspieler an Covid-19-Symptomen leidet, wurde zunächst nicht bekannt. Spanien spielt in der EM-Gruppe E gegen Polen, Schweden und die Slowakei. Das erste Spiel bestreitet der dreimalige Europameister am 14. Juni in Sevilla.

19.43 Uhr: Delta-Variante könnte britische Öffnungspläne zurückwerfen

Wegen der inzwischen in Großbritannien dominierenden Corona-Variante Delta könnte sich die geplante Aufhebung verbliebener Beschränkungen verzögern. Dies räumte Gesundheitsminister Matt Hancock ein. Er schließe auch nicht aus, dass Maßnahmen wie Maskentragen an öffentlichen Orten und Homeoffice beibehalten werden. Die Delta-Mutante sei im Vergleich zu bestehenden Virusvarianten im Königreich um 40 Prozent ansteckender, erklärte Hancock.

Der Optimismus, dass sich Großbritannien quasi aus der Pandemie herausimpfen kann, bekam in den vergangenen Wochen einen Dämpfer. Denn die Zahl der Neuinfektionen steigt wieder, wofür die zuerst in Indien festgestellte Delta-Variante verantwortlich gemacht wird. Mehr als 12.400 Fälle dieser Mutante sind im Königreich gezählt worden. Am Freitag verzeichnete Großbritannien rund 6.240 neue Corona-Fälle - die höchste Zahl seit Ende März. Am Samstag waren es 5.765.

18.35 Uhr: Bundespräsident Steinmeier: "In einer nächsten Pandemie muss vieles anders laufen"

Bei einer Wanderung im Grenzgebiet zwischen Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zahlreiche Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern über die Auswirkungen der Corona-Pandemie geführt. Dabei sprach er am Sonntag unter anderem mit Gastronomen und Künstlern. "In einer nächsten Pandemie muss vieles anders laufen", sagte der Bundespräsident etwa im Gespräch mit Gastronomen in einem Ausflugslokal in Lübeck.. Die Wanderung war die erste von drei Touren, bei denen Steinmeier mit Bürgerinnen und Bürgern über deren Erfahrungen in der Corona-Pandemie und deren Erwartungen für die nächsten Monate sprechen will.

18.02 Uhr: Virologin zweifelt am Impfplan der Bundesregierung

Die Virologin Melanie Brinkmann vom Braunschweiger Helmholtz-Zentrum bezweifelt, dass das Impfversprechen der Bundesregierung eingehalten werden kann. "Man sieht jetzt deutlich, dass wir viel zu wenig Impfstoff zur Verfügung haben", sagte sie der "Rheinischen Post". Sie sei weiterhin "skeptisch, ob das Versprechen der Bundesregierung zu halten ist, bis Ende des Sommers allen Bürgern ein Impfangebot zu machen."

Mit Wochenbeginn fällt die Priorisierung von einzelnen Bevölkerungsgruppen für eine Corona-Impfung weg. Dann können sich alle Bürgerinnen und Bürger ab zwölf Jahren um einen Impftermin bemühen Gesundheitsminister Jens Spahn hatte der "Bild am Sonntag" zuvor gesagt, 80 Prozent der impfwilligen Erwachsenen würden bis Mitte Juli zumindest einmal geimpft sein.

17.18 Uhr: Erstmals wieder deutsche Reisegruppe in Israel gelandet

Erstmals seit mehr als einem Jahr ist wieder eine deutsche Reisegruppe in Israel gelandet. Die rund zehn Personen kamen auf dem Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv an. Das Mittelmeerland hatte sich nach Beginn der Pandemie praktisch abgeschottet. Ausländern war die Einreise nur in Ausnahmefällen möglich. Die Tourismusindustrie ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor, sie hatte stark unter den Folgen der Corona-Krise gelitten.

In einem ersten Öffnungsschritt wird nun zunächst eine begrenzte Zahl von Reisegruppen ins Land gelassen. Individualreisen sind erst in einem zweiten Schritt geplant, frühestens im Juli. Voraussetzung sind Corona-Impfnachweise und negative Corona-Tests.

Israel setzt seit dem 19. Dezember erfolgreich eine Impfkampagne um. Die Zahl der Neuinfektionen unnd schweren Erkrankungen ist dramatisch zurückgegangen. Parallel zum Fortschritt der Impfkampagne begann die Regierung mit schrittweisen Lockerungen der Corona-Restriktionen. Diese wurden dann am Dienstag fast komplett aufgehoben.

17.29 Uhr: Impfzentren in Baden-Württemberg impfen gefährdete Kinder

In den baden-württembergischen Impfzentren sollen mit dem Wegfall der Impfpriorisierung am Montag auch besonders gefährdete Kinder gegen das Coronavirus geimpft werden. "Wir haben uns als Land entschieden, nicht auf die Empfehlung der Stiko zu warten, sondern schon ab Montag den besonders gefährdeten Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren ein Impfangebot zu machen", teilte der Amtschef des Gesundheitsministeriums, Uwe Lahl, in Stuttgart laut einem Sprecher mit.

Dies betrifft Kinder mit Vorerkrankungen und einem erhöhten Risiko für einen schweren Verlauf der Covid-19-Erkrankung. Auch Kinder und Jugendliche mit schutzbedürftigen Familienmitgliedern oder Kontaktpersonen, die etwa nicht selbst geimpft werden können, kommen in Frage.

Durch die Erweiterung der Zulassung des Impfstoffs von Biontech/Pfizer gebe es nun die Möglichkeit, auch diese Zielgruppe zu schützen, so Lahl. Die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) wird in der kommenden Woche erwartet. Bis dahin sollen in Baden-Württemberg nur Kinder und Jugendliche in diesen besonderen Ausnahmefällen geimpft werden.

16.43 Uhr: Höchststand bei Corona-Toten in Afghanistan registriert

Afghanistan hat mehr Corona-Tote binnen eines Tages verzeichnet als je zuvor seit Beginn der Pandemie. Am Sonntag meldeten die Behörden 50 Todesopfer seit dem Vortag im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion. Die tatsächliche Zahl liegt wahrscheinlich viel höher, da der Großteil der Erkrankten nicht in Krankenhäusern, sondern zuhause stirbt.

Auch die täglich gemeldeten Neuinfektionen sind in dem Krisenland zuletzt massiv angestiegen, von weniger als 200 Anfang Mai auf mehr als 1.300 an mehreren Tagen in Folge. Als Treiber der dritten Welle wird die hochansteckende Delta-Variante gesehen, die zuerst in Indien entdeckt wurde. Es gibt keine Reisebeschränkungen nach Afghanistan. Täglich landen fast ein Dutzend Flüge aus Indien.

Die Regierung hat erst vor wenigen Tagen wieder coronabedingte Beschränkungen eingeführt. Seit rund einer Woche sind auch Schulen in 16 der 34 Provinzen wieder geschlossen. Seit Anfang der Woche werden mangels Impfstoff keine neuen Personen mehr zu Impfungen zugelassen. Aktuell könne man nur noch Zweitimpfungen durchführen, hieß es aus dem Gesundheitsministerium. Seit Beginn der Pandemie wurden in Afghanistan mehr als 80.000 Infektionen und fast 3.200 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus registriert.

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Kanzleramtschef Helge Braun.

16.22 Uhr: Kanzleramtschef erwartet einen "eher entspannten" Sommer - und warnt vor dem Herbst

Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) rechnet mit einem "eher entspannten" Sommer. Der "sorgenvolle Blick" gehe mehr in den Herbst, weil die saisonalen Effekte in der Corona-Pandemie sich dann reduzierten, sagte Braun der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Darum liege jetzt das Hauptaugenmerk darauf, dass alle Impfwilligen schnell ein Angebot bekämen.

Es könne im Herbst eine vierte Welle geben, aber es gebe auch die Chance, dies durch eine hohe Impfquote zu verhindern, sagte Braun der Zeitung. Er warnte: "Ab dem Herbst wird der Schutz derer, die das Impfangebot nicht wahrnehmen wollen, keine Beschränkungen mehr rechtfertigen." Wer sich nicht impfen lasse, müsse damit rechnen, dass er früher oder später Corona bekomme.

"Wir müssen als Gesellschaft die tägliche Lebensfreude wieder entwickeln", forderte Braun außerdem. Dafür sei jetzt die Zeit gekommen. Es sei wie in der Medizin: Wenn jemand krank sei, verordneten ihm die Ärzte Bettruhe und Vorsicht. Wenn es aber wieder bergauf gehe, "sind die Ärzte auch diejenigen, die einen wieder aus dem Bett ziehen und sagen: Und jetzt müssen Sie wieder anfangen, sich zu belasten und zu bewegen."

16.12 Uhr: Landtags-SPD fordert Aufklärung zu Maskenlieferungen aus China

SPD-Landtagsfraktionschef Florian von Brunn hat von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) Aufklärung über Maskenlieferungen nach Bayern verlangt. "Ungeprüfte Schrottmasken" des chinesischen Herstellers Yi Cheng, so Brunn, seien möglicherweise nach Bayern geliefert und in Umlauf gebracht worden. Die EU habe im Mai 2020 vor ihnen gewarnt. "Durch das Versagen der Regierung Söder sind sie aber vielleicht sogar verteilt und so Menschenleben gefährdet worden! Jetzt muss sofort offengelegt werden, wer diese Masken bekommen hat", forderte Brunn.

15.52 Uhr: Kontroverse Debatte über Corona-Impfungen für Kinder

Bundesfamilienministerin Christine Lambrecht (SPD) hat sich für eine gezielte Corona-Impfung von Kindern mit Vorerkrankungen ausgesprochen. Auch bei Kindern und Jugendlichen könnten gesundheitliche Risiken oder Vorerkrankungen vorliegen, sagte Lambrecht den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Lambrecht erklärte, wenn ein sicherer Impfstoff für Kinder zugelassen und verfügbar sei, könne er einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie leisten. "Ärztinnen und Ärzte können hierbei am besten beurteilen und beraten, für wen eine Impfung am dringlichsten ist."

Der Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) mahnte hingegen zur Geduld: Wegen des knappen Impfstoffes könnten zunächst kaum Kinder geimpft werden. Die Impfpriorisierung sei zwar auf dem Papier aufgehoben, nun finde sie aber im Wartezimmer statt, sagte die BVKJ-Vorsitzende in der Region Nordrhein, Christiane Thiele, der "Rheinischen Post". So lange es nicht genug Impfstoff gebe, würden viele Kinder- und Jugendärzte die Risikogruppen impfen.

Auch der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, kritisierte, dass die Politik den Anschein erweckt habe, "dass auch Kindern und Jugendlichen bereits ab kommendem Montag die Möglichkeit eines Impfangebots unterbreitet werden könne, obwohl es seitens der Ständigen Impfkommission keine generelle Impfempfehlung dazu gibt".

Corona-Impfung für Kinder: Das müssen Sie wissen

15.25 Uhr: WHO-Vertreter lobt Boris Johnsons Impf-Ziel für Weltbevölkerung

Großbritanniens Appell, die gesamte Weltbevölkerung bis Ende nächsten Jahres gegen Corona zu impfen, hat bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Anklang gefunden. Diesem Ziel ein konkretes Datum zu geben, sei "wundervoll", sagte der WHO-Covid-19-Beauftragte David Nabarro dem Sender Sky News. Es erhöhe die Hoffnung, dass die Regierungen der Industrienationen tatsächlich einen Plan dazu entwerfen würden.

Der britische Premier Boris Johnson hatte vor dem anstehenden G7-Gipfel dazu aufgerufen, die Impfung der ganzen Welt bis Ende 2022 anzustreben. "Ich fordere meine Kollegen der G7-Staaten auf, diese schreckliche Pandemie mit uns zu beenden und zu versprechen, dass wir die durch das Coronavirus angerichtete Verwüstung nie wieder zulassen werden", hieß es von Johnson: "Die Welt bis Ende des nächsten Jahres zu impfen, wäre die größte Heldentat der medizinischen Geschichte."

Johnsons Regierung wird indes ebenso wie der US-Regierung von anderen Ländern vorgeworfen, bislang - anders als etwa die EU - so gut wie keine Impfstoffe exportiert zu haben. Bei der Abgabe von Impfdosen ist in Großbritannien bislang immer von überschüssigen Dosen die Rede.

15.06 Uhr: Bartsch fordert Regierungserklärung zu Corona-Masken

Nach Berichten über einen zweifelhaften Umgang des Gesundheitsministeriums mit angeblich minderwertigen Corona-Masken fordert Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch eine umfassende Erklärung der Bundesregierung. "In der kommenden Woche erwarte ich eine Regierungserklärung zu diesem unfassbaren Vorgang und umgehend eine Positionierung der Bundeskanzlerin", sagte Bartsch den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Der angebliche Vorgang im Gesundheitsministerium missachte den Artikel 1 des Grundgesetzes - die Würde des Menschen ist unantastbar - schwer.

Spahn wies die Vorwürfe zurück: Die Schutzmasken, um die es in der aktuellen Diskussion gehe, seien intensiv geprüft und hätten alle nötigen Eigenschaften. SPD und Opposition hatten mit heftiger Kritik auf einen Bericht reagiert, nach dem Spahns Ministerium bestimmte Masken vorübergehend für Obdachlose und Menschen mit Behinderung vorsehen wollte.

14.34 Uhr: Randale in Innenstädten - Hunderte treffen sich zum Feiern

Randale und illegale Partys haben auch an diesem Wochenende wieder in einigen bayerischen Städten die Polizei beschäftigt, mehrere Beamte wurden verletzt. In Nürnberg randalierten in der Nacht zum Samstag mehrere Dutzend Menschen. Polizisten wurden mit Flaschen beworfen, mehrere Beamte verletzt. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sagte: "Die Aggressivität und Intoleranz, die wir hier erlebt haben, machen mich fassungslos."

Nach Schließung der Außengastronomie um 23.00 Uhr habe sich die Stimmung unter den verbliebenen Menschen auf einem Platz in der Stadt immer mehr aufgeheizt, sagte ein Polizeisprecher. Die Polizei setzte schließlich Stöcke und Pfefferspray ein, nahm 13 Menschen in Gewahrsam und leitete Ermittlungsverfahren unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung ein.

Im Stadtgebiet München rückten die Beamten am Wochenende 50 Mal aus, um Menschenansammlungen aufzulösen. Am Freitagabend blockierte demnach eine Gruppe von bis zu 500 Menschen Fahrbahnen, einige schlugen auf ein Streifenfahrzeug ein. Die Ansammlung wurde aufgelöst. Auch in der Nacht zum Sonntag wurden Platzverweise für größere feiernde Gruppen erteilt.

14.12 Uhr: 40 Prozent höhere Ansteckungsgefahr durch Delta-Mutante

Die sogenannte Delta-Variante des Coronavirus ist nach Angaben der britischen Regierung um 40 Prozent ansteckender als die Ursprungsform des Covid-19-Erregers. Der "Wachstumsvorteil" der Variante liege nach Erkenntnissen des Expertengremiums Sage bei rund 40 Prozent, sagte Gesundheitsminister Matt Hancock heute der BBC. Großbritannien verzeichnete zuletzt wieder einen deutlichen Anstieg der Corona-Infektionsfälle. Die Zahl der Krankenhauseinweisungen sei jedoch stabil und betreffe vor allem Nicht-Geimpfte, sagte Hancock.

Die Delta-Mutante war zuerst in Indien aufgetreten und hat sich zuletzt auch verstärkt in Großbritannien ausgebreitet. Dort ist nach derzeitigem Stand am 21. Juni die Lockerung sämtlicher Corona-Maßnahmen geplant. Die Delta-Variante erschwere es, Vorhersagen für den 21. Juni zu machen, räumte Hancock ein. "Wir werden uns die Daten für eine weitere Woche ansehen und dann eine Entscheidung fällen", sagte er. Die Regierung sei "absolut offen" dafür, die Lockerungen zu verschieben.

13.58 Uhr: Spahn weist Vorwürfe zu Corona-Masken zurück

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat Vorwürfe zu angeblich minderwertigen Corona-Masken zurückgewiesen. Die Schutzmasken, um die es in der aktuellen Diskussion gehe, seien intensiv geprüft und hätten alle nötigen Eigenschaften, sagte Spahn in Berlin laut einer Mitteilung.

SPD und Opposition hatten mit heftiger Kritik auf einen Bericht reagiert, nach dem Spahns Ministerium bestimmte Masken vorübergehend für Obdachlose und Menschen mit Behinderung vorsehen wollte. Diese Masken seien nur wenig geprüft gewesen.

Spahn erwiderte: "Dass einige nun bewusst Obdachlose und Menschen mit Behinderung verunsichern, um Stimmung zu machen, sagt mehr über den Zustand der SPD als über die Qualität der Masken aus." Die Sicherheit von Schutzmasken habe im Ministerium absolute Priorität. Die Vorwürfe des Koalitionspartners bezeichnete Spahn als "empörend".

13.51 Uhr: Falsche Corona-Tests? 140 Reisende am Prager Flughafen gestoppt

Die tschechische Fremdenpolizei hat am Prager Vaclav-Havel-Flughafen 140 Reisende stundenlang aufgehalten, weil sie ihre Corona-Tests nicht anerkannte. Außenminister Jakub Kulhanek kündigte eine Untersuchung an, ob das Vorgehen der Polizisten korrekt war. Nach Medienberichten war bei den Touristen am Samstag der Verdacht entstanden, ihre Testzertifikate könnten gefälscht sein. Deshalb mussten sie sich alle nochmals testen lassen, bevor ihnen die Einreise nach Tschechien erlaubt wurde.

Betroffen waren fast ausschließlich tschechische Touristen, die in zwei Flugzeugen von einem Tunesien-Urlaub heimkehrten, meist Familien mit Kindern. Nach Angaben der Reiseveranstalter wurden sie noch in Tunesien von einem tschechischen Arzt getestet, bevor sie ihren Rückflug in die Heimat antraten.

Die Fremdenpolizei rechtfertigte die Vorsichtsmaßnahme damit, dass bei der Einreise immer wieder gefälschte Testzertifikate auftauchten. Dass deswegen nicht nur einzelne Reisende, sondern gleich alle Passagiere eines Fluges zur neuerlichen Testung verpflichtet wurden, sei nun allerdings zum ersten Mal geschehen.

13.37 Uhr: Kolumbien bittet Deutschland um Impfstoff für Flüchtlinge

Die kolumbianische Regierung will Deutschland um Hilfe bei der Versorgung der rund 1,8 Millionen Flüchtlinge aus Venezuela bitten. Das sagte Vizepräsidentin und Außenministerin Marta Lucia Ramirez in einem Interview der "Welt". "Ich möchte Deutschland in aller Form bitten, dass sie uns Impfdosen spenden, damit wir das kolumbianische Volk und alle venezolanischen Migranten impfen können, so dass wir zeitgleich ein Wirtschaftswachstum starten und Arbeitsplätze für die Kolumbianer und Venezolaner schaffen können", sagte die konservative Politikerin.

Kolumbien hat in den vergangenen fünf Jahren etwa 1,8 Millionen Flüchtlinge aus dem krisengeschüttelten Nachbarland aufgenommen und entschieden, ihren Aufenthaltsstatus zu legalisieren. Kolumbien wurde in den vergangenen Wochen von schweren Unruhen erschüttert, die sich an einer inzwischen zurückgenommenen Steuerreform entzündet und sich später zu breiten Sozialprotesten ausgeweitet hatten.

12.36 Uhr: Kontrollen bei Coronatests sollen verschärft werden

Nach mutmaßlichem Betrug in Corona-Schnellteststellen sollen die Betreiber künftig weniger abrechnen können und strenger kontrolliert werden. Das sehen Eckpunkte des Bundesgesundheitsministeriums vor, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegen und über die die "Welt am Sonntag" zuerst berichtete. Nun sollen die Betreiber von Teststellen für die Entnahme des Abstrichs nur noch 8 Euro statt bisher 15 bei ärztlichen und 12 Euro bei anderen Anbietern abrechnen können. Weil die Tests günstiger geworden sind, sollen sie nur noch pauschal mit 3 statt mit bis zu 6 Euro abgerechnet werden können. Die Behörden der Länder und Kommunen sollen die Einhaltung der Standards und die Zuverlässigkeit der Stellen auch durch stichprobenartiges Aufsuchen prüfen. Die für die Abrechnung zuständigen Kassenärztlichen Vereinigungen sollen die Abrechnungen gründlicher prüfen - mit Hilfe von Wirtschaftsprüfern auch stichprobenartig im Detail. Generelle Beauftragungen von Teststellen, wie sie mit so genannten Allgemeinverfügungen möglich waren, soll es nicht mehr geben. Gesundheitsämter sollen die Stellen nur noch einzeln beauftragen können.

Zudem sollen sich alle Anbieter von Bürgertests an die Corona-Warn-App anschließen müssen, so dass die Testergebnisse hier zu sehen sind. Das Ministerium betont, dass ohne die rund 15.000 Teststellen für kostenlose Bürgertests aktuelle Lockerungen mit tagesaktuellen Tests so nicht umgesetzt werden könnten. Auf die Regelverschärfungen hatten sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern nach Bekanntwerden der mutmaßlichen Betrügereien geeinigt.

12.24 Uhr: Sechs Kreise in Bayern über 50er-Inzidenz

In Bayern liegen sechs Kreise über der für weitere Lockerungen bedeutenden Corona-Inzidenz-Marke von 50. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) war der bayerische Spitzenreiter am Sonntag der Landkreis Kronach mit 71,9 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Auf Platz zwei folgte der Landkreis Günzburg mit 64,6, der angrenzende Kreis Neu-Ulm lag mit einem Wert von 62,8 auf Platz drei.

Am niedrigsten war der Inzidenzwert am Sonntag in der Stadt Weiden in der Oberpfalz mit 2,3. Ähnlich niedrig waren die Infektionszahlen den Angaben zufolge in den Landkreisen Tirschenreuth (2,8) und Cham (3,9).

Im Schnitt lag die Inzidenz in Bayern laut RKI am Sonntag bei 25,3 und damit leicht über dem Bundesdurchschnitt von 24,7. 504 neue Infektionen waren laut RKI in 24 Stunden dazugekommen - und 7 Todesfälle.

11.31 Uhr: Dresdner Quarantäne-Hochhaus - Sieben weitere Corona-Infektionen

Sieben weitere Bewohner des unter Quarantäne stehenden Hochhauses in Dresden sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das hätten die analysierten Proben von den 170 Bewohnern ergeben, teilte die Stadt am späten Samstagabend mit. Bei drei positiv Getesteten besteht zudem der Verdacht auf eine Infektion mit der sogenannten Delta-Variante, die zuerst in Indien festgestellt wurde. Die Ergebnisse müssen noch durch eine sogenannte Sequenzierung bestätigt werden. Ein Bewohner des Studentenwohnheims war am 1. Juni nach einer Covid-19-Erkrankung gestorben - bei ihm besteht der Verdacht auf die als besonders ansteckend geltende Virusvariante.

Das Gesundheitsamt hatte am Donnerstagnachmittag Quarantäne für das gesamte Studentenwohnheim verhängt. Die Quarantäne bleibt nach Angaben der Stadt auch vorerst bestehen. Die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes ermittelten nun, ob die negativ getesteten Bewohner tatsächlich keinen Kontakt zu Infizierten hatten. Erst dann könne nach und nach die Quarantäne für Einzelne aufgehoben werden, hieß es.

11.14 Uhr: USA spenden 750.000 Impfstoff-Dosen an Taiwan

Die USA wollen dem mit einer Corona-Welle kämpfenden Taiwan Hunderttausende Impfstoffe liefern. Insgesamt sollen 750.000 Dosen gespendet werden, wie Senatorin Tammy Duckworth ankündigte. "Es ist für die Vereinigten Staaten entscheidend, dass Taiwan in die erste Gruppe derjenigen aufgenommen wird, die Impfstoffe erhalten", sagte sie auf dem Flughafen in Taipeh, wo sie mit ihren Senatorenkollegen Dan Sullivan und Christopher Coons zu einem Besuch eingetroffen war. "Wir erkennen den dringenden Bedarf an und schätzen diese Partnerschaft." Um welche Impfstoffe es sich handelt, sagte Duckworth nicht.

Taiwan hat mit einem Anstieg der Neuinfektionen zu kämpfen, nachdem es lange Zeit sehr erfolgreich die Pandemie eingedämmt hatte. Heute wurden 343 neue Corona-Fälle bekannt. Bislang sind nur etwa drei Prozent der 23,5 Millionen Einwohner geimpft, wobei die meisten nur die erste von zwei erforderlichen Impfungen erhalten haben. Japan hatte bereits am Freitag 1,24 Millionen Dosen des Impfstoffs von Astrazeneca kostenlos an Taiwan geliefert.

Nach Angaben Taiwans scheiterte eine Vereinbarung mit dem deutschen Hersteller Biontech über Impfstoff-Lieferungen auf Druck von China. Die Volksrepublik weist das zurück. Die Regierung in Peking betrachtet Taiwan als eine abtrünnige Provinz. Wie viele andere Länder auch unterhält Deutschland keine formellen Beziehungen zu Taiwan.

11.10 Uhr: Kinderärzte - Aufhebung der Impfpriorisierung verfrüht

Der Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) kritisiert angesichts der knappen Impfdosen die Aufhebung der Impfpriorisierung ab Montag. "Im Lichte der aktuellen Engpässe ist es ein Fehler, die Priorisierung jetzt aufzuheben", sagte die BVKJ-Vorsitzende in der Region Nordrhein, Christiane Thiele, der Düsseldorfer "Rheinischen Post". Die Priorisierung sei zwar auf dem Papier aufgehoben, nun finde sie aber im Wartezimmer statt. So lange es nicht genug Impfstoff gebe, würden viele Kinder- und Jugendärzte die Risikogruppen impfen. Die Praxen seien organisatorisch gerüstet und böten Impfsprechstunden an, sagte die Kinderärztin weiter. Es fehle jedoch an Impfstoff.

Die Kinderärztin warnte davor, Schule und Hobby an eine Impfung zu binden: Der Besuch von Schule, Sport- und Freizeitveranstaltungen für die Kinder dürfe nicht an eine Impfung gebunden werden. "Es darf keine Impfpflicht durch die Hintertür geben", mahnte Thiele.

10.57 Uhr: Corona-Lockerungen für Italien-Rückkehrer in Kraft

Für Heimkehrer aus Italien gelten seit heute weniger Corona-Einreiseregeln nach Deutschland. Das Mittelmeerland ist laut Robert Koch-Institut wegen sinkender Corona-Infektionszahlen nicht mehr auf der Liste der Risikogebiete. Das bedeutet, dass zum Beispiel Gardasee-Urlauber oder Südtirol-Wanderer, die auf dem Landweg aus Italien wieder nach Deutschland zurückkommen, keine Einreisebeschränkungen mehr beachten müssen. Flugreisende brauchen weiterhin ein negatives Corona-Testergebnis. Neben Italien wurden auch Tschechien sowie Teile Österreichs, der Schweiz, Kroatiens und Frankreichs von der Liste gestrichen.

Die Corona-Lage in Italien verbesserte sich stetig. Laut Gesundheitsministerium lag die Sieben-Tage-Inzidenz landesweit zuletzt bei durchschnittlich 32 Fällen je 100.000 Einwohnern. Innerhalb Italiens sind ab Montag insgesamt sieben Regionen, darunter Friaul-Julisch Venetien, Sardinien und Venetien, in die weiße Corona-Zone mit den lockersten Regeln eingeteilt. Dort entfällt etwa die Ausgangssperre. Im Rest des Landes wird sie dann noch ab Mitternacht gelten. Die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im öffentlichen Raum bleibt bestehen.

Wer nach Italien einreist muss laut Gesundheitsministerium weiterhin einen negativen Corona-Test vorweisen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf.

10.01 Uhr: Britischer Minister legt sich noch nicht auf Lockerungen am 21. Juni fest

Der britische Gesundheitsminister Matt Hancock will sich noch nicht festlegen, ob für den 21. Juni in Aussicht gestellte Lockerungen auch tatsächlich umgesetzt werden. "Es ist zu früh, um eine endgültige Entscheidung darüber zu fällen", sagt Hancock dem Sender Sky News. "Der Premierminister (Boris Johnson), ich und das Team werden uns alle Daten in dieser Woche ansehen... Wir sagen zu diesem Zeitpunkt nicht 'Nein' zum 21. Juni."

09.51 Uhr: Israel beginnt mit Impfung von 12- bis 15-Jährigen

Israel hat heute mit der Impfung von Jugendlichen im Alter von zwölf bis 15 Jahren gegen das Coronavirus begonnen. Das Gesundheitsministerium hatte zuvor mitgeteilt, die Gefahren einer Erkrankung seien höher als mögliche Nebenwirkungen der Impfung. "Die Fälle von Herzmuskelentzündungen bei 16- bis 19-Jährigen waren selten und sind meist ohne Komplikationen verlaufen", hieß es in der Mitteilung. In Israel wird das Vakzin der Hersteller Biontech und Pfizer verwendet.

Angesichts der äußerst niedrigen Corona-Infektionsrate in Israel empfiehlt das Ministerium vorerst die Impfung von Risikopatienten, Angehörigen von Risikopatienten und Jugendlichen in Familien, die ins Ausland reisen wollen. "Abgesehen von den Risikogruppen kann jeder geimpft werden, der daran interessiert ist", hieß es weiter.

Das Neun-Millionen-Einwohner-Land Israel setzt seit dem 19. Dezember erfolgreich eine Impfkampagne um. Fast 5,5 Millionen haben bereits eine Erstimpfung und mehr als 5,1 Millionen eine Zweitimpfung erhalten. Neuinfektionen und schwere Erkrankungen gingen in den vergangenen Monaten stark zurück. Am Sonntag teilte das Gesundheitsministerium mit, binnen 24 Stunden seien nur vier neue Fälle registriert worden. Die Zahl der Schwerkranken fiel auf 230.

09.20 Uhr: Dorfwettbewerb muss erneut verschoben werden

Der Bezirksentscheid für den Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ muss erneut um ein Jahr verschoben werden. Das teilt das zuständige Landwirtschaftsministerium mit. Unter dem Motto „Mitmachen – Dabei sein – Gewinnen!“ war der 27. Dorfwettbewerb bereits 2019 mit insgesamt 155 bayerischen Dörfern gestartet. Aufgrund der Corona-Lage hatte der Bund die Endausscheidung von 2022 auf 2023 verschoben, der bayerische Bezirksentscheid sollte deswegen 2021 stattfinden. Jetzt werden sowohl der Bezirks- wie auch der Landesentscheid erst im nächsten Jahr durchgeführt. Die Auszeichnung der Gewinnerdörfer auf Bundesebene soll im Rahmen der Internationalen Grünen Woche 2024 in Berlin stattfinden. Bei der Aktion „Unser Dorf hat Zukunft“ werden das Engagement der Bewohner und herausragende Ideen und Projekte zur zukunftsfähigen Entwicklung der Dörfer herausgestellt und gewürdigt. Seit dem ersten Wettbewerb im Jahr 1961 haben sich insgesamt über 27.000 bayerische Dörfer daran beteiligt.

09.04 Uhr: Indien bereitet Corona-Lockerungen vor

Im von der Coronavirus-Pandemie besonders hart getroffenen Indien bereiten die Behörden in Teilen des Landes erste Lockerungen vor. Ab Montag soll in der Hauptstadt Neu-Delhi und mehreren anderen Städten wieder mehr Bewegungsfreiheit eingeräumt werden. Außerdem dürfen weitere Unternehmen den Betrieb wieder aufnehmen. Im Bundesstaat Maharashtra, in dem die Millionenmetropole Mumbai liegt, soll im Laufe der Woche mit einer schrittweisen Rücknahme eines im April verhängten strikten Lockdowns begonnen werden. Anlass sind rückläufige Fallzahlen. Am Sonntag meldeten die Behörden 114.460 Neuinfektionen. Das ist die niedrigste Tageszahl seit zwei Monaten.

Insgesamt wurden in Indien bislang 28,8 Millionen Fälle bestätigt, nur die USA kommen mit mehr als 33 Millionen auf noch mehr Infektionen. Die Zahl der Gestorbenen liegt bei knapp 347.000. Indien bildete in den vergangenen Wochen einen Brennpunkt der Pandemie. Wissenschaftler warnen, dass im späteren Jahresverlauf eine neue Welle auf das Land zurollen könnte und dann voraussichtlich Kinder stärker betroffen sein dürften. Es wird damit gerechnet, dass dann immer noch eine Mehrheit der 1,3 Milliarden Einwohner nicht geimpft ist.

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Lange war Indien mit 1,4 Milliarden Menschen einer der Corona-Hotspots. Dort hat sich eine Virus Variante entwickelt, die als sehr ansteckend gilt. Aber auch in Indien sinken die Infektionszahlen jetzt.

08.17 Uhr: Positiver Corona-Test bei Golfstar Rahm - Aufgabe als Führender

Der spanische Golfstar Jon Rahm hat nach einem positiven Corona-Test das Memorial Tournament im US-Bundesstaat Ohio als Führender aufgeben müssen. Die Verantwortlichen der PGA Tour teilten dem 26-Jährigen das Testergebnis am Samstag (Ortszeit) mit, unmittelbar nachdem der Weltranglistendritte seine dritte Runde beendet und mit sechs Schlägen Vorsprung klar geführt hatte.

Laut PGA-Mitteilung hatte Rahm bereits am vergangenen Montag Kontakt zu einer Person, die positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Laut Gesundheitsregeln der PGA Tour hatte der Golfprofi aber die Möglichkeit, am Wettbewerb teilzunehmen, wenn er täglich getestet wird und er nur eingeschränkten Zutritt zu Innenbereichen erhält. Rahm, der bisher keine Symptome zeigt, begab sich unmittelbar nach dem Testergebnis in Quarantäne.

05.50 Uhr: GEW kritisiert Fortschritt bei der Impfung von Lehrkräften

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft bemängelt die Fortschritte bei der Impfung von Lehrerinnen und Lehrer. "Der Impffortschritt bei den Lehrerinnen und Lehrern ist immer noch zu langsam. Zwischen 40 und 60 Prozent sind – zumindest mit der ersten Dosis – geimpft. Gerade bei den Lehrkräften, die zur PrioGruppe 3 gehören, mangelt es immer noch an Impfangeboten", kritisiert die Vorsitzende der Gewerkschaft Marlis Tepe laut einem Vorabbericht der "Bild am Sonntag". Die generelle Aufhebung der Impfpriorisierung dürfe nicht zu einer Verzögerung der Lehrerimpfungen führen.

05.40 Uhr: Welthungerhilfe - Süden in Corona-Pandemie nicht im Stich lassen

Die Welthungerhilfe hat dazu aufgerufen, die ärmeren Ländern bei Impfkampagnen gegen die Corona-Pandemie nicht im Stich zu lassen. Dabei könne auch die Initiative zur vorübergehenden Freigabe von Patenten ein Schritt in die richtige Richtung sein, sagte Generalsekretär Mathias Mogge der Deutschen Presse-Agentur. Er wies auf Beratungen hin, die die Welthandelsorganisation (WTO) Anfang der Woche führe.

Es drohten bereits dramatische Rückschritte bei Entwicklungserfolgen und auch bei der Hungerbekämpfung in Folge der Corona-Pandemie. "Waren 2019 fast 690 Millionen Menschen weltweit chronisch unterernährt, gehen Vorhersagen für dieses Jahr von bis zu 828 Millionen aus, Tendenz steigend. Damit entwickelt sich das Coronavirus immer mehr zum Hungervirus", sagte Mogge.

Um ärmere Länder - vor allem auf dem afrikanischen Kontinent - rasch mit Impfstoffen zu versorgen, müsse "mehrgleisig" gefahren werden. "Eine zeitweilige Aussetzung des Patentschutzes kann ein wichtiger Ansatz sein, um die Produktion von Impfstoffen mittelfristig hochzufahren", sagte Mogge. Aber es gehe auch darum, die nötige Technologie und das Wissen weiterzugeben, für die entsprechende Qualitätssicherung zu sorgen sowie mehr Impfdosen von Deutschland und der EU an die Covax-Initiative abzugeben.

05.22 Uhr: RKI meldet 2.440 Neuinfektionen, Inzidenz fällt weiter

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 2.440 neue Positiv-Tests. Das sind 1.412 weniger als am Sonntag vor einer Woche, als 3852 Neuinfektionen gemeldet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter auf 24,7 von 26,3 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 74 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 89.222. Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 3,7 Millionen Corona-Tests positiv aus.

04.13 Uhr: Intensivmediziner - Vierte Welle ist möglich

Aus Sicht der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) hat sich die Belastung in den Kliniken verbessert. "Auf den Stationen ist deutliche Entspannung zu spüren", sagte der DIVI-Präsident Prof. Gernot Marx gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) laut Vorabbericht. Die Entwicklungen gingen in die richtige Richtung. Die Zahlen zeigten, dass sich die übergroße Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger sehr diszipliniert verhalte, Impfungen und die Bundesnotbremse ihre Wirkung entfalteten. Jedoch könnten im Herbst die Infektionen wieder zunehmen, wenn viele Menschen unvorsichtig würden. Eine vierte Welle sei möglich. "Das Risiko dafür, dass es erneut viele Schwerkranke und Todesfälle geben könnte, besteht weiterhin."

03.20 Uhr: Familienministerin fordert gezielte Impfung von Kindern mit Vorerkrankungen

Bundesfamilienministerin Christine Lambrecht spricht sich für gezielte Impfungen von Kindern mit Vorerkrankungen aus. "Wenn ein sicherer Impfstoff für diese Altersgruppe zugelassen und verfügbar ist, kann er einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie leisten, denn auch bei Kindern und Jugendlichen können gesundheitliche Risiken oder Vorerkrankungen vorliegen", sagte die SPD-Politikerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe laut Vorabbericht. Ärztinnen und Ärzte könnten hierbei am besten beurteilen und beraten, für wen eine Impfung am dringlichsten sei. Wichtig sei, dass Eltern und ihre Kinder gemeinsam mit Ärzten eine verantwortungsbewusste und freiwillige Entscheidung treffen könnten. Eine Impfpflicht werde es in Deutschland weder für Erwachsene noch für Kinder oder Jugendliche geben.

02.05 Uhr: Corona-Pandemie kostet Kultur- und Kreativwirtschaft Milliarden

Die Corona-Pandemie hat im deutschen Kunst- und Kultursektor enorme Schäden hinterlassen. Das ergibt sich aus einem aktuellen Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages, das dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt. "Am gravierendsten waren die Teilmärkte Filmwirtschaft, Darstellende Kunst und Kunstmarkt betroffen, die auf das Umsatzniveau von vor 17 Jahren zurückgefallen sind", so das Gutachten. Insgesamt seien die Umsätze der Kultur- und Kreativwirtschaft um 22,4 Milliarden Euro zurückgegangen.

00.51 Uhr: Johnson - G7-Länder sollen dafür sorgen, dass die Menschen weltweit bis Ende 2022 geimpft werden

Der britische Premierminister Boris Johnson fordert die Regierungschefs der sieben führenden Industrieländer in einer Mitteilung auf, sich beim G7-Treffen in Großbritannien in der kommenden Woche dazu zu verpflichten, die gesamte Welt bis Ende 2022 gegen Covid-19 zu impfen. "Ich appelliere an meine G7-Kollegen diese schreckliche Pandemie mit uns gemeinsam zu beenden und zu versprechen, dass wir es nie wieder zulassen werden, dass eine Verwüstung, wie sie das Coronavirus angerichtet hat, noch einmal passiert".

00.25 Uhr: Spahn - Es gibt noch nicht genug Impfstoff für alle

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bittet die Bevölkerung mit Blick auf die Aufhebung der Impfpriorisierung um Geduld. "Nicht alle können gleichzeitig am Montag einen Termin bekommen", sagte Spahn der "Bild am Sonntag" laut Vorabbericht. Er bitte um Nachsicht mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Arztpraxen und Impfzentren. "Sie tun ihr Bestes. Aber noch ist nicht genug für alle da." Bei der Wartezeit auf den Impftermin gehe es jetzt um Wochen, nicht um Monate. Bis Mitte Juli würden 80 Prozent aller impfwilligen Erwachsenen mindestens einmal geimpft sein.

00.00 Uhr: Gesundheitsministerium will Schnelltest-Vergütung senken

Wegen offensichtlicher Unregelmäßigkeiten bei Schnelltests plant das Bundesgesundheitsministerium einem Medienbericht zufolge eine Neufassung der Testverordnung. Ein erster Entwurf soll bereits Anfang nächster Woche vorgelegt werden, wie "Welt am Sonntag" berichtet. Grundlage dafür sei ein neues Eckpunktepapier. Darin heiße es, die "Vielzahl an unterschiedlichen Vergütungsmöglichkeiten und die Höhe der derzeitigen Vergütungen" böten "Anreize für strategisches Verhalten". Ziel sei es daher, "die unterschiedlichen Vergütungsoptionen zu vereinheitlichen und in der Höhe anzupassen". Demnach soll die Vergütung der Abstrichnahme auf acht Euro (aktuell bis zu 15 Euro) festgelegt werden. Sachkosten sollen nur noch mit einer Pauschale von drei Euro (bisher bis zu sechs Euro) erstattet werden. Laut Eckpunktepapier seien zudem verstärkte Kontrollen vorgesehen.

Samstag, 05. Juni 2021

22.10 Uhr: Über 138 Millionen US-Amerikaner vollständig geimpft

In den USA sind inzwischen mehr als 138 Millionen Menschen vollständig geimpft, wie die Seuchenbehörde CDC mitteilt. Insgesamt seien über 371 Millionen Dosen ausgeliefert und etwa 300 Millionen verabreicht worden. Über 170 Millionen Menschen seien mindestens einmal geimpft worden. In den USA leben 328 Millionen Menschen.

19.14 Uhr: Philosoph Nida-Rümelin im BR: Bei sinkenden Zahlen nicht weiter auf Inzidenzwerte fixiert bleiben

Es sollte nicht mehr fixiert auf Inzidenzzahlen geschaut werden und so eine künstliche Verlängerung der Pandemie herbeigeredet werden, so der Philosoph Prof. Julian Nida-Rümelin im BR-Fernsehen. Unter 20-Jährige hätten ein geringes Risiko an Covid-19 zu erkranken, deshalb sollten Kinder und Jugendliche mehr Freiheiten genießen dürfen, sagte der Philosoph im Interview mit der Rundschau. Wenn das Niveau unterschritten ist angesichts einer Ansteckung mit dem Corona-Virus und das Lebensrisiko genauso einzustufen ist wie das Risiko an Grippe zu erkranken oder zu sterben, dann sollten keine besonderen Maßnahmen mehr aufrechterhalten bleiben. Jetzt bleibt aber vor allem auch die Frage, ob die Gesellschaft zur Normalität vor Corona zurückkehrt. Die Sehnsucht dazu sei groß. Vielleicht jedoch, so der Philosoph, gibt es Überlegungen, ob Meetings überall auf der Welt nötig sind, ob all die Flüge wieder stattfinden müssen, auch angesichts von Klimawandel und Klimaschutz. "Es kann gut sein", so Nida-Rümeling, "dass wir das eine oder andere aus der Krise auch positiv aufnehmen."

18.30 Uhr: Italien meldet Impfrekord

Italien hat im Kampf gegen das Coronavirus einen Impfrekord verbucht: Mehr als 600.000 Impfdosen seien am Freitag verabreicht worden, teilten die Behörden am Samstag mit. Bei der Gesamtzahl der vollständig Geimpften liege Italien in der EU nun mit 12,7 Millionen Immunisierten auf dem zweiten Platz hinter Deutschland. Dies entspreche fast 24 Prozent der über Zwölfjährigen in Italien. Insgesamt wurden den Angaben zufolge landesweit inzwischen mehr als 37 Millionen Impfdosen verabreicht.

In Italien waren in den vergangenen Monaten hunderte neue Impfzentren eröffnet worden. Die Zahl der Corona-Infektionen und der Todesfälle in Italien sank in den vergangenen Wochen kontinuierlich. Insgesamt verzeichnete das Land seit Beginn der Pandemie fast 126.500 Todesopfer im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung.

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Corona-Mutationen stellen Wissenschaft und Medizin vor immer neue Herausforderungen. Erst war es die britische Variante, dann die südafrikanische und die brasilianische. Seit ein paar Wochen kursiert die indische Virus-Mutante namens Delta.

17.33 Uhr: Britische Studie: Ärmere Schüler benachteiligt

Bei Grundschülern aus ärmeren Familien sind durch die Schulschließungen während der Pandemie einer aktuellen Untersuchung aus England zufolge größere Wissenslücken entstanden als bei anderen. "Diese Schüler haben größere Lernverluste erlebt als ihre wohlhabenderen Gleichaltrigen, wodurch die Gefahr besteht, dass sich die allgemeine Kluft im Bildungsniveau vergrößert", sagte der Studienautor Jon Andrews des Education Policy Institute, das die Untersuchung im Auftrag der britischen Regierung durchgeführt hat. Die Lernverluste werden in der Auswertung als fehlende Monate gezählt, die die Schüler verglichen mit einem normalen Schuljahr hinter den Erwartungen zurückbleiben. Während die Grundschüler in der zweiten Hälfte des vergangenen Herbstsemesters im Schnitt in Mathe 2,7 Monate zurücklagen und im Lesen 1,2 Monate, lag dieser Rückstand bei Kindern aus ärmeren Familien bei 3,3 Monaten (Mathe) beziehungsweise 1,6 Monaten (Lesen).

16.53 Uhr: Indien vor ersten Lockerungen dank sinkender Zahlen

Angesichts deutlich sinkender Infektionszahlen im einstigen Corona-Hotspot Indien wagen die Millionenstädte Delhi und Mumbai zusammen mit weiteren Regionen erste Lockerungen. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden war am Samstag den Gesundheitsbehörden zufolge auf 120.529 Fälle gesunken - und damit deutlich unter den Anfang Mai erreichten Spitzenwert von 400.000. In der Metropolregion Delhi, die sich seit 19. April im Lockdown befindet, könnten am Montag wieder Märkte und Einkaufszentren öffnen, teilte der dortige Regierungschef Arvind Kejriwal am Samstag mit. Geschäfte mit geraden Hausnummern sollen an anderen Tagen öffnen als solche mit ungeraden Nummern.

Die Infektionszahlen in Indien waren Ende Februar mit dem Beginn einer zweiten Corona-Welle von 10 Millionen Fällen auf knapp 28,7 Millionen gesprungen. Nur in den USA sind nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in absoluten Zahlen bislang mehr Fälle registriert worden. Mehr als 334.000 Menschen starben der JHU zufolge auf dem Subkontinent in Zusammenhang mit dem Coronavirus.

16.13 Uhr: Vorwürfe gegen Spahn - Ministerium wehrt sich

Nach einem Medienbericht über fragwürdige Vorgänge rund um die massenhafte Beschaffung von Schutzmasken im vergangenen Jahr sieht sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn schweren Vorwürfen ausgesetzt. "Diese Vorgänge im Bundesgesundheitsministerium sind ungeheuerlich und menschenverachtend", sagte SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil dem "Spiegel". "Der Minister muss sich dazu schnellstmöglich erklären, er kann hier nicht mit dem Finger auf andere zeigen. "Der "Spiegel" hatte zuvor berichtet, dass Spahns Ministerium Anfang 2020 für schätzungsweise eine Milliarde Euro unbrauchbare Masken gekauft hatte. Weil sie offenbar regulär nicht verteilt werden durften, sollten sie dem Bericht zufolge in Sonderaktionen an Hartz-IV-Empfänger, Behinderte und Obdachlose abgegeben werden. Inzwischen sehe der Plan vor, die Masken in der Nationalen Reserve Gesundheitsschutz einzulagern und später zu vernichten.

Zum Artikel: "Wegen Masken-Affäre: FDP und Linke fordern Spahns Rücktritt"

16.12 Uhr: Drosten: Marder plausible Herkunftsquelle des Virus

Der Berliner Virologe Christian Drosten sieht unter den verschiedenen Hypothesen zur Herkunft von Sars-CoV-2 den Weg über chinesische Zuchttiere als plausibelste an. Belege habe er dafür jedoch keine. Beim ersten Sars-Virus, Sars-1, seien die Übergangswirte Marderhunde und Schleichkatzen gewesen, sagte Drosten. "Das ist gesichert." In China würden Marder noch in großem Stil gezüchtet. Die Herkunft des Sars-CoV-2, also des Coronavirus, ist nach wie vor ungeklärt.

14.40 Uhr: Impf-Anzeigenkampagne in NRW sorgt für Verwirrung

Eine Anzeigenkampagne der Landesregierung in Nordrhein-Westfalen mit dem Titel "Im Juni: Impftermin buchen!" ruft die Opposition auf den Plan. Denn die SPD im Düsseldorfer Landtag mutmaßt, dass man vergessen hat, die Anzeigen in diversen Tageszeitungen zu stornieren - da es zurzeit doch gar keine Möglichkeit zur Terminbuchung gebe. Die Partei beruft sich auf eine Pressemitteilung des Gesundheitsministeriums vom vergangenen Mittwoch, in der es hieß, dass es "auch ab dem 7. Juni 2021 zunächst keine Terminfenster in den Buchungsportalen der Kassenärztlichen Vereinigungen zur Verfügung gestellt" würden. In der Anzeige dagegen steht "In den Tagen und Wochen ab dem 7. Juni kann nun jeder einen Termin für seine Impfung vereinbaren." In einer Kleinen Anfrage an die schwarz-gelbe Landesregierung will die SPD-Abgeordnete Lisa Kapteinat nun unter anderem wissen, was der Hintergrund der Anzeigen ist.

14.32 Uhr: Einreise der deutschen Spieler aus England "geklärt"

Bundestrainer Joachim Löw kann bei der EM-Generalprobe der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Lettland auch auf die vier in England spielenden Champions-League-Finalisten in seinem Kader zurückgreifen. "Das ist geklärt", sagte DFB-Direktor Oliver Bierhoff. Das Chelsea-Trio Kai Havertz, Antonio Rüdiger und Timo Werner sowie Ilkay Gündogan von Manchester City dürfen demnach am Sonntag mit den weiteren 22 Nationalspielern aus dem Trainingslager in Österreich nach Deutschland reisen, ohne dort in Quarantäne zu müssen. Das Quartett sei nach der Rückkehr vom Königsklassen-Finale in Portugal vor einer Woche "weniger als 24 Stunden in England gewesen", begründete Bierhoff. Dieser Passus in den Reisebestimmungen konnte vom DFB genutzt werden.

13.42 Uhr: Feiern in Tübingen und Nürnberg aufgelöst

Wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln hat die Polizei in Tübingen eine Ansammlung von etwa 300 Menschen aufgelöst. Die Menschen tranken Alkohol und versetzten sich "mehr und mehr in Feierlaune", wie die Polizei am Samstag mitteilte. Als die Beamten die Gruppen aufforderten, nach Hause zu gehen, wurden sie den Angaben nach beschimpft. Bei der Räumung in der Nacht zum Samstag seien auch zwei Flaschen in Richtung der Einsatzkräfte geworfen worden. Beamte nahmen den mutmaßlichen Täter fest.

Auch in Nürnberg kam es zu einer Räumung eines Platzes. Zunächst hatten sich rund 200 Menschen friedlich auf dem Kornmarkt versammelt. Nach Schließung der Außengastronomie habe sich die Stimmung gegen Uhr unter den etwa 80 verbliebenen Menschen auf dem Platz am Kornmarkt alkoholbedingt immer mehr aufgeheizt, berichtete ein Polizeisprecher.

Zum Artikel: "Nächtliche Randale in Nürnberg: Polizei räumt Kornmarkt"

13.00 Uhr: Ex-Fernsehpfarrer Jürgen Fliege bei Corona-Protest-Partei "Die Basis"

Der frühere TV-Seelsorger Jürgen Fliege engagiert sich einem Medienbericht zufolge für die Corona-Protest-Partei "Die Basis". Der 74-jährige evangelische Theologe, der im vergangenen Jahr bei einer "Querdenker"-Veranstaltung aufgetreten war, habe seine Mitgliedschaft bestätigt, berichtete das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Demnach trat Fliege im Frühjahr in die Partei ein. Er behaupte nicht, dass das Virus eine Erfindung sei, sagte Fliege dem Magazin, es sei auch gefährlicher als die Grippe. Die Lockdown-Maßnahmen seien jedoch nicht gerechtfertigt gewesen.

12.40 Uhr: Italiens Fußball-Verband regelt Einlass-Voraussetzungen für EM

Der italienische Fußball-Verband (FIGC) hat die Regeln für den Einlass von Fans zu den vier in Rom geplanten Spielen der Europameisterschaft festgelegt. Ticketbesitzer dürfen nur rein, wenn sie ein von der italienischen Gesundheitsbehörde ausgestelltes Zertifikat mitbringen, das entweder die Genesung von einer Covid-19-Erkrankung bestätigt oder zumindest die erste Corona-Impfung bescheinigt, die wenigstens 15 Tage alt sein muss. Der Einlass soll laut FIGC auch mit einem Antigen-Schnelltest oder PCR-Test in Englisch oder Italienisch möglich sein. Dieser darf nicht länger als 48 Stunden, ausgehend vom geplanten Anpfiff, zurückliegen. Im Olympia-Stadion in Rom sind vier EM-Spiele geplant.

12.20 Uhr: Niederländer erfreuen sich weiterer Corona-Lockerungen

Kinos, Museen, Theater und Restaurants - die Niederlande sind am Samstag mit der Wiedereröffnung von Kulturstätten und der Innengastronomie weitere Schritte in Richtung Normalität gegangen. Der Ausblick auf ein Leben ohne Corona sei begeistert aufgenommen worden, hieß es in Medienberichten. Restaurants seien oft ausgebucht, Tickets rasch ausverkauft gewesen - wohl auch, weil die jeweiligen Gäste- und Besucherzahlen noch begrenzt sind. Mancherorts wurde die Wiederöffnung feierlich begangen, darunter im berühmten Van Gogh Museum in der Hauptstadt der Niederlande: "Kultur ist das wichtigste Fundament, die Stadt kämpft sich zurück mit Kreativität, Inspiration und Zusammenhalt", sagte Amsterdams Stadtpoet Gershwin Bonevacia bei der Zeremonie.

12.10 Uhr: Argentinien kündigt Produktion von russischem Vakzin Sputnik V an

Argentinien will künftig den russischen Corona-Impfstoff Sputnik V produzieren. Das kündigte Präsident Alberto Fernández am Freitag (Ortszeit) nach einer Videokonferenz mit Russlands Präsident Wladimir Putin an. "Nächsten Sonntag wird ein Flugzeug nach Moskau aufbrechen, um den Wirkstoff mitzubringen, damit die Produktion in Argentinien sofort beginnen kann", sagte Fernández. Ein privates Labor wird mit der Produktion des Impfstoffs beauftragt. Die Kapazität beläuft sich anfangs auf eine Million Dosen im Monat und soll binnen eines Jahres gesteigert werden.

11.55 Uhr: Corona-Impfung und Myokarditis? Deutscher Experte nicht beunruhigt

Berichte aus Israel über einen möglichen Zusammenhang zwischen seltenen Fällen von Herzmuskelentzündung (Myokarditis) und Corona-Impfungen sind aus Sicht eines deutschen Experten wenig überraschend und sollten für Geimpfte kein Grund zur Sorge sein. "Das kommt nicht unerwartet und beunruhigt mich nicht. Es geht um wenige Hundert Fälle einer Erkrankung mit meist mildem Verlauf bei insgesamt mehr als fünf Millionen Geimpften", sagte der Kardiologe und Pharmakologe Thomas Meinertz auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Von anderen Impfungen sei bekannt, dass danach in seltenen Fällen Herzmuskelentzündungen auftreten könnten, ausgelöst durch eine überschießende Immunreaktion. Ob es sich bei den Fällen in Israel um eine solche Reaktion handelt, ist aber noch völlig offen.

11.40 Uhr: Schottland lockert Corona-Beschränkungen in Teilen des Landes

In vielen Teilen Schottlands können sich die Menschen über weitere Corona-Lockerungen freuen. Seit Samstag können sich etwa in der größten schottischen Stadt Glasgow, in der noch länger strengere Regeln galten, erstmals nach monatelangem Lockdown wieder Menschen auch privat in Innenräumen treffen oder sich auf ein Bier im Pub verabreden. In abgelegenen Regionen wie den Shetland- oder Orkney-Inseln sind sogar wieder größere Veranstaltungen wie Hochzeiten mit bis zu 200 Personen möglich.

10.55 Uhr: Reiter kritisiert Zeitpunkt der EM-Zuschauer-Entscheidung

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hält die jetzt von der bayerischen Staatsregierung festgesetzte Zahl von 14.000 Zuschauern bei der Fußball-Europameisterschaft in der Allianz Arena als vertretbar. "Was mich etwas irritiert hat ist, dass die Entscheidung so spät gefallen ist. Das ist für die Veranstalter eine echte Herausforderung noch Karten zu drucken, zu vertreiben und so weiter. Denn die Inzidenz ist seit Wochen stabil unter 50 gewesen. Man hätte glaub ich schon etwas früher entscheiden können." Das erklärte Reiter im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk.

10.40 Uhr: Linke will Grundschulklassen auf 15 Kinder verkleinern

Die Linke fordert als Konsequenz aus dem Corona-bedingten Wechselunterricht kleinere Grundschulklassen. Die kleineren Lerngruppen als Notlösung in der Pandemie seien von den Kindern positiv wahrgenommen worden, sagte Linke-Chefin Janine Wissler den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Das Lernen fällt leichter, Inklusion funktioniert besser und Wohlbefinden ist höher", befand Wissler. Sie schlug eine Klassengröße von 15 Kindern pro Grundschulklasse vor. Das sei nicht sofort erreichbar, aber auch nicht utopisch. Haupthindernis sei der Mangel an Lehrern. Daher sei ein bundesweites Programm für mehr Lehramts-Studienplätze und die Umwandlung von befristeten in sichere Stellen notwendig.

10.30 Uhr: Weltweit mehr als 172 Millionen Infizierte und 3,8 Millionen Tote

Weltweit haben sich inzwischen mehr als 172,37 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Das ergibt eine Reuters-Erhebung auf Grundlage offizieller Daten. Danach starben mehr als 3,8 Millionen Menschen in Zusammenhang mit dem Virus, seit es im Dezember 2019 erstmals im chinesischen Wuhan nachgewiesen wurde. Die USA weisen mit fast 600.000 die meisten Todesfälle auf. Dort wurden gut 33,5 Millionen Infektionen nachgewiesen - ebenfalls weltweit der höchste Wert. Indien liegt bei den Fallzahlen an zweiter Stelle, Brasilien an dritter. Das südamerikanische Land weist jedoch mehr Todesfälle auf als Indien.

10.20 Uhr: Betriebsärzte-Präsident würde statt Biontech lieber Johnson & Johnson verimpfen

Der Präsident des Verbands Deutscher Betriebs- und Werksärzte, Wolfgang Panter, hat die Erwartungen an den Einstieg der Betriebsärzte in die Impfkampagne gedämpft und zur Begründung auf den nach wie vor knappen Impfstoff verwiesen. "Für die kommende Woche konnte jeder Betriebsarzt 800 Dosen bestellen und er bekommt am Ende 102. Für die darauffolgende Woche kann jeder Betriebsarzt nur noch 300 Dosen bestellen. Das ist ja ein klares Signal", sagte Panter dem "RedaktionsNetzwerk Deutschland". An diesem Montag wird zum ersten Mal flächendeckend Corona-Impfstoff an die Betriebsärzte geliefert. Laut Gesundheitsministerium sollen die Betriebsärzte in den ersten beiden Wochen ausschließlich Biontech-Impfstoff bekommen. Für die Zeit danach steht die Zuteilung noch nicht fest. "Sicherlich würden viele Betriebsärzte den Impfstoff von Johnson & Johnson präferieren, weil er nur einmal injiziert werden muss", sagte Betriebsärztechef Panter. "Das bedeutet natürlich weniger organisatorischen Aufwand."

09.45 Uhr: Grütters - Berlinale "kraftvolles Zeichen" für Rückkehr der Kultur

Die Sommer-Berlinale als zweiter Teil der Filmfestspiele ist aus Sicht von Kulturstaatsministerin Monika Grütters ein «kraftvolles Zeichen» für ein Wiedererwachen des kulturellen Lebens nach dem Pandemie-Lockdown. «Kein Bildschirmerlebnis ersetzt das Gemeinschaftserlebnis», sagte die CDU-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Unser Ziel war es daher immer, dass die Berlinale überhaupt stattfinden kann und nicht wie andere Festivals abgesagt werden muss." Wegen der Pandemie wurden die Filmfestspiele in Berlin geteilt - im März konnten Fachleute online Filme schauen, nun ist von Mittwoch (9. Juni) an ein öffentliches Festival unter freiem Himmel geplant. Die Berlinale zählt neben Cannes und Venedig zu den großen Filmfestivals.

09.35 Uhr: "The Times" - China sollte bei Suche nach Corona-Ursprung kooperieren

Die Londoner "Times" wirft China mangelnde Kooperation bei der Klärung des Ursprungs des Coronavirus vor: "Chinas mangelnde Kooperation mit den internationalen Bemühungen, die Ursprünge des Coronavirus aufzuspüren, schürt unweigerlich den Verdacht, dass das Land etwas zu verbergen hat. Vielleicht spiegelt diese Verweigerungshaltung nur die reflexartige Reaktion eines verschlossenen autokratischen Regimes wider und nicht etwa eine Schuld an einer Pandemie, die das Leben von 3,7 Millionen Menschen gekostet hat. Aber China könnte die Zweifel verantwortlicher Forscher schnell zerstreuen, indem es die Aufzeichnungen zur Verfügung stellt, auf die sich (der ranghöchste US-Epidemiologe Antony) Fauci bezieht."

09.15 Uhr: Ansturm auf Praxen erwartet - Ärzte mahnen Impfwillige zur Geduld

Die Ärzte rechnen mit Freigabe der Impfreihenfolge ab Montag mit einem großen Andrang in den Praxen und rufen Impfwillige zu Geduld auf. Der Vorstandschef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", er rechne mit einem "Ansturm auf die Praxen". Gassen appellierte an die Menschen: "Bitte haben Sie Geduld und bedrängen Sie nicht die Ärzte und Ärztinnen und deren Teams, die medizinischen Fachangestellten. Alle werden geimpft werden - und das so schnell wie möglich. Aber nicht alle auf einmal!" Bei vielen Menschen sei der falsche Eindruck entstanden, sie könnten sich sofort impfen lassen. Das sei mitnichten möglich. Obwohl die Mengen kontinuierlich zunähmen, seien Impfstoffe immer noch zu knapp. Ähnlich äußerte sich Dirk Heinrich, Bundesvorsitzender des Virchowbundes als Verband der niedergelassenen Ärzte. Es gebe nach wie vor in den Praxen zu wenig Impfstoff. "Daher müssen wir unsere Patienten um Geduld bitten", sagte Heinrich der Zeitung.

09.10 Uhr: Intensivmediziner - Delta-Virusvariante wird sich durchsetzen

Intensivmediziner rechnen damit, dass sich die zunächst in Indien entdeckte Delta-Variante des Coronavirus in Deutschland durchsetzen wird. "Der große Unsicherheitsfaktor ist gerade die neue Mutation B.1.617.2, die noch ansteckender als die derzeit dominierende Variante B.1.1.7 sein soll. Schrittweise wird sich deshalb auch in den nächsten Wochen diese neue Mutation durchsetzen", sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Gernot Marx, der "Rheinischen Post". Wenn die Menschen unvorsichtig würden, könnten die Infektionszahlen wieder hochschnellen. "Dann ist eine vierte Welle möglich", warnte Marx. Die Intensivmedizin sei auf dieses Szenario aber vorbereitet.

08.55 Uhr: Virologin Brinkmann hält Fußballspiele mit Zuschauern noch für verzichtbar

Die Virologin Melanie Brinkmann hält Fußballspiele mit Zuschauern in der aktuellen Corona-Lage für verzichtbar. "Ach ja, die Fußballspiele. Haben wir keine anderen Sorgen?" sagte sie der Düsseldorfer "Rheinischen Post". Deutlich wichtiger sei es, dass Kinder wieder in die Schule und zum Sport gehen könnten und Menschen ihre Arbeitsplätze nicht verlören. "Ich bleibe im Team Vernunft und Vorsicht - je niedriger die Inzidenzen, am besten unter zehn, desto unbeschwerter können wir den Sommer genießen", sagte die Regierungsberaterin der Zeitung. Auch wenn Fußballspiele im Freien stattfänden, wo das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus geringer ist, gebe es derzeit andere Prioritäten: "Sinnvoller wäre es gewesen, erst beim Impfen weiter Tempo zu machen", sagte die Virologin vom Braunschweiger Helmholtz-Zentrum.

08.45 Uhr: Umfrage: Mehr Bereitschaft zu Organspende in Pandemie

Die Bereitschaft zu einer Organspende ist in der Zeit der Corona-Pandemie weiter gestiegen. Das ergab eine repräsentative Umfrage der Krankenkasse Barmer, wie das RedaktionsNetzwerk Deutschland (Samstag) berichtet. Demnach erklärten 36 Prozent der Befragten, sie seien bestimmt zur Organspende bereit. 2020 lag der Wert bei 32 Prozent, 2019 bei 23 Prozent.Die Zahl derer, die eine Organspende sicher ausschließen, sank gegenüber dem Vorjahr von 9 auf 6 Prozent; 2019 lag der Wert sogar noch bei 16 Prozent. Barmer-Vorstandschef Christoph Straub sprach von einer "ermutigenden Nachricht für Tausende Betroffene".

08.20 Uhr: Brasilien genehmigt russischen Impfstoff Sputnik V

Die brasilianische Gesundheitsbehörde Anvisa gibt für den Import des russischen Vakzins Sputnik V grünes Licht. Der Vorstand der Anvisa stimmte nach einer siebenstündigen Beratung für die Erteilung der Genehmigung - allerdings unter speziellen Auflagen.

08.00 Uhr: Einige Länder halten in Impfzentren an Priorisierung fest

Trotz der generellen Öffnung der Corona-Impfungen für alle an diesem Montag halten einige Bundesländer in ihren Impfzentren am Vorrang für Risikogruppen fest. In Schleswig-Holstein, Hamburg und Bayern soll die Priorisierung dort vorerst bestehen bleiben. In Bremen arbeiten die Impfzentren die Vorranglisten zunächst weiter ab. Im Saarland sollen Menschen der bisherigen Priorisierungsgruppen dort nach wie vor vorrangig bei Terminen bedacht werden. In den übrigen Ländern endet auch in den Impfzentren die bisherige Impfreihenfolge.

07.30 Uhr: Bayern erhält mehr Geld für Corona-Labordiagnostik als andere Länder

Nach Bayern ist bislang mehr Geld für Corona-Laboruntersuchungen geflossen als in andere Bundesländer. Für Labordiagnostik hat der Freistaat bis 17. Mai 2021 fast 214 Millionen Euro erhalten, wie aus einer Aufstellung des Bundesamtes für Soziale Sicherung hervorgeht. Das deutlich bevölkerungsreichere Nordrhein-Westfalen hat aus diesem Topf nur knapp 207 Millionen Euro erhalten. Bei den labordiagnostischen Leistungen handelt es sich insbesondere um die sogenannten PCR-Tests. Diese sind deutlich aufwendiger und somit teurer als die mittlerweile weit verbreiteten Antigen-Schnelltests.

06.50 Uhr: Britische Pubs beklagen 20 Prozent Umsatzminus trotz Öffnungen

Trotz der Öffnung der Innengastronomie in Großbritannien klagen die Pubs über deutliche Umsatzeinbußen. In der Woche vom 17. Mai, der ersten nach Lockerung entsprechender Corona-Vorschriften, hätten die Erlöse 20 Prozent unter der Vergleichswoche im Jahr 2019 gelegen, teilte der Branchenverband British Beer and Pub Association (BBPA) am Samstag mit. Dafür machte der Verband die bestehenden Restriktionen verantwortlich. So dürfen auch in Pubs die Gäste nur am Tisch bedient werden, es gilt eine Abstandspflicht von mindestens einem Meter und Stehen ist verboten.

06.30 Uhr: Bundesfamilienministerin fordert Präsenzunterricht nach Sommerferien

Die neue Bundesfamilienministerin Christine Lambrecht (SPD) fordert die Bundesländer auf, den Präsenzunterricht nach den Sommerferien wieder einzuführen. "Lehrer werden sich im Regelfall nicht weigern können, ab Herbst in Präsenz zu unterrichten", sagte Lambrecht der "Bild" einem Vorabbericht zufolge. Denn bis dahin hätten alle Lehrer ein Impfangebot bekommen. Die Politikerin stellte gleichzeitig klar, dass die Impfung für Kinder ab zwölf Jahren keine Voraussetzung für die Teilnahme am Präsenzunterricht sei.

05.45 Uhr: RKI registriert 2.294 Corona-Neuinfektionen

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 2294 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Samstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.31 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 5426 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Samstagmorgen mit bundesweit 26,3 an (Vortag: 29,7; Vorwoche: 37,5).

Hier geht es zu den aktuellen Corona-Zahlen

04.45 Uhr: Grünen-Politiker fordert frühzeitige Planung von Corona-Auffrischungsimpfungen

Der Grünen-Gesundheitspolitiker Janosch Dahmen hat eine frühzeitige Planung der Auffrischungsimpfungen gegen das Coronavirus gefordert. "Mit Blick auf den Herbst müssen wir uns Gedanken machen, wie und für wen wir Auffrischimpfungen anbieten sollten", sagte Dahmen der D